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Llm text hygiene

Skill ellmos-ai/skills/skills/utilities/llm-text-hygiene

Text-Skill zum Prüfen und Bereinigen von LLM-Spuren in fertigen Texten (Paper, README, Bericht, Blogpost, Bewerbung): Chat-/Prompt-Reste und Regieanweisungen („Wie besprochen lassen wir diesen Teil …"), stehengebliebene Platzhalter, LLM-Danksagungen, typische LLM-Stilmuster und typografische Artefakte — plus Korrektheits-Check der AI-Disclosure. Nutze diesen Skill bei „LLM-Muster/KI-Spuren entfernen", „klingt nach ChatGPT/KI", „Chat-Reste im Text", „Paper vor Publikation auf KI-Rückstände prüfen", „AI-Disclosure prüfen", oder als periodischen Check über einen Dokumentbestand. Immer über ALLE Sprachfassungen eines Dokuments. Für Byte-/Encoding-Reparatur stattdessen encoding-fix.From its SKILL.md

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npx -y skills add ellmos-ai/skills --skill llm-text-hygiene

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LLM-Text-Hygiene — KI-Spuren aus fertigen Texten entfernen

Zweck

KI-gestützt entstandene Texte sammeln Rückstände, die im Entwurf unsichtbar bleiben und erst im publizierten Dokument peinlich werden: Gesprächsfetzen aus der Chat-Session, Regieanweisungen, die aus der Argumentationsstruktur herausfallen, Danksagungen an das Sprachmodell, stehengebliebene Platzhalter, aufdringliche LLM-Stilmuster — und eine AI-Disclosure, die fehlt, falsch platziert oder nicht mehr wahr ist. Dieser Skill ist der systematische Reinigungs-Pass davor: prüfen, konservativ bereinigen, Disclosure richtig stellen. Er verändert nie die Substanz — er entfernt, was nicht Teil des Werks ist.

Prüfkatalog

Fünf Befundklassen, von eindeutig (direkt fixen) nach heikel (nur markieren):

1. Chat-Residue und Regieanweisungen (eindeutig → streichen/ausbessern)

Sätze, die zur ENTSTEHUNG des Texts gehören, nicht zum Text: „Wie besprochen lassen wir diesen Teil im Paper, da …", „Hier ist der überarbeitete Abschnitt:", „Gerne ergänze ich …", übrig gebliebene Prompt-Fragmente, Meta-Kommentare an den Auftraggeber. Erkennungsprinzip: Der Satz fällt aus der Text- und Argumentationsstruktur heraus — er adressiert eine Gesprächssituation statt den Leser. Beim Streichen prüfen, ob ein inhaltlicher Rest gerettet werden muss (Begründung in Fußnote/Text überführen).

2. Platzhalter und Baustellen-Marker (eindeutig → auflösen)

[TODO: …], [Referenz einfügen], XXX, <hier Beispiel>, leere Abschnitte mit Überschrift, „(Quelle?)". Auflösen oder — wenn nicht auflösbar — als echte offene Aufgabe in die Projekt-TODO überführen und aus dem Deliverable entfernen.

3. LLM-Danksagungen und Anthropomorphes (eindeutig → entfernen)

Danksagungen an ChatGPT/Claude/Gemini & Co. gehören nicht in die Danksagung — Werkzeuge werden nicht bedankt, ihr Einsatz wird in der AI-Disclosure deklariert. Ebenso entfernen: anthropomorphe Formulierungen über das Werkzeug („die KI schlug freundlicherweise vor").

4. AI-Disclosure (prüfen → korrigieren)

  • Vorhanden? Wenn das Dokument KI-gestützt entstand und Venue/Projekt eine Disclosure verlangt oder vorsieht: existiert der Abschnitt?
  • Korrekt? Beschreibt sie den tatsächlichen Einsatz (nicht unter-, nicht übertrieben)? Nutzt sie das Disclosure-Schema des Projekts/der Venue, falls eines definiert ist (z. B. abgestufte Level)?
  • Richtig platziert? An der venue-üblichen Stelle (Methoden/Acknowledgements-Umfeld/ eigener Abschnitt), identisch in allen Sprachfassungen.

5. LLM-Stilmuster (heikel → nur klare Fälle fixen, Rest markieren)

Formelhafte Übergänge („Zusammenfassend lässt sich sagen", „Es ist wichtig zu betonen"), Aufzählungs-Inflation wo Fließtext hingehört, „nicht nur … sondern auch"-Ketten, Gedankenstrich-Dichte, Hedging-Floskeln, im Englischen die bekannten Marker (u. a. „delve", „tapestry", „it's worth noting"). Vorsicht: Stil ist Urheber-Territorium — nur eindeutige Formelhaftigkeit glätten, alles andere als Befundliste an den Autor geben statt den Text umzuschreiben. Ein menschlich klingender Text ist nicht das Ziel des Skills; das Ziel ist ein Text ohne Fremdkörper.

Ablauf

  1. Scope klären: Welche Deliverables (Dateien), welche Sprachfassungen? Änderungen IMMER synchron über alle Fassungen (Abgleich: bilingual-doc-sync).
  2. Mechanischer Scan: Volltextsuche nach den Signal-Mustern (Tabelle unten) — billig, findet Klasse 2/3 und Teile von 1 zuverlässig.
  3. Lese-Pass: Das Dokument entlang der Argumentationsstruktur lesen — Klasse-1-Funde erkennt man nur strukturell (Satz adressiert Gespräch statt Leser). Besonders prüfen: Abschnittsanfänge/-enden, Danksagungen, Einleitung/Fazit (dort landet Residue zuerst).
  4. Bereinigen: Klassen 1–3 direkt fixen (konservativ, Substanz erhalten), Klasse 4 korrigieren, Klasse 5 als Befundliste ausgeben; nur eindeutige Fälle direkt glätten.
  5. Dokumentieren: Was gefunden/geändert/nur markiert wurde — bei Papern mit Versionierungspflicht vermerken, ob eine neue Version/ein Re-Upload nötig wird.
  6. Periodisch über einen Bestand: mit rotation-check kombinieren (ein Dokument/ Projekt pro Lauf, Registry als Gedächtnis).

Signal-Muster für den mechanischen Scan

KlasseSuchmuster (DE)Suchmuster (EN)
Chat-Residue„wie besprochen", „wie gewünscht", „hier ist", „gerne", „im Chat", „wie du sagtest", „lassen wir""as discussed", "as requested", "here is the", "I have added", "per your"
PlatzhalterTODO, XXX, […einfügen], <…>, „Quelle?"TBD, [insert, placeholder, citation needed
LLM-Dank„Dank an ChatGPT/Claude/Gemini", „mithilfe von KI erstellt" (außerhalb Disclosure)"thanks to ChatGPT/Claude", "grateful to the AI"
Stilmarker„zusammenfassend lässt sich", „es ist wichtig zu betonen", „nicht nur … sondern auch""delve", "tapestry", "it's worth noting", "in conclusion"

Die Tabelle ist Startpunkt, kein Filter-Ersatz: Muster liefern Kandidaten, die Entscheidung fällt im Kontext (Schritt 3–4). Für rein mechanische Zeichen-Hygiene (Emoji-Scan, Steuerzeichen, kaputte Umlaute) vorhandene Werkzeuge nutzen — Encoding-Schäden sind encoding-fix-Territorium, nicht dieses Skills.

Beispiel

Auftrag: „Prüf das Paper vor dem Upload auf KI-Rückstände."

1. Scope: paper_de.tex + paper_en.tex.
2. Scan: 1× "as discussed" (EN, Abschnitt 4), 1× "[TODO: Referenz Smith]" (beide),
   Danksagung erwähnt "wertvolle Hilfe von Claude".
3. Lese-Pass: In der Einleitung ein Satz, der den Reviewer direkt adressiert
   („Diesen Einwand behandeln wir wie gewünscht in 3.2") → Regieanweisung.
4. Fixes: Regieanweisung gestrichen (Inhalt steckte schon in 3.2), TODO als Aufgabe
   in TODO.md überführt + Platzhalter entfernt, LLM-Dank gestrichen, stattdessen
   AI-Disclosure-Abschnitt auf tatsächlichen Einsatz präzisiert — alles in DE und EN.
5. Vermerk: inhaltliche Änderung → neue Paperversion nötig, in TODO.md eingetragen.

Red Flags

GedankeRealität
„Ich schreibe den Text gleich flüssiger"Substanz und Stimme gehören dem Autor — der Skill entfernt Fremdkörper, er poliert nicht.
„Stilmarker gefunden → löschen"Klasse 5 wird markiert, nicht automatisch umgeschrieben; nur eindeutige Formelhaftigkeit glätten.
„Die deutsche Fassung reicht"Residue sitzt oft nur in EINER Fassung — immer alle Sprachfassungen prüfen und synchron halten.
„Disclosure raus, dann ist es sauber"Falsch herum: LLM-Dank raus, korrekte Disclosure REIN — Verschleiern ist keine Hygiene.

Verwandte Skills

  • encoding-fix — Byte-/Encoding-Reparatur (Mojibake); dieser Skill hier arbeitet auf Inhaltsebene.
  • bilingual-doc-sync — Synchronhaltung der Sprachfassungen, in die Fixes eingepflegt werden.
  • rotation-check — Gerüst für den periodischen Lauf über einen Dokumentbestand.
  • textproduction — Text-Erzeugung (dieser Skill ist die QA danach).

Changelog

1.0.0 (2026-07-04)

  • Initiale Version. Abstrahiert aus der Codex-Automation „research-llm-muster-check" (Chat-Anteile in Papern, LLM-Danksagungen, AI-Disclosure) und auf beliebige Deliverable-Texte verallgemeinert; Prüfkatalog um Platzhalter, Stilmuster und Scan-Signaltabelle erweitert.

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