agentsclimarketplace

Barrierefreiheit und inklusion robotik

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/robotik-recht/skills/barrierefreiheit-und-inklusion-robotik

Wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern in robotik-recht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten. Auswahlstichwort: Barrierefreiheit Und Inklusion Robotik; Arbeitsfeld: robotik-recht.From its SKILL.md

Install
npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill barrierefreiheit-und-inklusion-robotik

Assembled from the repository path, not quoted from the project. Check it against their README if it does not work.

SKILL.md

6.4 KB, ~2.0k tokens by cl100k_base, as published. Nobody here has run it

Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern

Fachkern: Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern

  • Normen-/Quellenanker: EU-Maschinenverordnung, Produkthaftungsrecht, ProdSG/GPSR, AI Act, MDR/MPDG bei Medizinrobotik, DSGVO, Cybersecurity/NIS2 und Arbeitsschutz.
  • Entscheidende Weiche: Prüfe Rolle Hersteller/Integrator/Betreiber, bestimmungsgemäße Verwendung, CE-Konformität, Sicherheitsfunktion, Lern-/Updateverhalten, Schadenpfad und Rückrufpflicht.

Worum geht es konkret

Service-, Pflege-, Liefer- und Empfangsroboter interagieren mit Menschen unterschiedlicher Fähigkeiten. Das BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, Umsetzung der EU-RL 2019/882) verlangt seit 28.06.2025 von Herstellern und Dienstleistern bestimmter Produkte und Dienstleistungen Barrierefreiheit. Ergänzt durch das AGG bei Diskriminierung in der Bedienung und durch Art. 5 KI-VO (verbotene Praktiken bei Ausnutzung von Verletzlichkeiten). Prüfe Robotikprodukte und ihre Nutzerinterfaces (UI/UX, Sprache, Höhe, Sensorik) auf Barrierefreiheit und Diskriminierungsarmut.

Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen

  1. Rolle: Hersteller eines Roboters mit Endkundenkontakt, Dienstleister mit Robotereinsatz im Publikumsverkehr, Behindertenverband, Antidiskriminierungsstelle.
  2. Produkt: Pflege-, Service-, Empfangs-, Lieferroboter, Selbstbedienungsterminals mit Robotik-Bestandteilen, Bankautomaten mit Sprachausgabe.
  3. Zielgruppe: Endverbraucher, Patienten, Mitarbeiter, Schüler, ältere Personen, Menschen mit Sinnes- oder kognitiven Einschränkungen.
  4. Anlass: Markteinführung, Aufsichtsanfrage Marktüberwachungsbehörde (BMAS), Beschwerde, AGG-Mahnschreiben.
  5. Unterlagen: Bedienkonzept, UI-Mockups, Sprachausgabe-Skripte, Sensorhöhen, Nutzerstudien.

Rechtlicher Rahmen

  • BFSG § 1, § 3: erfasst u. a. Selbstbedienungsterminals, Hardware-Systeme für Verbraucher mit interaktiver Funktion; Pflicht: Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit, Robustheit (BFSGV); Geltung seit 28.06.2025.
  • EU-RL 2019/882 (European Accessibility Act), national umgesetzt durch BFSG.
  • BFSGV Anhang 1 detaillierte Anforderungen.
  • EN 301 549 harmonisierte Norm IKT-Barrierefreiheit (zuletzt überarbeitet 2024).
  • AGG §§ 1, 2 Abs. 1 Nr. 8, 19, 20: Massengeschäfte, Diskriminierung in der Bedienung.
  • KI-VO Art. 5 Abs. 1 lit. b: Verbot der Ausnutzung der Verletzlichkeit aufgrund Alters, Behinderung, sozialer/wirtschaftlicher Lage.
  • MaschinenVO VO (EU) 2023/1230 Anhang III Nr. 1.1.6 Ergonomie.
  • UN-BRK Art. 9 (Zugänglichkeit).

Schritt für Schritt

  1. Anwendungsbereich BFSG prüfen. Verbraucherrobotik oder gewerblich? Übergangsregelungen für Bestandsprodukte beachten.
  2. Wahrnehmbarkeit. Mehrkanalige Ausgabe (visuell + akustisch + ggf. taktil); Kontraste mindestens WCAG AA; Schriftgrößen skalierbar; Sprachausgabe in Standardsprache.
  3. Bedienbarkeit. Bedienelemente in Reichweite (Rollstuhl: 80-110 cm Greifhöhe); Tasten taktil unterscheidbar; keine reinen Touch-Interfaces ohne Sprach-Alternative.
  4. Verständlichkeit. Leichte Sprache; Symbole genormt (DIN 32976, ISO 7001); Vorlesefunktion.
  5. Robustheit. Kompatibilität mit Hilfsmitteln (Hörgeräte, Screenreader bei vorhandenen Bildschirmen).
  6. KI-VO Art. 5 Check. Erkennt das System Schutzbedürftigkeit und beeinflusst es das Verhalten? Sprachdialoge auf manipulative Muster prüfen.
  7. Diskriminierungs-Audit. Spracherkennung über Dialekte, Hautfarben-Erkennung in Kameras (Bias-Test), Personenerkennung im Rollstuhl.
  8. Nutzerstudien mit Betroffenenverbänden; Iteration.
  9. Konformitätserklärung BFSG; Marktüberwachung über die zuständigen Landesbehörden.

Trade-off-Matrix

AnforderungStrenge AuslegungPragmatikEmpfehlung
Sprachausgabe + Displaybeides immernur wenn Hauptkanalbeides bei Verbraucherrobotern Standard
Höhenverstellbare Bedienoberflächemechanischnur Software-Anpassungmindestens Software-Skalierung; mechanisch wenn machbar
Leichte Spracheüberallnur PflichtinformationenPflichtinformationen + häufige Dialoge in leichter Sprache
Bias-Testsbreitnur HauptmerkmaleTest gegen Trainings-/Test-Disjunktion mit demografisch ausgewogenem Set

Praxistipps

  • Co-Design mit Behindertenverbänden früh, nicht erst zum Test.
  • Falsch-Positiv-Bias der Personenerkennung dokumentieren – sonst KI-VO/AGG-Risiko.
  • Sturzgefahr durch Roboter im Bewegungsraum berücksichtigen (Sehbehinderung).
  • Sprachbefehle als gleichwertige Alternative zur Touch-Bedienung.
  • Hörgerätekompatibel: Induktionsschleife oder Bluetooth-LE-Audio.

Mustertexte

Auszug Konformitätserklärung BFSG:

Der Hersteller [Firma] erklärt, dass das Produkt [Modell, Seriennummer] die Anforderungen des BFSG und der BFSGV erfüllt. Angewandte Normen: EN 301 549:2024, DIN EN 17161. Die technische Dokumentation wird gemäß § 23 BFSG zehn Jahre vorgehalten.

UI-Designprinzip (Auszug Spezifikation):

Alle sicherheitsrelevanten Bestätigungen erfolgen sowohl visuell (Kontrast 7:1) als auch akustisch (Sprachausgabe, Lautstärke vom Nutzer einstellbar). Sprachdialoge werden in deutscher Standard- und leichter Sprache angeboten. Reaktionszeit-Erwartungen werden nicht durch zeitliche Drucksetzung (Countdown) erzwungen – Nutzer mit motorischen Einschränkungen erhalten mindestens das Dreifache der Standardzeit.

Typische Fehler

  • Reine Touch-UI ohne haptische/sprachliche Alternative.
  • KI-Spracherkennung nur auf Standardsprache trainiert.
  • Höhenfixierung der Bedienoberfläche zu hoch für Rollstuhlfahrer.
  • Personenerkennung bricht bei Rollstuhl- oder Rollator-Nutzern.
  • AGG-Risiko: Roboter ignoriert Personen aufgrund von Größe oder Hautfarbe (Bias).

Quellen Stand 06/2026

  • BFSG; BFSGV.
  • RL (EU) 2019/882.
  • EN 301 549:2024; DIN EN 17161.
  • VO (EU) 2024/1689 (KI-VO), Art. 5.
  • AGG §§ 1, 19, 20.
  • UN-BRK Art. 9.
  • Live-Verifikation auf bmas.de, eur-lex.europa.eu, antidiskriminierungsstelle.de; lizenzierte Datenbanken (beck-online, juris) nur bei vorhandenem Zugang.

What ships with it

Read from the repository

Just SKILL.md. No reference files, no scripts.

Keep looking

Skills are one crate of 325,949. Ordering is by how many stacks a row turns up in, so the top of any crate is what has actually been picked rather than what has the most stars.