Staedtebaulicher vertrag folgekostenvertrag
Wenn es um Folgekostenvertrag: Bedarf, Kausalität und Gesamtkonzept in Normenkontrolle Bauleitplanung — Paragraf 47 VwGO geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert ein direkt nutzbares Arbeitsprodukt mit Prüfpunkten, Risiken und nächstem Schritt.From its SKILL.md
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Folgekostenvertrag: Bedarf, Kausalität und Gesamtkonzept
Einsatz
Dieser Skill prüft Verträge, mit denen Folgekosten für Schulen, Kindertagesstätten, Verkehr, Grün, Entwässerung oder soziale Infrastruktur auf Vorhabenträger oder Grundstückseigentümer verlagert werden.
Pflichtnormen
- BauGB Paragraf 1 Absatz 3: städtebauliche Erforderlichkeit der Planung oder Vertragsbindung.
- BauGB Paragraf 1 Absatz 7: Abwägungsgebot als Kontrollmaßstab für Plan und Vertragsfolgen.
- BauGB Paragraf 2 Absatz 3: Ermittlung und Bewertung des Abwägungsmaterials.
- BauGB Paragraf 11 Absatz 1 und Absatz 2: Vertragsgegenstand, Kausalität und Angemessenheit städtebaulicher Verträge.
- BauGB Paragraf 214 und Paragraf 215: Beachtlichkeit und Fristbindung von Planfehlern.
- BauGB Paragraf 11 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3: Übernahme von Kosten und Aufwendungen für städtebauliche Maßnahmen als Voraussetzung oder Folge des Vorhabens.
Leitentscheidungen
- BVerwG, Urteil vom 29.01.2009 - 4 C 15.07, Fundstelle ECLI:DE:BVerwG:2009:290109U4C15.07.0: Ein Folgekostenvertrag kann auch bei mehreren Bebauungsplangebieten tragfähig sein, wenn ein transparentes gemeindliches Gesamtkonzept die Kausalität der Folgemaßnahmen nachvollziehbar belegt.
- BVerwG, Urteil vom 25.11.2005 - 4 C 15.04, Fundstelle ECLI:DE:BVerwG:2005:251105U4C15.04.0: Interne Planungs- und Verwaltungskosten können nur übernommen werden, soweit sie einer städtebaulichen Maßnahme zurechenbar und nicht Kern nicht delegierbarer Gemeindeaufgaben sind.
Prüfraster
- Folgeeinrichtung konkret benennen und von allgemeiner Infrastrukturpolitik trennen.
- Bedarf durch das Vorhaben oder ein beschlossenes, nachvollziehbares Gesamtkonzept belegen.
- Kostenansatz, Umlageschlüssel, zeitlichen Zusammenhang und Flächenbezug nachrechnen.
- Angemessenheit der Belastung für den konkreten Vertragspartner prüfen.
- Rückforderung, Entreicherungseinwand und Treu-und-Glauben-Korrektur getrennt behandeln.
Beispielanwendung
Bei einem Neubaugebiet wird ein pauschaler Kita-Beitrag pro Quadratmeter verlangt. Entscheidend ist nicht die Pauschale als solche, sondern ob das Ratskonzept transparent zeigt, welche realisierbaren Baugebiete welchen zusätzlichen Bedarf auslösen.
Anti-Muster
- Keine pauschale Aussage, der Vertrag sei schon deshalb wirksam, weil alle Beteiligten ihn unterschrieben haben.
- Keine Festsetzung ohne Rechtsgrundlage, Bestimmtheit und erkennbare städtebauliche Rechtfertigung stehen lassen.
- Keine Vermischung von politischem Wunsch, vertraglicher Zusage und normativer Festsetzung.
- Keine beitragsfähigen Erschließungskosten als Folgekostenvertrag tarnen.
Arbeitsprodukt
Erzeuge eine Folgekosten-Matrix mit Maßnahme, Bedarfsauslöser, Kostenansatz, Umlageschlüssel, Vertragsklausel, Risiko und empfohlener Korrekturformulierung.
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