Digitale identitaet nutzerkonto auswahl
⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für Digitalisierung, Fachverfahren und Organisation der deutschen öffentlichen Verwaltung (OZG, FIM, FIT-Connect, KI-Einsatz, eIDAS, BSI-IT-Grundschutz, DSGVO) – bitte testen, Issues/PRs willkommen! Keine Rechts-/Datenschutzberatung, keine verbindliche Behördenentscheidung. Keine Bürger-/Mitarbeiterdaten im Repo.
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Auswahl des passenden Identifizierungsmittels fuer eine Verwaltungsleistung. Methodik Pruefung von Vertrauensniveau Zielgruppe und Verfuegbarkeit von BundID Unternehmenskonto und eID-Karte. Output ausformulierte Empfehlung mit Begruendung und Hinweis auf Alternativen.
SKILL.md
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Dieser Skill ersetzt keine rechtliche, datenschutzrechtliche oder IT-sicherheitsrechtliche Einzelfallpruefung durch die zustaendige Fachstelle (z. B. Rechtsamt/Justiziariat, Datenschutzbeauftragte, IT-Sicherheitsbeauftragte) und keine verbindliche Entscheidung der zustaendigen Behoerde. Die Ausgabe ist eine Arbeitshilfe ohne Gewaehr. Im Einzelfall ist die zustaendige Fachaufsicht, die bzw. der Datenschutzbeauftragte oder die Rechtsabteilung zu konsultieren.
Auswahl des passenden Identifizierungsmittels fuer eine Verwaltungsleistung
Zweck / Anwendungsfall
Pruefung, welches Identifizierungsmittel (z. B. BundID mit Benutzername/Passwort, BundID mit eID-Karte/Online-Ausweisfunktion, Unternehmenskonto, laenderspezifisches Servicekonto) fuer eine konkrete Verwaltungsleistung angemessen ist. Der Skill wird genutzt, wenn eine Behoerde das erforderliche Vertrauensniveau einer Leistung bestimmen und ein passendes Nutzerkonto-Verfahren auswaehlen moechte.
Eingaben
- Bezeichnung der Verwaltungsleistung und Rechtsfolge der Identifizierung (z. B. Antrag mit Rechtsanspruch, Auskunft, Mitteilung ohne Rechtsfolge).
- Zielgruppe (Privatperson, Unternehmen/Organisation, Behoerde).
- Angabe, ob besonders schutzbeduerftige Daten verarbeitet werden (z. B. Sozialleistungen, Gesundheitsdaten).
- Angabe, ob die Leistung eine Schriftform oder qualifizierte elektronische Signatur erfordert.
- Informationen zur technischen Anbindungsfaehigkeit der eingesetzten Plattform (Unterstuetzung von BundID-Schnittstellen).
Ablauf / Checkliste
- Sachverhalt aufbereiten: Leistung, Zielgruppe und Rechtsfolge der Identifizierung erfassen.
- Erforderliches Vertrauensniveau einordnen (niedrig, substanziell, hoch) anhand der Sensitivitaet der Leistung und etwaiger gesetzlicher Vorgaben.
- Pruefen, ob ein einfaches Konto (Nutzername/Passwort) ausreicht oder ob eine staerkere Identifizierung (eID-Karte/Online-Ausweisfunktion, weitere eID-Mittel) erforderlich ist.
- Bei Unternehmen/Organisationen pruefen, ob das Unternehmenskonto mit entsprechender Vertretungsbefugnis-Pruefung passend ist.
- Pruefen, ob laenderspezifische Servicekonten anstelle oder zusaetzlich zur BundID vorgesehen sind und wie die Interoperabilitaet sichergestellt wird.
- Pruefen, ob zusaetzlich eine elektronische Signatur/Siegel erforderlich
ist (siehe Skill
elektronische-signatur-siegel-einordnung). - Alternativen und Einschraenkungen benennen (z. B. fehlende Barrierefreiheit bestimmter Verfahren, Verfuegbarkeit fuer Personen ohne Personalausweis mit eID-Funktion).
- Ergebnis mit begruendeter Empfehlung ausformulieren.
Quellenpflicht
Verbindlich: ../../../references/zitierweise-verwaltung.md. Keine
Blindzitate zu Beschlussnummern, Versionsstaenden oder Paragrafen — diese
sind vom Nutzer zu verifizieren oder als pruefungsbeduerftig zu
kennzeichnen.
Ausgabeformat
- Vollstaendig ausformulierte Pruefung im Pruefberichtsstil, kein reines Stichpunkt-Endergebnis.
- Stand-Datum angeben.
- Klar abgegrenztes Ergebnis am Ende ("Ergebnis: ...").
- Hinweis auf verbleibende Unsicherheiten.
Beispiele
Beispiel (FIKTIV): Eine fiktive Behoerde bietet eine Verwaltungsleistung "Antrag auf Wohngeld" an, bei der personenbezogene, finanziell relevante Daten verarbeitet werden und ein Rechtsanspruch entstehen kann. Die Pruefung ergibt ein erforderliches substanzielles bis hohes Vertrauensniveau, sodass die BundID mit Online-Ausweisfunktion (eID-Karte) empfohlen wird; ein einfaches Passwort-Konto wird als nicht ausreichend eingeordnet. Alternativ wird auf bestehende Vor-Ort-Antragsverfahren fuer Personen ohne eID-Funktion verwiesen.
Normen und Standards
- Onlinezugangsgesetz (OZG) und Nutzerkonten-Bestimmungen.
- Gesetz ueber Personalausweise und den elektronischen Identitaetsnachweis (PAuswG) bzw. Nachfolgeregelungen, Fundstelle vor Verwendung verifizieren.
- eIDAS-Verordnung (EU) Nr. 910/2014 bzw. eIDAS 2.0-Rechtsakte zu Vertrauensniveaus, Versionsstand vor Verwendung verifizieren.
- IT-Planungsrat-Beschluesse zu BundID/Nutzerkonten (Beschlussnummer vor Verwendung verifizieren).