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Mittelstand ma insolvenzreife

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Wenn es um Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck (Mittelstand) in Mittelstands-Corporate/M&A geht: erstellt den passenden Entwurf aus Sachverhalt, Norm, Beweis und Antrag; liefert einen verwertbaren Entwurf mit Anträgen, Begründung und Anlagenlogik.From its SKILL.md

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Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck (Mittelstand)

Arbeitsbereich

Unternehmen in M&A-Situation oder Krise und Anwalt prüft ob Insolvenzantragspflicht besteht: Zahlungsunfähigkeit drohende Zahlungsunfähigkeit Überschuldung StaRUG-Schwelle. Normen §§ 17-19 InsO § 15a InsO §§ 1-4 StaRUG. Prüfraster Zahlungsunfähigkeitstest Überschuldungsprüfung Fortbestehensprognose Antragspflicht-Timing. Output Insolvenzreife-Ampel Antragspflicht-Gutachten Handlungsempfehlung. Abgrenzung zu restructuring-starug-insolvenzplan (Plangestaltung) und liquiditaetsvorschau (Cash-Modell). Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; AO §§ 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law

  • Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck (Mittelstand) und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
  • Arbeitsmodus: Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen.
  • Outputpflicht: Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper.
  • Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

Fachkern: Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck (Mittelstand)

  • Normen-/Quellenanker: GmbHG, HGB, BGB, UmwG, WpÜG/GWB/AWG je nach Transaktion, Satzung, Geschäftsordnung, Gesellschafterbeschluss und Beiratsordnung.
  • Entscheidende Weiche: Trenne Dealstruktur, Organbeschluss, Zustimmungsvorbehalt, Informationsrecht, Haftung, Interessenkonflikt und Vollzugsdokument.

Kernsachverhalt

Im Mittelstand ist die Insolvenzreife-Prüfung besonders heikel, weil der Gesellschafter-Geschäftsführer häufig selbst der einzige Entscheidungsträger ist und keine unabhängige Kontrolle stattfindet. Die Antragspflicht (§ 15a InsO) trifft ihn persönlich und ist strafrechtlich bewehrt (§ 15a Abs. 4 InsO). Gleichzeitig liegen die Warnsignale — BWA mit Verlusten, überzogener Kontokorrentkredit, Steuerrückstände, Lieferantensperren — oft offen auf dem Tisch, werden aber als vorübergehend bagatellisiert. In M&A-Prozessen gefährdet die Insolvenzreife des Zielunternehmens nicht nur das Closing, sondern führt auch dazu, dass der Käufer Schadensersatz verlangen kann oder vom Vertrag zurücktreten darf. Für den Berater ist die Dokumentation des Zeitpunkts der Kenntniserlangung von entscheidender Bedeutung.

Kaltstart-Rückfragen

  1. Welches ist der konkrete Anlass — DD-Krisencheck, GF-Beratung, StaRUG-Frühwarnung, laufender M&A-Prozess mit Liquiditätszweifel?
  2. Liegen vor: Bankkontoauszüge (aktuell), OPOS Kreditoren, BWA mit SuSa, letzter Jahresabschluss, Steuerrückstandsauskunft?
  3. Besteht ein überzogener Kontokorrentkredit? Hat die Hausbank Bedenken geäußert oder Kreditkündigungen angedroht?
  4. Sind Steuerrückstände (Finanzamt, Krankenkassen) vorhanden? Gibt es Vollstreckungsankündigungen oder -beschlüsse?
  5. Existieren Lieferantensperren oder Vorkasseforderungen als Krisenindikator?
  6. Hat der Steuerberater auf Fortführungszweifel hingewiesen (§ 321a HGB analog, Going-Concern)?
  7. Welche M&A-Auswirkungen sind zu prüfen — MAC-Trigger, Closing Condition, Kaufpreisminderung?
  8. Kennt der GF seine persönliche Haftungsexposition aus § 15b InsO?
  • Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

Rechtsgrundlagen

Normtexte

NormRegelungsinhalt (Auszug)
§ 17 InsOZahlungsunfähigkeit: > 10 % Deckungslücke über 3 Wochen; maßgeblich für Antragspflicht
§ 18 InsODrohende Zahlungsunfähigkeit: Prognosezeitraum 24 Monate; StaRUG-Öffner
§ 19 InsOÜberschuldung: Passiva > Aktiva (Überschuldungsstatus); positiver Prognose als Korrektiv
§ 15a InsOAntragspflicht: GmbH-GF, Vorstand, Liquidator; 3 Wochen (ZU), 6 Wochen (ÜS)
§ 15a Abs. 4 InsOStrafbarkeit der Insolvenzverschleppung: bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe
§ 15b InsOZahlungsverbote nach Insolvenzreife; GF haftet persönlich für masseschmälernde Zahlungen
§ 43 GmbHGSorgfaltspflicht des GF: Pflicht zur Liquiditätsüberwachung und frühzeitigen Krisenreaktion
§ 64 S. 1 GmbHG a.F.(heute § 15b InsO): GF-Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife; durch Gesetzesreform 2021 in § 15b InsO überführt
§§ 1–93 StaRUGVorinsolvenzlicher Restrukturierungsrahmen: Zugang nur bei § 18 InsO, nicht bei § 17 oder § 19 InsO ohne Prognose

Leitentscheidungen

GerichtAz.DatumLeitsatz (kurz)

Prüfschema (Mittelstand)

Vorab: Der untenstehende ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.

SchrittPrüfungspunktInhaltErgebnis
1Datenqualität sicherstellenBankkontoauszüge, OPOS, BWA, JA, Steuerrückstandsauskunft; Lücken mit Verantwortlichem und FristDatenlücken-Liste
2Krisenindikator-ScreeningÜberzogener Kontokorrentkredit, Rücklastschriften, Lieferantensperren, Steuerrückstände, GF-RatlosigkeitIndikatoren dokumentiert
3Liquiditätsstatus erstellenAktuelle Banksalden; OPOS fällig < 3 Wochen; Deckungslücke berechnenDeckungslücke EUR [X]
4§ 17 InsO-PrüfungDeckungslücke > 10 %? Dauer > 3 Wochen? Ausreichende Einzahlungen plausibel?§ 17 InsO: [Ja / Nein / unklar]
5Kontokorrentkredit-StatusKK ausgeschöpft? Bank hat Limit reduziert? Kreditkündigung droht?KK-Status
6Steuer- und SV-RückständeFinanzamt, Krankenkassen, Berufsgenossenschaft; Vollstreckungsbescheide prüfenSteuer/SV-Schulden
7Überschuldungsstatus (§ 19 InsO)Bilanz-Passiva > Aktiva? Stille Lasten aufdecken: Pensionen, Prozessrisiken, BürgschaftenÜberschuldung: [Ja / Nein]
8Fortbestehensprognose12 Monate: konkrete Finanzierungszusage, Auftragsbestand, Saisonalität; nicht nur HoffnungPrognose: [positiv / negativ]
9§ 18 InsO / StaRUG-EignungDrohende Zahlungsunfähigkeit 24 Monate; COMI in Deutschland; keine laufende InsolvenzStaRUG: [geeignet / nicht geeignet]
10Antragspflicht-Frist§ 15a InsO: Fristbeginn dokumentieren; GF über Strafrechtrisiko informierenFrist: [Datum]
11§ 15b InsO-ExpositionWelche Zahlungen seit Insolvenzreife? GF über Rückforderungsrisiko aufklärenZahlungs-Protokoll
12StaRUG-FrühwarnsystemRestrukturierungsbeauftragter empfehlen? StaRUG-Anzeige? Gläubigergespräch?StaRUG-Fahrplan
13Deal-Impact (M&A)MAC-Klausel, Closing Condition, W&I-Ausschluss, Kaufpreisminderung durch Net Debt-ErhöhungDeal Impact Memo
14Steuerberater und GF informierenSchriftlicher Hinweis auf Insolvenzreife und persönliche Haftung; DokumentationHinweis-Schreiben
15Senior-Review und EskalationInsolvenzrechtsspezialist einbinden; Human-in-the-loop; Mandats-DokumentationEskalation dokumentiert

Mittelstand-Krisenindikator-Checkliste

IndikatorSchwellenwert / KriteriumHandlungsbedarf
KontokorrentkreditÜber 80 % ausgenutzt; Limit-Reduktion durch BankBankgespräch; StaRUG prüfen
RücklastschriftenMehr als 2 in einem MonatSofortige Liquiditätsvorschau
SteuerrückständeUmsatzsteuer > 2 Monate offenRatenzahlungsantrag; Insolvenzreife prüfen
LieferantensperrenVorkasseforderungen > 3 LieferantenVerhandlungen; Liquiditätsstatus erstellen
Lohnzahlung verzögertLöhne > 5 Tage nach Fälligkeit§ 17 InsO-Prüfung sofort
BWA-VerlustKumulierter Verlust > 50 % des Eigenkapitals§ 19 InsO-Prüfung
Jahresabschluss-TestatPrüfer verweigert Testat oder erteilt eingeschränktes TestatSofortige Beratung

Beweislast

BeweisthemaBeweislastträgerBeweismittel
Zahlungsunfähigkeit bei AntragspflichtInsolvenzverwalterBankkontoauszüge, OPOS, Rücklastschriften
FortbestehensprognoseGFFinanzierungszusage (schriftlich), Auftragsbestand
Zeitpunkt der KenntniserlangungGF / InsolvenzverwalterBWA, E-Mails, Beraterkorrespondenz, Protokolle
Masseschmälernde Zahlungen § 15bInsolvenzverwalterKontoauszüge, Buchungsbelege, Stichtagsdokumentation

Fristen und Verjährung

FristtypDauerNormHinweis
Antragspflicht — ZU3 Wochen§ 15a Abs. 1 InsOStrafrechtliche Sanktion § 15a Abs. 4 InsO
Antragspflicht — Überschuldung6 Wochen§ 15a Abs. 1 InsOKeine Verlängerung
§ 15b-Haftung — Verjährung3 Jahre ab Kenntnis§§ 195, 199 BGBDirekthaftung GF
StaRUG-RahmenMax. 24 Monate§§ 31, 33 StaRUGBei § 17 InsO kein StaRUG-Zugang

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

KonstellationEmpfohlener Weg
Standard — Insolvenzreife für Mittelstand prüfenInsolvenzreife-Prüfung nach Schema; Schriftsatz unten
Variante A — Mittelstand hat noch Gesellschafter-DarlehenNachrangigkeit prüfen; Eigen- vs Fremdkapital abgrenzen
Variante B — Sanierungs-LOI mit Investor vorhandenFortbestehensprognose mit LOI als Grundlage
Variante C — Betrieb soll kurzfristig eingestellt werdenKontrolllierte Liquidation statt Insolvenzantrag prüfen

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Schriftsatzbausteine

Baustein 1 — Hinweisschreiben an GF (Insolvenzreife-Verdacht)

ANWALTLICH VERTRAULICH

An: [Name Geschäftsführer]
Von: [Kanzlei]
Datum: [TT.MM.JJJJ]

Betreff: Erste Einschätzung zur Liquiditätslage [Firma GmbH]

Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name],

auf Grundlage der uns vorliegenden Unterlagen (Bankkontoauszug [Datum], BWA [Monat],
OPOS Kreditoren [Datum]) teilen wir Ihnen folgende erste Einschätzung mit:

LIQUIDITÄTSSTATUS: Die fälligen Verbindlichkeiten übersteigen die verfügbare Liquidität
um EUR [X] (ca. [Y] %). Dies überschreitet die BGH-Schwelle für Zahlungsunfähigkeit

PERSÖNLICHE HAFTUNG: Bei Eintritt der Zahlungsunfähigkeit sind Sie als Geschäftsführer
verpflichtet, innerhalb von 3 Wochen Insolvenzantrag zu stellen (§ 15a InsO). Zahlungen,
die Sie nach Eintritt der Insolvenzreife leisten, können von einem späteren
Insolvenzverwalter von Ihnen persönlich zurückgefordert werden (§ 15b InsO).

EMPFOHLENE MASSNAHMEN:
1. Sofortige Liquiditätsvorschau (nächste 3 Wochen) aufstellen.
2. Steuerberater bis [Datum] konsultieren (aktualisierte BWA und Steuerstatus).
3. Prüfen, ob StaRUG-Frühwarnung eingeleitet werden kann.
4. Insolvenzantrag-Fristbeginn dokumentieren.

Diese Einschätzung ersetzt keine vollständige insolvenzrechtliche Stellungnahme.
Wir empfehlen die sofortige Einschaltung eines Restrukturierungsspezialisten.

[Kanzlei, Unterschrift]

Baustein 2 — Deal-Impact-Memo für den Käufer

VERTRAULICH — Deal Impact Memo
Projekt: [Deal-Code]
Datum: [TT.MM.JJJJ]

Liquiditätsstatus Zielgesellschaft: AMPEL ROT (Stand [Datum])

DEAL-AUSWIRKUNGEN:

1. MAC-Klausel (SPA Ziffer [X]): Die festgestellte Liquiditätslücke von EUR [X]
 (> 10 % der fälligen Verbindlichkeiten) könnte als Material Adverse Change
 im Sinne der SPA-Definition zu qualifizieren sein.
 EMPFEHLUNG: Vollzug suspendieren bis zur Klärung.

2. Closing Condition: Garantie der Zahlungsfähigkeit (SPA Ziffer [X]) ist bei
 Zahlungsunfähigkeit nicht erfüllt. Käufer kann Vollzug verweigern.

3. Net Debt Erhöhung: Steuerrückstände EUR [X] und KK-Überziehung EUR [Y] erhöhen
 Net Debt um EUR [Z] → Kaufpreisminderung von EUR [Z] (per SPA-Mechanik).

4. W&I-Versicherung: Police Ziffer [X] schließt Schäden aus, die auf Insolvenzreife
 beruhen. W&I-Broker informieren.

NÄCHSTE SCHRITTE:
- Käufer-Anwalt: MAC-Analyse bis [Datum] abschließen.
- Käufer-Geschäftsführung: Finanzierungsbereitschaft bei MAC-Szenario neu bewerten.
- W&I-Broker: Police-Ausschlüsse bis [Datum] klären.

--- vor Versand klären ---

  1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
  2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
  3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]

Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klärenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.

Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.

Streitwert und Kosten

SchadensfallAnsatzNorm
§ 15b InsO-Haftung GFSumme masseschmälernder Zahlungen§ 15b InsO
StaRUG-BeratungskostenEUR 30.000–300.000 je nach KomplexitätBudgetplanung GF
Kaufpreisminderung (Net Debt)Betrag der Schulden-MehrungSPA Completion Accounts
InsolvenzverschleppungsschadenGläubigerschaden durch verzögerten Antrag§§ 823 Abs. 2, 826 BGB

Strategische Empfehlung

AkteurEmpfehlung
GmbH-GFWöchentlichen Liquiditätscheck durchführen; Steuerberater als Frühwarnsystem nutzen; bei Deckungslücke sofort Anwalt — keine Hoffnung auf Besserung ohne Plan
SteuerberaterBWA proaktiv auswerten; Mandant bei Warnsignalen schriftlich hinweisen; Haftungsrisiko aus Schweigen kennen
Käufer (Mittelstand-DD)Insolvenzreife als Closing Condition absichern; MAC-Klausel mit konkretem Liquiditätsschwellenwert; Net-Debt-Stichtag wählen

Anschluss-Skills

  • mittelstand-ma-liquiditaetsvorschau — Detaillierte Liquiditätsplanung
  • corporate-kanzlei-restructuring-starug-insolvenzplan — StaRUG-Planung
  • mittelstand-ma-aktenanlage — Dokumentation und Aktenführung
  • anw-insolvenzreife-pruefung-17-19-inso — Technische Insolvenzprüfung

Quellen

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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