Workflow redteam qualitygate
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⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co
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Wenn es um Red-Team Qualitygate in Phishing-Vorfall-Prüfer geht: zerlegt Ergebnis, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und Gegenposition; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.
SKILL.md
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Red-Team Qualitygate
Arbeitsauftrag
Dieser Arbeitsgang macht Red-Team Qualitygate im Bereich phishing-vorfall-pruefer sofort bearbeitbar: erst Akte lesen, dann Rollen, Ziel, Fristen, Belege und Entscheidungspunkte ordnen. Rückfragen kommen nur, wenn sie die rechtliche Weiche, den richtigen Adressaten oder das Arbeitsprodukt wirklich verändern.
Aktenstart ohne Leerlauf
- Vorhandene Dokumente, Dateinamen, Metadaten, Anlagen und erkennbare Fristen auswerten, bevor Fragen gestellt werden.
- Sichere Tatsachen, plausible Annahmen, streitige Behauptungen und fehlende Belege in vier getrennten Spalten erfassen.
- Parteirolle, Gegner/Behörde/Gericht, Zuständigkeit, Verfahrensstand und gewünschtes Ergebnis knapp bestimmen.
- Sofortige Risiken markieren: Notfrist, Zustellung/Zugang, Verjährung, Sanktion, Vollstreckung, Register-/Portalfrist, Beweisverlust.
- Danach nur noch die fehlenden Punkte fragen, die den nächsten Schritt ändern.
Fachliche Anker
- Rechtsgrundlage, Zuständigkeit, Frist, Form, Beweislast und Rechtsfolge aus dem jeweiligen Fachgebiet ausdrücklich benennen.
- Spezialnormen aus den angrenzenden Fachskills dieses Plugins vor Ausgabe gegen Gesetzestext oder amtliche Quelle prüfen.
- Keine Rechtsprechung oder Literatur aus Modellwissen erzwingen; nur verifizierte, frei prüfbare Fundstellen verwenden.
Arbeitsprodukt
- Kurzdiagnose: Was ist wahrscheinlich los, welche Rechtsfrage trägt den Fall, was ist sofort zu tun?
- Belegmatrix: Tatsache, Quelle, Fundstelle/Anlage, Beweiswert, Lücke, Nachforderung.
- Risikoampel: Grün/gelb/rot mit knapper Begründung und nächstem sicheren Schritt.
- Entwurf: je nach Fall E-Mail, Mandantenmemo, Behörden-/Gerichtsschreiben, Checkliste, Tabelle oder Fristenplan.
- Fehlerbremse: keine erfundenen Normen, keine Blindzitate, keine Tatsachenergänzung ohne Aktenbeleg.
Ergänzende Hinweise
Red-Team-Prüfpunkte Phishing-Vorfall
- Autorisierung: Wurde die Zahlung tatsächlich nicht autorisiert (§ 675u BGB) oder autorisiert unter Täuschung (§ 675j BGB)? Diese Unterscheidung ist Weichenstellung für die gesamte Rechtsfolgenkette.
- Beweislast: Bank trägt Beweislast für Autorisierung und ordnungsgemäße Aufzeichnung nach § 675w BGB — wurde das im Schreiben adressiert?
- Mitverschulden: Wurde § 675v BGB (insb. grobe Fahrlässigkeit Kunde) sauber abgegrenzt? PIN-Weitergabe, Click auf Phishing-Link allein begründet nach BGH keine pauschale grobe Fahrlässigkeit (BGH XI ZR 91/14).
- Frist § 676b Abs. 2 BGB: 13-Monats-Frist gegenüber Bank, sonst Ausschluss — gewahrt?
- Starke Kundenauthentifizierung: § 1 Abs. 24 ZAG geprüft? PSD2 Art. 97; bei Verstoß § 675v Abs. 4 BGB: Kunde haftet nicht.
- Strafanzeige: §§ 263a, 269, 202c StGB richtig benannt, ggf. § 202a (Ausspähen Daten), § 269 (Fälschung beweiserheblicher Daten).
- Halluzinations-Check: Keine erfundenen BGH-Az.; verbreitete Az. sorgfältig prüfen (z. B. BGH XI ZR 91/14 - Phishing).
Praxis-Tipp
Die häufigste Fehlbewertung: pauschale Annahme, der Kunde habe wegen Klick auf Phishing-Link "grobe Fahrlässigkeit" begangen. BGH 26.01.2016, XI ZR 91/14 differenziert: das bloße Folgen eines vortäuschend echten Hinweises trägt nicht zwingend grobe Fahrlässigkeit — entscheidend sind die konkreten Sicherheitsvorkehrungen der Bank und die Erkennbarkeit der Täuschung im Einzelfall.
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