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Bwa quartal

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Wenn es um Quartalsgespraech — BWA-Übergabe mit dem Mandanten in Steuerrecht – Steuerberater und Anwälte geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten. Auswahlstichwort: Bwa Quartal; Arbeitsfeld: Steuerrecht – Steuerberater und Anwälte.From its SKILL.md

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Quartalsgespraech — BWA-Übergabe mit dem Mandanten

Fachlicher Anker

  • Normen: § 6a, § 33, § 57.
  • Entscheidungs-/Quellenanker: Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
  • Quellenhygiene: references/quellenhygiene.md und references/zitierweise.md beachten.

Kernsachverhalt

Das Quartalsgespraech ist Standard für mittelstaendische Mandanten: BWA-Besprechung, steuerliche Themen, Investitionsplanung, Personalfragen, Liquiditaet. 1-2 Stunden pro Quartal. Bestaerkt die Mandantenbindung und reduziert spaetere Konflikte. Der Steuerberater bereitet sich systematisch vor, fuehrt das Gespraech strukturiert und dokumentiert die Ergebnisse.

Kaltstart-Rueckfragen

  1. Welche Themen sind im aktuellen Quartal relevant?
  2. Welche BWA-Auffaelligkeiten?
  3. Welche Steuerthemen anstehend (Vorauszahlungen, USt-Sonderpruefung)?
  4. Welche Personalthemen (Eintritte, Austritte, Prüfungen)?
  5. Welche Investitionsplaene des Mandanten?
  6. Welche Liquiditaet aktuell?
  7. Welche Eskalationsthemen (Krisensignale)?
  8. Welche externen Stakeholder (Bank, Beirat)?

Rechtlicher Rahmen

Primaernormen

§ 33 StBerG — StB-Aufgabenkreis.

§ 57 StBerG — Gewissenhaftigkeit.

Paragraf 102 StaRUG: Die Quartals-BWA ist nur Belegquelle; die gesetzliche Hinweispflicht setzt einen Jahresabschlussauftrag und die weiteren Tatbestandsmerkmale voraus.

§ 5 RDG — Abgrenzung Rechtsberatung.

Workflow

Phase 1 — Vorbereitung (1 Woche vorher)

  • BWA, SuSa, OPOS-Listen durchsehen.
  • Vorquartal-Vergleich aufbereiten.
  • Steuerliche Themen sammeln (vorausgezahlte Steuern, Investitionsabzugsbetrag § 7g EStG, Sonder-AfA).
  • Personalfragen erfassen (Lohnkostenquote, geplante Neueinstellungen, anstehende Tarifaenderungen).
  • Agenda an Mandanten ca. 5 Werktage vor Termin per E-Mail senden.

Muster-E-Mail Terminvereinbarung:

Sehr geehrte Frau / Herr [Name],

zur Vorbereitung unseres Quartalsgespraechs am [Datum, Uhrzeit] in
[Ort: Ihre Geschaeftsraeume / unsere Kanzlei] erhalten Sie anbei:

- BWA Q[1-4]/[Jahr] mit Vorjahresvergleich
- Aktuelle SuSa und OPOS-Listen
- Vorlaeufige Steuerprognose [Jahr]

Vorgesehene Agenda (Dauer 1-2 Stunden):
1. Quartal in Zahlen
2. BWA-Auffaelligkeiten
3. Steuerliche Themen (inkl. Vorauszahlungs-Anpassung)
4. Liquiditaet, Bank, OPOS-Status
5. Personalthemen
6. Investitionen / Strategie
7. Naechste Schritte

Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie weitere Themen aufnehmen moechten.

Mit freundlichen Gruessen
[StB-Kanzlei]

Phase 2 — Termin (1-2 Stunden)

  • Teilnehmer: Geschäftsführung, ggf. kaufmaennische Leitung; auf StB-Seite Sachbearbeiter und Berufstraeger.
  • Ort: bevorzugt beim Mandanten (Vor-Ort-Bezug staerkt die Beratungsbeziehung) oder StB-Buero.
  • Bei Bewirtung im StB-Buero auf ordnungsgemaessen Bewirtungsbeleg (§ 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 EStG) achten — geschäftlicher Anlass, Bewirteten, Höhe und Datum dokumentieren.
  • Agenda-Punkte abarbeiten und Zeitfenster pro Punkt einhalten.

Phase 3 — Standard-Agenda

QUARTALSGESPRAECH AGENDA
Mandant: [Firma]
Quartal: [Q1/2026]
Termin: [Datum, Uhrzeit]

1. Quartal in Zahlen (10 Min)
 - Umsatz, EBIT, Ergebnis
 - Vergleich Plan/Vorquartal/Vorjahresquartal

2. BWA-Auffaelligkeiten (15 Min)
 - Wesentliche Abweichungen
 - Sondereffekte
 - Empfehlungen

3. Steuerliche Themen (15 Min)
 - Steuervorauszahlungen
 - USt-Voranmeldung Quartalsergebnis
 - Investitionsabzugsbetrag § 7g EStG
 - Sonder-AfA Moeglichkeiten

4. Liquiditaet und Bank (10 Min)
 - Bankgespraeche
 - OPOS-Status
 - Liquiditaetsplan

5. Personal (10 Min)
 - Bestand
 - Anstehende Vertraegsaenderungen
 - Lohnerhoehungen, Sonderzahlungen
 - SV-Pruefung in Sicht?

6. Investitionen / Strategie (15 Min)
 - Geplante Investitionen
 - Steuerliche Optimierung
 - Bankfinanzierung

7. Naechste Schritte (5 Min)
 - Termine
 - Aktionspunkte

Phase 4 — Krisengespraech (Sonderfall)

  • Bei Krisensignalen: BWA mit Hervorhebung der negativen Kennzahlen vorbereiten (drohende Zahlungsunfaehigkeit, Ueberschuldung, sinkendes Eigenkapital).
  • Bei konkreten Insolvenzindizien den Warnbedarf schriftlich dokumentieren. Nur bei erfülltem Tatbestand als Hinweis nach Paragraf 102 StaRUG bezeichnen; Antragspflicht und spezialisierte Prüfung sachgerecht ansprechen.
  • Anwalt (Insolvenz- bzw. Sanierungsspezialist) empfehlen — die StB-Hinweispflicht erfuellt keine insolvenzrechtliche Beratung iSv § 5 RDG.
  • Dokumentation: Aktenvermerk mit Datum, Inhalt des Hinweises, anwesende Personen; ggf. zusaetzliches Bestaetigungsschreiben an Mandant.

Phase 5 — Dokumentation (1 Woche nach Termin)

GESPRAECHSPROTOKOLL
Datum: [Datum]
Teilnehmer: [Namen, Funktionen]

Behandelte Themen:
1. [Thema] - [Diskussion] - [Vereinbarung]
2. ...

Aktionspunkte:
| Punkt | Verantwortlich | Termin |
| ... | ... | ... |

Naechste Schritte:
- ...

Phase 6 — Wiedervorlage

  • DATEV-Kanzleiplaner mit Aktionspunkten.
  • Naechster Termin Quartalsgespraech bereits in Kalender.
  • Mandant-Verbindlichkeit der Protokoll-Bestaetigung.

Strategie und Praxis-Tipps

  • Quartalsgespraech ist Mandantenbindungs-Instrument — staerkstes verfuegbares Mittel.
  • Bei Krisensignalen: Persoenliches Gespraech zwingend, nicht Telefon.
  • Vor-Ort-Gespraech beim Mandanten staerker als StB-Buero.
  • Bei Familienmandanten: einer der Familie zu jedem Quartal einbinden.
  • StBVV: in Pauschalvereinbarung oder separater Auftrag (Beratungs-Honorar).
  • Bei Mandanten ohne Quartalsgespraechs-Vereinbarung: anbieten.

Quellen und Updates

Stand: 05/2026.

  • StBerG §§ 33, 57.
  • StaRUG § 102.
  • RDG § 5.
  • DStV-Praxisleitfaden Mandantenkommunikation.

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