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Mandat arbeitsbereich

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/produktrecht/skills/mandat-arbeitsbereich

Wenn es um Produktmandat-Workspace in Produkthaftung und Produktrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill mandat-arbeitsbereich

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SKILL.md

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Produktmandat-Workspace

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: GPSR Geltungsbeginn 13.12.2024, MaschinenVO 20.01.2027, ProdHaftRL-Umsetzung 09.12.2026, Rückruf unverzüglich, Meldung schwerer Unfall innerhalb 2 Tagen.
  • Tragende Normen verifizieren: ProdSG, ProdHaftG, EU-Marktüberwachungs-VO 2019/1020, EU-Produktsicherheits-VO 2023/988 (GPSR ab 13.12.2024), Produkthaftungs-RL 2024/2853, MaschinenVO 2023/1230, GPSGV — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Hersteller, Importeur, Händler, Fulfillment-Dienstleister, Marktüberwachungsbehörde (BAuA, Länder), benannte Stelle, Endverbraucher.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Konformitätserklärung, technische Dokumentation, Risikoanalyse, CE-Kennzeichnung, Rückrufkonzept, Sicherheitsbericht, Online-Marktplatz-AGB — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Zweck

Anwälte und In-house-Juristen arbeiten gleichzeitig an mehreren Produkten, Mandaten und Vorgängen. Der Kontext eines Mandats darf nicht in ein anderes überlaufen — sowohl aus Mandatsgeheimnisgründen (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 203 StGB) als auch zur sachlichen Trennung der Produktrechtsanalysen. Diese Skill ist die schlanke Dateiverwaltungsebene, die diese Trennung sicherstellt.

Standardmäßig deaktiviert. In-house-Juristen mit einem einzigen Unternehmenskontext benötigen diese Skill nicht — sie arbeiten ausschließlich auf Kanzlei-/Unternehmensebene. Mandats-Workspaces aktivieren sich beim Ersteinrichtungsinterview für externe Kanzleien (Einzel-, kleine und große Kanzleien) oder durch Bearbeitung von ## Mandats-Workspaces in der Kanzlei-CLAUDE.md. Wenn Aktiviert auf steht, erklärt der /mandat-workspace-Befehl den deaktivierten Zustand und empfiehlt /kaltstart-interview --redo für Nutzer, die tatsächlich Mandatsisolierung benötigen.

Die Skill lädt, wenn der Nutzer Mandate anlegen, wechseln, auflisten, schließen oder den Mandatskontext deaktivieren möchte.

Eingaben

  • Unterbefehl: neu, liste, wechsel, schließen oder keine — gefolgt von einem Slug, wo erforderlich
  • Slug: Kleinbuchstaben mit Bindestrichen (z. B. mustermann-gmbh-launch-2026, klindt-prüfung-q3)
  • Für neu: Mandantendaten aus dem Aufnahmeinterview (siehe Ablauf, Schritt 2)

Unterbefehle im Überblick:

  • /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu <slug> — neuen Mandat-Workspace anlegen, Kurzinterview durchführen, mandat.md schreiben
  • /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich liste — Mandate mit Status und aktivem Mandat auflisten
  • /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel <slug> — aktives Mandat setzen
  • /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich schließen <slug> — Mandat archivieren (nie löschen)
  • /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich keine — Mandatskontext deaktivieren, nur auf Kanzleiebene arbeiten

Rechtlicher Rahmen

Mandatsgeheimnis und berufsrechtliche Grundlagen

  • § 43a Abs. 2 BRAO: Verschwiegenheitspflicht des Rechtsanwalts als Kernpflicht des Berufsrechts; gilt für alle Mandatsinformationen ohne zeitliche Begrenzung
  • § 2 BORA: Konkretisierung der Verschwiegenheitspflicht, Pflicht zur Einweisung von Mitarbeitern
  • § 203 StGB: Verletzung von Privatgeheimnissen — strafrechtliche Sanktion bei unbefugter Weitergabe von Mandatsinformationen
  • § 43a Abs. 4 BRAO: Interessenkollisionsverbot — Mandat-Workspace-Trennung unterstützt die Konfliktprüfung, ersetzt sie jedoch nicht

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Aufbewahrungspflichten

  • § 50 BRAO: Aufbewahrungspflicht für Handakten — grundsätzlich 5 Jahre ab Ende des Mandats; Archivierung ist keine Löschung
  • §§ 257 HGB, 147 AO: Allgemeine Aufbewahrungsfristen für kaufmännische und steuerliche Unterlagen (6–10 Jahre)

Ablauf

Schritt 0: Aktivierungsstatus prüfen

CLAUDE.md der Kanzlei lesen und ## Mandats-Workspaces prüfen.

  • Wenn Aktiviert: ✗ → dem Nutzer mitteilen: "Mandats-Workspaces sind deaktiviert — Sie sind als In-house-Praxis mit einem einzigen Mandanten konfiguriert; das Plugin arbeitet automatisch auf Basis des Kanzleikontexts. Wenn Sie tatsächlich mandantenübergreifend tätig sind, führen Sie /produktrecht:produktrecht-kaltstart-interview --redo durch und wählen eine externe Kanzlei-Einstellung. Andernfalls benötigen Sie /mandat-workspace nicht."
  • Wenn Aktiviert: ✓ → weiter mit dem angegebenen Unterbefehl.

Schritt 1: Unterbefehl erkennen und ausführen

Auf das erste Argument (Unterbefehl) reagieren:

  • neu → Aufnahmeinterview durchführen, mandat.md anlegen
  • liste → alle mandate/*/mandat.md aufzählen und Tabelle ausgeben
  • wechsel → aktives Mandat in der CLAUDE.md aktualisieren
  • schließen → Mandat in _archiviert/ verschieben
  • keineAktives Mandat: auf keine — nur Kanzleikontext setzen

Schritt 2: Aufnahmeinterview (nur bei neu)

  1. Prüfen, ob der Slug nicht bereits in mandate/<slug>/ oder mandate/_archiviert/<slug>/ vorhanden ist. Bei Wiederverwendung anderen Slug wählen lassen.
  2. Interview durchführen:
  • Mandant (vertretene Partei oder interner Unternehmensbereich bei In-house)
  • Gegenseite / Beteiligte (andere Partei — können mehrere sein)
  • Mandatstyp (aus dem Kanzleiprofil; für Produktrecht: Produkt-Launch | Feature-Review | Marketingaussagen-Prüfung | Risikoanalyse | Produktbereich dauerhaft | Sonstiges)
  • Vertraulichkeitsstufe (standard | erhöht | Clean-Team — erhöhte Stufe erfordert besondere Vorsicht bei mandatsübergreifenden Einstellungen)
  • Kernsachverhalt (2–5 Sätze: Worum geht es? Wer sind die Beteiligten? Was steht auf dem Spiel?)
  • Mandatsspezifische Abweichungen vom Standardprozess (z. B. "Mandant besteht auf 24 Monaten Haftungsbeschränkung statt 12", "Ton: partnerschaftlich — Gegenseite ist strategischer Partner")
  • Zusammenhängende Mandate (Slugs verbundener Vorgänge)
  1. mandate/<slug>/mandat.md mit der unten beschriebenen Vorlage anlegen.
  2. mandate/<slug>/verlauf.md mit einem "Eröffnet"-Eintrag anlegen.
  3. Leere mandate/<slug>/notizen.md anlegen.
  4. Nicht automatisch wechseln. Fragen: "Möchten Sie jetzt zu <slug> wechseln? (/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel <slug>)"

Schritt 3: Liste ausgeben (nur bei liste)

Alle mandate/*/mandat.md einlesen. Kurze Titelzeile und Statusfelder extrahieren. Tabelle ausgeben:

SlugMandantMandatstypStatusEröffnetAktiv

Aktives Mandat mit * markieren. Archivierte Mandate unter einer separaten Überschrift "Archiviert" aufführen.

Schritt 4: Mandat wechseln (nur bei wechsel)

  1. Prüfen, ob mandate/<slug>/mandat.md existiert. Falls nicht, /produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu <slug> vorschlagen.
  2. Die Zeile Aktives Mandat: in der Kanzlei-CLAUDE.md auf Aktives Mandat: <slug> aktualisieren.
  3. Zusammenfassung aus mandat.md anzeigen, damit der Nutzer das richtige Mandat bestätigen kann.

Schritt 5: Mandat schließen (nur bei schließen)

  1. Prüfen, ob mandate/<slug>/ existiert.
  2. Einen "Geschlossen"-Eintrag mit dem heutigen Datum an mandate/<slug>/verlauf.md anhängen.
  3. mandate/<slug>/ nach mandate/_archiviert/<slug>/ verschieben (§ 50 BRAO: Aufbewahrungspflicht beachten — nie löschen).
  4. Wenn das geschlossene Mandat das aktive Mandat war: Aktives Mandat: auf keine — nur Kanzleikontext setzen.

Schritt 6: Mandatskontext deaktivieren (nur bei keine)

Aktives Mandat: in der Kanzlei-CLAUDE.md auf keine — nur Kanzleikontext setzen. Dem Nutzer bestätigen.

Aktuelle Rechtsprechung & Leitsätze

Kernnormen: §§ 611-630 BGB (Dienstvertrag, Mandatsrecht) — §§ 1-4 ProdHaftG — §§ 3, 3a UWG

  • Quellenregel: Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff; keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen.
## Parteien

**Mandant:** [Name]
**Gegenseite / Beteiligte:** [Name(n)]

## Mandatstyp

[Produkt-Launch | Feature-Review | Marketingaussagen-Prüfung | Risikoanalyse | Produktbereich dauerhaft | Sonstiges — mit einzeiliger Begründung]

## Kernsachverhalt

[2–5 Sätze. Worum geht es? Wer sind die Beteiligten? Was steht auf dem Spiel? Was unterscheidet dieses Mandat vom Standardfall?]

## Mandatsspezifische Abweichungen

*Jede Abweichung vom kanzleiweiten Standard, die nur für dieses Mandat gilt.*

- [z. B. "Haftungsbeschränkung: Mandant besteht auf 24 Monaten statt Kanzleistandard 12 Monate."]
- [z. B. "Ton: partnerschaftlich — Gegenseite ist strategischer Partner."]
- [z. B. "Rechtsstand: österreichisches Recht statt deutschem."]

## Zusammenhängende Mandate

- [Slug — einzeilige Begründung der Verbindung]

## Vertraulichkeitshinweise

[Bei erhöhter Vertraulichkeit oder Clean-Team: Begründung. Wer darf Mandatsdateien einsehen? Ist mandatsübergreifender Kontext auch bei globaler Aktivierung zulässig?]

verlauf.md-Starteintrag

### Verlauf: [Mandant] — [Kurzbeschreibung]

Anhängendes Ereignisprotokoll. Neuestes oben.

---

## [JJJJ-MM-TT] — Mandat eröffnet

Aufnahme abgeschlossen. Slug: `[slug]`. Status: aktiv.
[Anfangskontext, der über mandat.md hinausgeht — z. B. "Eröffnet auf Basis des eingehenden PRD-Entwurfs von [Gegenseite]."]

Beispiel

Sachverhalt: Kanzlei betreut drei Produktrechtsmandate gleichzeitig: Hersteller A (Maschinenlauf-Review), Hersteller B (Health-Claims-Prüfung Nahrungsergänzung), Unternehmen C (dauerhafter Produktrechtsberater).

/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu hersteller-a-maschinen-2026
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu hersteller-b-health-claims
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich neu unternehmen-c-dauerberatung
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich liste
/produktrecht:produktrecht-mandat-arbeitsbereich wechsel hersteller-a-maschinen-2026

Nach dem Wechsel zu hersteller-a-maschinen-2026 liest jede Skill ausschließlich die mandat.md dieses Mandats und schreibt Ausgaben in den zugehörigen Ordner. Kontextüberlauf auf hersteller-b-health-claims ist ausgeschlossen.

Risiken und typische Fehler

  • Mandatskontext-Überlauf: Werden Prüfvermerke für Mandant A mit Informationen aus Mandat B angereichert, liegt ein potenziellerVerstoß gegen § 43a Abs. 2 BRAO und § 203 StGB vor. Der Cross-Mandats-Kontext-Flag darf nur auf explizite Nutzeranfrage aktiviert werden.
  • Slug-Wiederverwendung: Ein neuer Slug acme-launch nach Archivierung von _archiviert/acme-launch erzeugt Verwirrung über welche Version aktiv ist. Die Skill prüft beide Pfade.
  • Zu frühe Mandatsschließung: Fristen nach § 50 BRAO (5 Jahre) dürfen nicht durch frühzeitiges Schließen ausgehebelt werden. Schließen archiviert; es löscht nie.
  • Vergessener Mandatswechsel: Wenn nach der Arbeit an Mandat A kein expliziter Wechsel erfolgt, arbeitet die nächste Skill weiter im Kontext von Mandat A. Regelmäßig /mandat-workspace liste aufrufen, um zu prüfen, welches Mandat aktiv ist.
  • Keine automatische Interessenkonfliktprüfung: Diese Skill kann keine Interessenkonflikte i. S. d. § 43a Abs. 4 BRAO feststellen. Das ist Aufgabe des Anwalts. Das Aufnahmeinterview erfasst, was der Nutzer erklärt — nicht was wirklich zutrifft.
  • Clean-Team-Mandate: Bei Clean-Team-Vertraulichkeit ist mandatsübergreifender Kontext auch bei globalem Ein nicht zulässig. Explizit in der mandat.md unter Vertraulichkeitshinweise vermerken.

Quellenpflicht

  • Berufsrecht: BRAO-Volltext (gesetze-im-internet.de), BORA, FAO
  • Aufbewahrung: § 50 BRAO, ggf. §§ 257 HGB, 147 AO
  • Rechtsprechung: amtliche oder frei zugängliche Quellen; lizenzierte Datenbanken nur bei vorhandenem Zugang — BGH-Entscheidungen zum Mandatsgeheimnis und Interessenkonflikt in der Form BGH, Urt. v. TT.MM.JJJJ – Az., Fundstelle Rn. X

Quellen, die nur aus Modellwissen stammen, nicht als zitierfähige Fundstelle ausgeben. Pinpoint-Zitate nur verwenden, wenn Randnummer, Seite oder amtlicher Leitsatz aus der konkreten Quelle geprüft wurde.

Hinweis: Dieser Skill hält Produktmandate sauber getrennt und stärkt damit die anwaltliche Arbeitsorganisation; Interessenkonflikte bewertet weiterhin der verantwortliche Rechtsanwalt.

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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