Barrierefreiheit inklusion batterie
Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/robotik-recht/skills/barrierefreiheit-inklusion-batterie
Wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern in robotik-recht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten. Auswahlstichwort: Barrierefreiheit Inklusion Batterie; Arbeitsfeld: robotik-recht.From its SKILL.md
npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill barrierefreiheit-inklusion-batterieAssembled from the repository path, not quoted from the project. Check it against their README if it does not work.
SKILL.md
7.8 KB, ~2.5k tokens by cl100k_base, as published. Nobody here has run it
Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: KI-VO Geltungsbeginn 02.08.2026 für Hochrisiko (Art. 6 Anhang III), Verbote ab 02.02.2025, Maschinen-VO 20.01.2027, ProdHaftRL-Umsetzung 09.12.2026, KI-VO Art. 73 schwerwiegender Vorfall innerhalb 15 Tagen.
- Tragende Normen verifizieren: EU KI-VO (VO 2024/1689) Art. 6, 8-15, 16, 26, 50, 73, 99, Maschinenverordnung 2023/1230, Produkthaftungs-Richtlinie 2024/2853, BGB §§ 823, 831, ProdHaftG, EU NIS2-RL 2022/2555, EU CRA — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Hersteller, Importeur, Händler, Betreiber, Endnutzer, Marktüberwachungsbehörde (BMAS/BNetzA/BMDV), benannte Stelle (Notified Body), KI-Aufsicht (BNetzA-Stelle).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Konformitätserklärung, technische Dokumentation Anhang IV KI-VO, Risikomanagement-System Art. 9, Datengovernance-Konzept Art. 10, FAT/SAT-Protokoll, Betriebsanleitung, CE-Kennzeichnung — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fachkern: Barrierefreiheit und Inklusion bei Robotern
- Normen-/Quellenanker: EU-Maschinenverordnung, Produkthaftungsrecht, ProdSG/GPSR, AI Act, MDR/MPDG bei Medizinrobotik, DSGVO, Cybersecurity/NIS2 und Arbeitsschutz.
- Entscheidende Weiche: Prüfe Rolle Hersteller/Integrator/Betreiber, bestimmungsgemäße Verwendung, CE-Konformität, Sicherheitsfunktion, Lern-/Updateverhalten, Schadenpfad und Rückrufpflicht.
Worum geht es konkret
Service-, Pflege-, Liefer- und Empfangsroboter interagieren mit Menschen unterschiedlicher Fähigkeiten. Das BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, Umsetzung der EU-RL 2019/882) verlangt seit 28.06.2025 von Herstellern und Dienstleistern bestimmter Produkte und Dienstleistungen Barrierefreiheit. Ergänzt durch das AGG bei Diskriminierung in der Bedienung und durch Art. 5 KI-VO (verbotene Praktiken bei Ausnutzung von Verletzlichkeiten). Prüfe Robotikprodukte und ihre Nutzerinterfaces (UI/UX, Sprache, Höhe, Sensorik) auf Barrierefreiheit und Diskriminierungsarmut.
Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen
- Rolle: Hersteller eines Roboters mit Endkundenkontakt, Dienstleister mit Robotereinsatz im Publikumsverkehr, Behindertenverband, Antidiskriminierungsstelle.
- Produkt: Pflege-, Service-, Empfangs-, Lieferroboter, Selbstbedienungsterminals mit Robotik-Bestandteilen, Bankautomaten mit Sprachausgabe.
- Zielgruppe: Endverbraucher, Patienten, Mitarbeiter, Schüler, ältere Personen, Menschen mit Sinnes- oder kognitiven Einschränkungen.
- Anlass: Markteinführung, Aufsichtsanfrage Marktüberwachungsbehörde (BMAS), Beschwerde, AGG-Mahnschreiben.
- Unterlagen: Bedienkonzept, UI-Mockups, Sprachausgabe-Skripte, Sensorhöhen, Nutzerstudien.
Rechtlicher Rahmen
- BFSG § 1, § 3: erfasst u. a. Selbstbedienungsterminals, Hardware-Systeme für Verbraucher mit interaktiver Funktion; Pflicht: Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit, Robustheit (BFSGV); Geltung seit 28.06.2025.
- EU-RL 2019/882 (European Accessibility Act), national umgesetzt durch BFSG.
- BFSGV Anhang 1 detaillierte Anforderungen.
- EN 301 549 harmonisierte Norm IKT-Barrierefreiheit (zuletzt überarbeitet 2024).
- AGG §§ 1, 2 Abs. 1 Nr. 8, 19, 20: Massengeschäfte, Diskriminierung in der Bedienung.
- KI-VO Art. 5 Abs. 1 lit. b: Verbot der Ausnutzung der Verletzlichkeit aufgrund Alters, Behinderung, sozialer/wirtschaftlicher Lage.
- MaschinenVO VO (EU) 2023/1230 Anhang III Nr. 1.1.6 Ergonomie.
- UN-BRK Art. 9 (Zugänglichkeit).
Schritt für Schritt
- Anwendungsbereich BFSG prüfen. Verbraucherrobotik oder gewerblich? Übergangsregelungen für Bestandsprodukte beachten.
- Wahrnehmbarkeit. Mehrkanalige Ausgabe (visuell + akustisch + ggf. taktil); Kontraste mindestens WCAG AA; Schriftgrößen skalierbar; Sprachausgabe in Standardsprache.
- Bedienbarkeit. Bedienelemente in Reichweite (Rollstuhl: 80-110 cm Greifhöhe); Tasten taktil unterscheidbar; keine reinen Touch-Interfaces ohne Sprach-Alternative.
- Verständlichkeit. Leichte Sprache; Symbole genormt (DIN 32976, ISO 7001); Vorlesefunktion.
- Robustheit. Kompatibilität mit Hilfsmitteln (Hörgeräte, Screenreader bei vorhandenen Bildschirmen).
- KI-VO Art. 5 Check. Erkennt das System Schutzbedürftigkeit und beeinflusst es das Verhalten? Sprachdialoge auf manipulative Muster prüfen.
- Diskriminierungs-Audit. Spracherkennung über Dialekte, Hautfarben-Erkennung in Kameras (Bias-Test), Personenerkennung im Rollstuhl.
- Nutzerstudien mit Betroffenenverbänden; Iteration.
- Konformitätserklärung BFSG; Marktüberwachung über die zuständigen Landesbehörden.
Trade-off-Matrix
| Anforderung | Strenge Auslegung | Pragmatik | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Sprachausgabe + Display | beides immer | nur wenn Hauptkanal | beides bei Verbraucherrobotern Standard |
| Höhenverstellbare Bedienoberfläche | mechanisch | nur Software-Anpassung | mindestens Software-Skalierung; mechanisch wenn machbar |
| Leichte Sprache | überall | nur Pflichtinformationen | Pflichtinformationen + häufige Dialoge in leichter Sprache |
| Bias-Tests | breit | nur Hauptmerkmale | Test gegen Trainings-/Test-Disjunktion mit demografisch ausgewogenem Set |
Praxistipps
- Co-Design mit Behindertenverbänden früh, nicht erst zum Test.
- Falsch-Positiv-Bias der Personenerkennung dokumentieren – sonst KI-VO/AGG-Risiko.
- Sturzgefahr durch Roboter im Bewegungsraum berücksichtigen (Sehbehinderung).
- Sprachbefehle als gleichwertige Alternative zur Touch-Bedienung.
- Hörgerätekompatibel: Induktionsschleife oder Bluetooth-LE-Audio.
Mustertexte
Auszug Konformitätserklärung BFSG:
Der Hersteller [Firma] erklärt, dass das Produkt [Modell, Seriennummer] die Anforderungen des BFSG und der BFSGV erfüllt. Angewandte Normen: EN 301 549:2024, DIN EN 17161. Die technische Dokumentation wird gemäß § 23 BFSG zehn Jahre vorgehalten.
UI-Designprinzip (Auszug Spezifikation):
Alle sicherheitsrelevanten Bestätigungen erfolgen sowohl visuell (Kontrast 7:1) als auch akustisch (Sprachausgabe, Lautstärke vom Nutzer einstellbar). Sprachdialoge werden in deutscher Standard- und leichter Sprache angeboten. Reaktionszeit-Erwartungen werden nicht durch zeitliche Drucksetzung (Countdown) erzwungen – Nutzer mit motorischen Einschränkungen erhalten mindestens das Dreifache der Standardzeit.
Typische Fehler
- Reine Touch-UI ohne haptische/sprachliche Alternative.
- KI-Spracherkennung nur auf Standardsprache trainiert.
- Höhenfixierung der Bedienoberfläche zu hoch für Rollstuhlfahrer.
- Personenerkennung bricht bei Rollstuhl- oder Rollator-Nutzern.
- AGG-Risiko: Roboter ignoriert Personen aufgrund von Größe oder Hautfarbe (Bias).
Quellen Stand 06/2026
- BFSG; BFSGV.
- RL (EU) 2019/882.
- EN 301 549:2024; DIN EN 17161.
- VO (EU) 2024/1689 (KI-VO), Art. 5.
- AGG §§ 1, 19, 20.
- UN-BRK Art. 9.
- Live-Verifikation auf bmas.de, eur-lex.europa.eu, antidiskriminierungsstelle.de; lizenzierte Datenbanken (beck-online, juris) nur bei vorhandenem Zugang.
What ships with it
Read from the repository
Just SKILL.md. No reference files, no scripts.