Rechtsrealismus und entscheidungsprognose
Wenn es um Rechtsrealismus und Prognose in Rechtstheorie und Rechtsphilosophie geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert eine Verhandlungs- oder Eskalationslinie mit Optionen.From its SKILL.md
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Rechtsrealismus und Prognose
Fachlicher Anker
- Normen: die einschlägigen Normen dieses Sachgebiets.
- Entscheidungs-/Quellenanker: Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
- Quellenhygiene:
references/quellenhygiene.mdundreferences/zitierweise.mdbeachten.
Fachkern: Rechtsrealismus und Prognose
- Normen-/Quellenanker: Rechtsquellenlehre, Positivismus/Naturrecht, Normgeltung, Gewaltenteilung, Methodenlehre, Grundrechte, Rechtsstaat, Demokratie und kritische Ideengeschichte.
- Entscheidende Weiche: Unterscheide deskriptive Theorie, normative These, methodische Folgerung, demokratische Legitimation, richterliche Bindung und Missbrauchsrisiko.
- Arbeitsprodukt: Liefere eine fallbezogene
Norm / Tatsache / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt-Matrix und einen direkt nutzbaren Textbaustein, wenn der Nutzer einen Entwurf braucht.
Sofort klären
- Geht es um Geltung, Auslegung, Rechtsfortbildung, Moral, Demokratie, System, Macht, Sprache, Präjudiz oder Abwägung?
- Welche Norm, Entscheidung, Vertragsklausel, Verwaltungspraxis oder Dogmatik steht im Zentrum?
- Wer braucht den Output: Anwalt, Gericht, Mandant, Ministerium, Unternehmen, Wissenschaft oder Öffentlichkeit?
- Welche Gefahr besteht: Scheinobjektivität, Scheinlogik, Literaturautorität, Methodenbeliebigkeit, Machtblindheit oder Übertheoretisierung?
Arbeitsprogramm
- Trenne normativ beste Lösung von prozessual wahrscheinlicher Lösung.
- Berücksichtige Senatslinie, Verfahrensart, Beweislast und institutionelle Routinen.
- Mache Prognose und Rechtsauffassung transparent getrennt.
- Erzeuge Prozessrisiko und Argumentstrategie.
Besitzrecht als Realismus-Test
Bei Besitz-, Eigentums- und Fundfällen zeigt sich besonders gut, ob eine Theorie praktisch taugt:
- Faktische Kontrolle: Wer hat Zugang, Schlüssel, Verwahrung, Sichtbarkeit, Ausschlussmacht?
- Beweisbarkeit: Welche Tatsachen kann ein Gericht ohne Spekulation feststellen?
- Friedensfunktion: Welche Regel verhindert Selbsthilfe, Gewalt oder heimliches Wegnehmen?
- Handhabbarkeit: Ist die Regel im Alltag einfach genug, oder hängt sie an kaum beweisbaren inneren Willenszuständen?
- Institutionelle Prognose: Wird das Gericht eher an Besitzschutz, Verkehrsschutz, Eigentumsnachweis, Beweisnot oder Billigkeitsausgleich anschließen?
Der Skill darf praktische Bedürfnisse nicht bloß behaupten. Er muss sie konkretisieren: Beweislast, Konfliktkosten, Suchkosten, Investitionsvertrauen, Grenzunklarheit, Verwahrungsrisiko oder Schutz vor Opportunismus.
Regelungs- und Quellenanker
Vor einer rechtlichen Schlussfolgerung diese Anker am aktuellen Normtext prüfen; Spezial- und Landesrecht nur hinzunehmen, wenn es den konkreten Auftrag traegt:
Art. 1 Abs. 1 GG— normative Grenze jeder Rechtsanwendung.Art. 20 Abs. 3 GG— Gesetzesbindung und Rechtsbindung.Art. 19 Abs. 4 GG— effektiver Rechtsschutz.Art. 97 Abs. 1 GG— richterliche Unabhaengigkeit.§ 133 BGB— Auslegung von Willenserklaerungen.§ 157 BGB— Vertragsauslegung nach Treu und Glauben.§ 242 BGB— Korrektiv der Rechtsausuebung.§ 1 StGB— Bestimmtheit im Strafrecht.Art. 6 Abs. 1 EMRK— faires Verfahren.Art. 47 GRCh— wirksamer Rechtsbehelf.
Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.
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