Actio pauliana voraussetzungen und beweisrecht
Wenn es um Rom 116 Actio Pauliana Voraussetzungen Und Beweisrecht in Römisches Recht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten. Auswahlstichwort: Actio Pauliana Voraussetzungen Und Beweisrecht; Arbeitsfeld: Römisches Recht.From its SKILL.md
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Rom 116 Actio Pauliana Voraussetzungen Und Beweisrecht
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: historisch — usucapio (Ersitzung) 1/2 Jahre Mobilia/Immobilia, praescriptio longi temporis, longissimi temporis; heute über § 195 BGB / § 937 BGB.
- Tragende Normen verifizieren: Corpus Iuris Civilis (Institutionen, Digesten, Codex, Novellen), Zwölftafelgesetz, Lex Aquilia, Lex Iulia et Papia, römisches Personen-, Sachen-, Obligationen-, Familien- und Erbrecht; dogmenhistorisch fortwirkend in BGB §§ 90 ff. (Sachen), 433 ff., 812 ff., 854 ff. — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Wissenschaftliche Rezipienten, Lehrstühle für Bürgerliches Recht/Rechtsgeschichte, Gesetzgeber (historisches Argumentum), Rechtsprechung (Auslegungshilfe).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Lehrbuchexegese, Quellenkritik (Digesten-Stelle), historisch-rechtsvergleichendes Gutachten, dogmatische Aufsatz, Klausur (Pandektistik) — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Beweislast
- Gläubiger traegt die Beweislast für:
- eventus damni
- consilium fraudis des Schuldners
- scientia oder conscientia des Dritten (bei entgeltlich)
Indizienbeweis
- Verkauf zu marktnotorisch zu niedrigem Preis: Indiz für scientia.
- Verkauf unter Freunden in zeitlicher Naehe zur Insolvenz.
- Verschwiegene Geschäfte über Mittelsmaenner.
Vermutungen
- Bei Verfuegungen an Familienangehoerige greifen verstaerkte Indizien (vergleichbar modernen AnfG-Vorschriften zu nahestehenden Personen).
- D. 42.8.10.16 (Ulpian) zum Anscheinsbeweis bei Schenkung an Verwandte.
Sondervorschriften
- Verschleierung waehrend laufender Vollstreckung: erleichterte Beweisfuehrung.
- Geschäftspartner als Reflexbeteiligter.
Vergleich zu modernem Recht
- Beweisrecht / Pflicht zum substanziierten Bestreiten: § 138 Abs. 2 ZPO; freie Beweiswuerdigung § 286 ZPO. (Die fruehere Erwaehnung von § 133 und § 138 II BGB war hier falsch: § 133 BGB ist Auslegung der Willenserklaerung, § 138 II BGB ist Wucher — nicht Beweisrecht.)
- Anfechtungsrecht: AnfG § 3 Abs. 2: Vermutung der scientia bei nahestehenden Personen.
- Insolvenzanfechtung: InsO § 133 Abs. 1 Satz 2: Vermutung der Kenntnis bei drohender Zahlungsunfaehigkeit.
Prüfraster
- Welche Tatbestaende müssen bewiesen werden?
- Welche Indizien stehen zur Verfuegung?
- Greifen Vermutungen?
- Welcher Quellenanker (D. 42.8)?
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