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Beirat verguetung

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Wenn es um Beirat: Vergütung, Auslagen, D&O Und Interessenkonflikte in Mittelstands-Corporate/M&A geht: entwickelt Verhandlungsziel, Vergleichskorridor und Eskalationspfad; liefert eine Verhandlungs- oder Eskalationslinie mit Optionen.From its SKILL.md

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Beirat: Vergütung, Auslagen, D&O Und Interessenkonflikte

Wofür Dieser Skill Da Ist

Dieser Skill prüft, ob ein GmbH-Beirat im Mittelstand Geld, Auslagenersatz, Sitzungsgelder, variable Vergütung, D&O-Schutz oder Haftungsfreistellung rechtssicher erhalten kann. Er trennt gesellschaftsrechtliche Beschlusszuständigkeit, Organähnlichkeit, Interessenkonflikt und praktische Dokumentation.

Normenanker

  • GmbHG § 45 Abs. 1: Satzungsautonomie als Grundlage für Beiratsordnung und Vergütungsregime.
  • GmbHG § 46 Nr. 5 und Nr. 6: Gesellschafterzuständigkeit für Organ-/Überwachungsfragen und Kontrollmaßnahmen.
  • GmbHG § 52 Abs. 1: Verweisungslogik bei fakultativem Aufsichtsrat; AktG-Vorschriften nicht schematisch, sondern nur bei entsprechender Ausgestaltung.
  • GmbHG § 43 Abs. 1 und 2: Geschäftsführerhaftung, wenn Zahlungen ohne Grundlage oder außerhalb des Gesellschaftsinteresses veranlasst werden.
  • GmbHG §§ 30, 31: Kapitalerhaltung bei Gesellschafter-/Nahestehenden-Zahlungen im Grenzbereich.
  • BGB §§ 611, 612, 675: dienstvertragliche Einordnung von Beiratsleistungen und Vergütungserwartung.
  • BGB §§ 134, 138, 181, 242: Gesetzesverstoß, Sittenwidrigkeit, Insichgeschäft, Treuepflicht und Missbrauchskontrolle.
  • AktG §§ 113, 114 nur als Vergleichs- und Vorsichtsanker, wenn der Beirat aufsichtsratsähnlich arbeitet.

Prüfung

  1. Grundlage prüfen: Satzung, Beiratsordnung, Gesellschafterbeschluss, Dienstvertrag oder nur faktische Übung? Ohne tragfähige Grundlage keine automatische Vergütung.
  2. Rolle einordnen: Berater, Familienbeirat, Investorenbeirat, Sanierungsbeirat oder aufsichtsratsähnliches Kontrollorgan? Die Vergütung muss zur Funktion passen.
  3. Beschlusszuständigkeit sichern: Wer entscheidet über Höhe, Auslagen, D&O und Freistellung? Befangene Gesellschafter/Beiräte und § 181 BGB mitdenken.
  4. Drittvergleich machen: Sitzungsgeld, Pauschale, Stundensatz, Erfolgsbonus und Sonderberatung getrennt bewerten; bei Gesellschaftern und Angehörigen besonders sauber dokumentieren.
  5. Variable Vergütung begrenzen: Boni für Exit, Finanzierung, Sanierung oder EBITDA können Interessenkonflikte auslösen; Erfolgsvergütung nur mit klarer Bemessung, Cap und Compliance-Gate.
  6. Auslagen und Sondermandate trennen: Reisekosten, Spesen, externe Beratung, Projektarbeit und Beiratstätigkeit nicht in einer Pauschale vermischen.
  7. D&O/Freistellung formulieren: Deckungssumme, Selbstbehalt, Ausschlüsse, grobe Fahrlässigkeit/Vorsatz, Innenregress und Nachhaftung offen regeln.
  8. Steuer-/SV-Plausibilität markieren: Umsatzsteuer, Lohnsteuer, verdeckte Gewinnausschüttung und Sozialversicherung nicht final beraten, aber als Prüfauftrag sichtbar machen.

Red Flags

  • Beiratsmitglied ist zugleich Gesellschafter, Berater, Bankvertreter, Investor oder Angehöriger und stimmt über eigene Vergütung mit.
  • Erfolgsbonus belohnt riskante Transaktion, obwohl der Beirat neutral kontrollieren soll.
  • D&O-Freistellung deckt vorsätzliches oder evident pflichtwidriges Verhalten.
  • Vergütung wird ohne Gesellschafterbeschluss aus Geschäftsführerkompetenz bezahlt.
  • Sonderberatung wird als Beiratspauschale versteckt.
  • In der Krise werden Beiratszahlungen fortgeführt, während Liquiditätsstatus, Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ungeklärt sind.

Arbeitsprodukt

Gib eine Vergütungsmatrix aus:

  • Beiratsrolle
  • Rechtsgrundlage
  • Vergütungsart
  • Beschlusszuständigkeit
  • Konflikt-/Befangenheitsrisiko
  • Drittvergleich
  • Steuer-/SV-Hinweis
  • Formulierungsvorschlag
  • Protokollnotiz

Quellenhygiene

Rechtsprechung nur verwenden, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbare Quelle vorliegen. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

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