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Beirat katalog wesentlicher kontrollfunktion

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Wenn es um Beirat: Katalog Wesentlicher Geschäfte Und Kontrollfunktion in Mittelstands-Corporate/M&A geht: rechnet Schwellen, Beträge, Varianten und Kontrollannahmen durch; liefert eine Berechnungstabelle mit Schwellen, Annahmen und Kontrollfragen.From its SKILL.md

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Beirat: Katalog Wesentlicher Geschäfte Und Kontrollfunktion

Wofür Dieser Skill Da Ist

Dieser Skill baut oder prüft den Katalog zustimmungsbedürftiger Geschäfte eines GmbH-Beirats. Ziel ist kein dekorativer Beirat, sondern ein Katalog, der Geschäftsführung wirklich steuert, Minderheiten schützt, Banken/Investoren beruhigt und trotzdem nicht jeden operativen Vorgang blockiert.

Normenanker

  • GmbHG § 37 Abs. 1: Innenbindung der Geschäftsführer durch Gesellschaftsvertrag und Gesellschafterbeschlüsse.
  • GmbHG § 43 Abs. 1 und 2: Sorgfaltspflichten und Haftungsmaßstab der Geschäftsführer.
  • GmbHG § 45 Abs. 1: Satzungsautonomie für innere Ordnung der GmbH.
  • GmbHG § 46 Nr. 5 und Nr. 6: Bestellung/Abberufung sowie Maßregeln zur Prüfung und Überwachung der Geschäftsführung.
  • GmbHG § 52 Abs. 1: fakultativer Aufsichtsrat und Verweisungslogik, wenn der Beirat aufsichtsratsähnlich ausgestaltet wird.
  • BGB §§ 133, 157: Auslegung von Satzung, Beiratsordnung und Zustimmungsvorbehalt.
  • BGB §§ 241 Abs. 2, 242: Treuepflicht, Rücksichtnahme und Missbrauchskontrolle bei Beirats-/Gesellschafterentscheidungen.
  • MitbestG/DrittelbG nur als Abgrenzung: nicht versehentlich einen fakultativen Beirat mit einem zwingenden Aufsichtsrat verwechseln.

Prüfung

  1. Rechtsgrundlage finden: Steht der Beirat in Satzung, Gesellschafterbeschluss, Geschäftsordnung, Beiratsordnung oder nur in einem Nebenvertrag? Nur satzungs- oder sauber beschlussgestützte Zuständigkeiten sind im Konflikt robust.
  2. Kompetenzniveau festlegen: Beratung, Informationsrecht, Zustimmungsvorbehalt, Veto, Eskalationsrecht oder echte Kontrollfunktion? Je näher am Organ, desto präziser müssen Amtszeit, Beschlussfassung, Haftung und Konflikte geregelt sein.
  3. Katalog zuschneiden: M&A, Budget, Finanzierung, Investitionen, Grundstücke, IP, Personal der ersten Führungsebene, Litigation, Compliance, Related-Party-Geschäfte und Insolvenz-/Sanierungsmaßnahmen getrennt mit Schwellenwerten regeln.
  4. Schwellenwerte setzen: absolute Beträge, Budgetabweichung, Umsatz-/EBITDA-Bezug, Laufzeit, Risikoexposure und Konzern-/Drittvergleich. Keine Formeln, die im Alltag niemand rechnen kann.
  5. Eilkompetenz bauen: Geschäftsführung darf bei Gefahr im Verzug handeln, muss aber unverzüglich informieren und nachgenehmigen lassen; sonst wird der Katalog zur Haftungsfalle.
  6. Deadlock entschärfen: Stichentscheid, Eskalation an Gesellschafterversammlung, Cooling-off, unabhängiger Experte oder Sunset-Klausel. Ein Zustimmungskatalog ohne Deadlock-Regel ist im Mittelstand ein Konfliktbeschleuniger.
  7. Protokollspur sichern: Vorlage, Abstimmung, Enthaltungen, Interessenkonflikte, Nachfragen, Unterlagenstand und Beschlussfassung so dokumentieren, dass später erkennbar ist, worüber entschieden wurde.

Red Flags

  • Zustimmungsvorbehalt ist so weit, dass die Geschäftsführung praktisch nicht mehr eigenverantwortlich handeln kann.
  • Beirat soll Geschäftsführer faktisch instruieren, ohne Satzungsgrundlage, Haftungsregel und Konfliktmechanik.
  • Schwellenwerte passen nicht zur Unternehmensgröße oder werden durch Stückelung leicht umgangen.
  • Investor, Bank oder Familiengesellschafter bekommt Sondermacht, ohne Treuepflicht- und Gleichbehandlungsprüfung.
  • Keine Regel zu Interessenkonflikten, Vertraulichkeit, Enthaltung und Informationsweitergabe.
  • Katalog enthält Sanierungs-, Insolvenz- oder Liquiditätsmaßnahmen, ohne Fristen für schnelle Beschlüsse.

Arbeitsprodukt

Erstelle eine Tabelle mit diesen Spalten:

  • Geschäftstyp
  • Schwelle
  • zuständiges Gremium
  • Unterlagenpaket
  • Frist für Zustimmung
  • Eilregel
  • Deadlock-Folge
  • Begründung
  • Haftungs-/Treuepflicht-Risiko

Quellenhygiene

Rechtsprechung nur verwenden, wenn Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbare Quelle vorliegen. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

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