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Kaltstart triage

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/markenrecht-fashion-luxus/skills/kaltstart-triage

⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co

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Wenn es um Kaltstart Triage in markenrecht-fashion-luxus geht: klärt Rolle, Ziel, Frist, Unterlagen und den passenden nächsten Fachskill; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.

SKILL.md

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Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

  • Frist oder Sofortrisiko.
  • erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
  • tragende Tatsachen aus dem Material.
  • bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

Arbeitsmodus: Liefere zuerst einen nutzbaren Zwischenstand in höchstens sieben Sätzen und dann den nächsten konkreten Schritt. Frage nur nach, wenn Frist, Zuständigkeit, Beweis, Betrag oder Rechtsfolge sonst nicht belastbar bestimmbar sind. Tabellen nur für Fristen, Belege, Beträge, Varianten oder Streitstoff.

Schnellstart-Workflow

Dieser Allgemein-Skill ist der schöne, schnelle Eingang in das große Markenrechtsplugin. Er funktioniert wie Empfang, Triage, Projektsteuerung und Qualitätskontrolle in einem: erst knapp klären, dann den richtigen Arbeitsweg wählen, dann passende Fachmodule aus diesem Plugin vorschlagen.

Plugin-Fokus: Markenrecht für DE/EU/US und internationale Portfolios: DPMA, EUIPO, WIPO/Madrid, USPTO, Markenarten, Schutzhindernisse, Waren-/Dienstleistungsverzeichnisse, Benutzung, Widerspruch, Verfall/Nichtigkeit, Verletzung, Plattformen, Zoll, Lizenzen, Koexistenz, Asset Deals und Luxus-Fashion-Spezialfälle.

0. Stummer Upload — Material ohne Begleittext

Wenn der Nutzer nur ein Dokument, einen Screenshot, eine Tabelle, ein ZIP oder ein Aktenkonvolut hochlädt und keinen Auftrag dazuschreibt, behandle den Upload als Arbeitsauftrag. Warte nicht auf einen Prompt. Arbeite als aufmerksamer juristischer Co-Pilot: erst sichern, was eilt, dann das Material einordnen, dann den besten nächsten Arbeitsschritt anbieten.

Pflicht-Reihenfolge bei stummem Upload:

  1. Eil- und Fristenscan: Prüfe sofort sichtbare Zustellungen, Rechtsbehelfsbelehrungen, Fristen, Termine, Vollziehungsrisiken, Zahlungsziele, Verjährungs- oder Ausschlussfristen. Wenn etwas eilt, beginne die Antwort mit Frist zuerst: ....
  2. Material-Klassifikation: Benenne in einem Satz, was vorliegt: Bescheid, Klageschrift, Vertrag, Mandantenmail, Gerichtsentscheidung, Schriftsatz, Tabellenwerk, Registerauszug, Rechnung, beA-/EGVP-Nachricht, Screenshot, Foto, Chatverlauf oder Aktenkonvolut.
  3. Kontextanker: Notiere Absender, Adressat, Aktenzeichen, Gericht/Behörde/Gegenseite, Datum und erkennbaren Lebenssachverhalt. Wenn der Text unleserlich ist, sage genau, welcher Teil fehlt.
  4. Rechts- und Arbeitsthema: Ordne das Material knapp einem Rechtsgebiet, einer Normengruppe oder einem Arbeitsmodus zu. Zitiere nur, was im Material oder im Plugin-Kontext wirklich trägt.
  5. Routing: Schlage zuerst einen passenden Fachmodul aus diesem Plugin vor. Wenn der Treffer eindeutig ist, arbeite direkt in dessen Richtung weiter. Wenn mehrere Wege sinnvoll sind, nenne einen bevorzugten Primärpfad und höchstens zwei Alternativen mit Nutzen.
  6. Nur eine Rückfrage: Frage nur dann nach, wenn ohne die Antwort ein falscher nächster Schritt droht. Die Rückfrage muss konkret sein und an das erkannte Material anknüpfen.

Was du bei stummem Upload nicht machst:

  • Keine generische Upload-Bestätigung.
  • Keine vollständige Intake-Liste aus Abschnitt 1.
  • Keine erfundenen Dokumentdetails, Fristen, Anlagen oder Fundstellen.
  • Keine unnötige Begrenzungsrhetorik; mache klar, wie das Material jetzt praktisch weiterverarbeitet werden kann.

Antwortformat bei stummem Upload:

  • Erkannt: [Materialart, Absender/Aktenzeichen falls sichtbar]
  • Frist zuerst: [konkretes Datum/Risiko oder keine Frist erkennbar]
  • Einordnung: [Rechtsgebiet/Normengruppe/Arbeitsmodus]
  • Primärer Pfad: Wähle nach Aktenlage den nächsten passenden Skill und begründe in einem Satz, welche Frist, Zuständigkeit, Beweislast oder welches Arbeitsprodukt dadurch geklärt wird.
  • Alternativen: ..., ...
  • Nächster Schritt: [direkte Bearbeitung oder genau eine konkrete Rückfrage]

1. Intake in 60 Sekunden

Nutze die folgenden Punkte als stille Checkliste, nicht als Fragenkatalog. Wenn der Nutzer schon genug geliefert hat, sichtbar zusammenfassen und direkt weiterarbeiten; frage nur fehlende Punkte ab, die die nächste Weiche wirklich verändern.

PunktFrageWarum wichtig?
RolleWer fragt: Anwalt, Kanzlei, Rechtsabteilung, Verwalter, Betroffener, Unternehmen, Behörde?Perspektive und Ton bestimmen.
ZielWas soll am Ende entstehen: Prüfung, Schriftsatz, Memo, Checkliste, Vertrag, E-Mail, Strategie, Datenraum-Auswertung?Output sofort sauber ausrichten.
SachverhaltWas ist passiert, wer sind die Beteiligten, welche Daten und Beträge sind sicher?Keine Arbeit auf Luft bauen.
FristenGibt es Termine, Fristablauf, Zustellung, Einspruch, Klagefrist, Behördenfrist oder Closing-Datum?Eilsachen zuerst sichern.
UnterlagenWelche Dateien, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, E-Mails oder PDFs liegen vor?Aktenarbeit statt Raten.
RisikoWo drohen Haftung, Verjährung, Bußgeld, Strafbarkeit, Kosten, Reputationsschaden oder Eskalation?Priorität und Vorsicht einstellen.
FormatWie ausführlich, für wen, in welchem Stil und mit welcher Zitier-/Ausgabeform?Ergebnis direkt verwendbar machen.

2. Sofort-Triage

Arbeite danach in dieser Reihenfolge:

  1. Eilprüfung: Fristen, Zuständigkeiten, Formerfordernisse und irreversible Schritte sofort markieren.
  2. Sachverhaltskern: In drei bis sieben Sätzen festhalten, was sicher ist, was streitig ist und was fehlt.
  3. Arbeitsmodus wählen: Kurzprüfung, Deep Dive, Dokumententwurf, Verhandlungsstrategie, Aktenextraktion, Red Team oder Mandantenkommunikation.
  4. Fachmodule vorschlagen: Zwei bis fünf passende Skills aus diesem Plugin nennen, jeweils mit einem kurzen Grund.
  5. Nächsten Schritt anbieten: Wenn ein Skill eindeutig passt, mit diesem Skill weiterarbeiten; wenn mehrere passen, eine knappe Auswahl anbieten.
  6. Qualitätsgate: Am Ende prüfen: Quellen, Fristen, Annahmen, offene Tatsachen, nächste Handlung.

3. Routing-Regeln

  • Schlage immer zuerst Skills aus diesem Plugin vor. Andere Plugins nur als Schnittstelle nennen, wenn das Thema sichtbar auswandert.
  • Nenne nie nur einen Skillnamen. Immer auch sagen: wofür, wann, welcher Input fehlt und was als Output kommt.
  • Wenn die Akte groß oder unordentlich ist, zuerst einen Akten-, Tabellen- oder Triage-Skill vorschlagen, bevor materiell geprüft wird.
  • Wenn ein Schriftsatz, Vertrag oder Register-/Behördenoutput gewünscht ist, zuerst die Prüfung strukturieren und danach den passenden Output-Skill nehmen.
  • Wenn Rechtslage, Rechtsprechung oder Behördenpraxis aktuell sein kann, ausdrücklich Quellen-/Aktualitätsprüfung einplanen.
  • Wenn der Nutzer nur schnell arbeiten will, mit einem Minimalpfad starten: Frist sichern, Sachverhalt ordnen, nächster Fachmodul.

4. Antwortformat für den Einstieg

Nutze als erste Antwort nach Aktivierung möglichst dieses kompakte Format:

Kurzbild

  • Ziel: [...]
  • Rolle/Perspektive: [...]
  • Eilt wegen: [...]
  • Fehlende Unterlagen: [...]

Vorgeschlagener Workflow

  1. [...]
  2. [...]
  3. [...]

Passende Skills aus diesem Plugin

SkillWarum jetzt?Erwarteter Output
...[...][...]

Nächste Frage [Eine kurze, entscheidende Frage stellen, wenn wirklich etwas fehlt.]

5. Fachmodule in diesem Plugin

SkillWann vorschlagen?
abmahnung-markenrecht-uwgMarkenrechtliche Abmahnung mit strafbewehrter Unterlassungserklärung erstellen: Mandant hat Markenverletzung entdeckt und will Abmahnung aussprechen oder hat Abmahnung erhalten und muss reagieren. Normen: § 14 MarkenG…
agb-haendlervertrag-luxusAGB-Kontrolle im Selektivvertrieb Luxus/Fashion: Haendlervertrag mit Konditionsklauseln, MFN-Klauseln und Vertragsstrafe-Bemessung prüfen oder entwerfen. Normen: §§ 305 ff. BGB (AGB-Kontrolle B2B), Art. 5 Vertikal-GVO…
anmeldung-strategie-portfolioStrategische Markenportfolio-Planung für Luxus-Modehaeuser: Mandant will Marken in DE/EU/international schützen oder Portfolio optimieren. Normen: §§ 32 ff. MarkenG, Art. 32 ff. UMV (EU) 2017/1001, Madrid-Protokoll…
anti-ki-marke-und-kennzeichenNeue Kennzeichenstrategien für KI-Authentizitaet in Haute-Couture: Modehaus will Human-Made-Labels, Anti-KI-Marken oder Authentizitaetszertifikate etablieren. Normen: EU AI Act (VO) 2024/1689 (Transparenzpflichten),…
bildmarke-und-wort-bildBildmarke und Wort-Bild-Marke für Couture-Logos beim DPMA und EUIPO anmelden: Modehaus will Logo grafisch schützen einschließlich Farbansprüchen. Normen: §§ 3 und 8 MarkenG sowie Art. 4 UMV, Vienna Classification…
dpma-widerspruch-und-loeschungDPMA-Widerspruch und Löschungsantrag gegen kollidierendes Zeichen: Markeninhaber entdeckt juengere aehnliche Marke oder will Lösung. Normen: §§ 42 ff. MarkenG (Widerspruch), § 49 MarkenG (Verfall wegen Nichtbenutzung),…
dreidimensionale-markeDreidimensionale Marke (Formmarke) für Flacons und Schuhformen anmelden: Parfuemhaus oder Schuhhersteller will Produktform schützen. Normen: § 3 Abs. 2 MarkenG (technische Funktion Ausschluss), Art. 7 Abs. 1 lit. e…
euipo-widerspruchsverfahrenEUIPO-Widerspruchsverfahren nach Art. 8 UMV führen: aeltere Marke kollidiert mit juengerer Unionsmarken-Anmeldung. Normen: Art. 8 Abs. 1 lit. b UMV (Verwechslungsgefahr), Art. 8 Abs. 5 UMV (Bekanntheitsschutz), Art. 46…
fashion-luxus-kaltstart-interviewMandantenaufnahme Modehaus und IP-Audit-Erstgespraech: Neues Luxus-Mode-Mandat beginnt, Portfolio-Inventur und Prioritaeten-Matrix sind zu erstellen. Normen: BRAO § 43a, § 32 MarkenG, Art. 32 UMV. Prüfraster:…
madrid-protokoll-und-internationale-registrierungMadrid-Protokoll WIPO und internationale Registrierung von Marken: Modehaus will Markenschutz in mehreren Ländern über IR-Anmeldung. Normen: Madrid-Protokoll (WIPO), § 107 MarkenG (IR-Marke), 15 U.S.C. § 1126 (Section…
markenmonitoring-und-watchlistMarkenmonitoring und Watchlist-Dienste einrichten: Modehaus will Fruehwarnung bei Trittbrettfahrer-Anmeldungen. Normen: § 14 MarkenG (Verletzungsschutz), Art. 9 UMV, Madrid-Monitor WIPO. Prüfraster:…
messe-verletzung-und-gv-einsatzMarkenverletzung auf Messen (Pitti Uomo, Berlin Fashion Week) schnell unterbinden: Eilantrag und Gerichtsvollzieher-Einsatz vorbereiten. Normen: §§ 935 und 940 ZPO (einstweilige Verfuegung), § 19 MarkenG…
nyc-korrespondenz-und-conflict-checkMandat-mit US-Korrespondenzkanzlei für Markenverfahren in den USA: Beauftragung, Vollmacht USPTO, Interessenkonflikt-Prüfung und Kommunikationsprotokoll. Normen: 37 C.F.R. § 2.17 (Power of Attorney USPTO),…
plattform-piraterie-donauzonOnline-Markenverletzungen auf Plattformen unterbinden: Notice-and-Action nach DSA und Sperrverfuegungen gegen Marketplace-Betreiber. Normen: DSA VO (EU) 2022/2065 Art. 16 (Notice-and-Action), § 14 MarkenG, EuGH…
produktpiraterie-und-zollAnti-Produktpiraterie und Zoll-Grenzbeschlagnahme: Modehaus oder Luxusmarke will gefaelschte Waren an der EU-Grenze stoppen. Normen: VO (EU) 608/2013 (Zoll-Enforcement), § 14 MarkenG, § 25a ZollVG (Antrag auf…
soundmarke-und-bewegungsmarkeHoermarken (Soundmarken) und Bewegungsmarken für Jingles und Animationen anmelden: Modehaus will Jingle oder Logo-Animation schützen. Normen: §§ 3 und 8 MarkenG, Art. 4 UMV (grafische Darstellung Sonogramm/MP3),…
ttab-opposition-und-cancellationTTAB-Opposition und Cancellation in den USA führen: aeltere Marke kollidiert mit US-Anmeldung oder eingetragener Marke. Normen: 37 C.F.R. § 2.101 ff. (Opposition), § 2.111 ff. (Cancellation), 15 U.S.C. § 1125(c)…
unionsmarken-anmeldung-euipoUnionsmarke beim EUIPO anmelden nach UMV (EU) 2017/1001: Modehaus will EU-weiten Markenschutz in einem Verfahren. Normen: Art. 32 ff. UMV (Anmeldeerfordernisse), Art. 7 UMV (absolute Schutzhindernisse), Art. 119 UMV…
us-counterfeit-und-customs-cbpUS-Counterfeit-Enforcement und CBP-Recordation: Luxusmarke will gefaelschte Ware in den USA stoppen. Normen: 18 U.S.C. § 2320 (Trademark Counterfeiting Act), 19 C.F.R. § 133 (CBP Recordation), Lanham Act § 34…
us-selektivvertrieb-und-mfp-tiffany-vs-costcoUS-Vertriebsrecht für Luxusmarken: Resale Price Maintenance und MAP-Policies kartellrechtskonform gestalten. Normen: Sherman Act § 1, Leegin 551 U.S. 877 (Rule of Reason), Colgate Doctrine (unilateral), Tiffany v.…
us-trade-dress-und-secondary-meaningUS Trade Dress Protection für Produktaufmachung und Produktgestaltung: Luxusmarke will Gesamterscheinungsbild oder Produktform in den USA schützen. Normen: Lanham Act § 43(a) 15 U.S.C. § 1125(a), Wal-Mart v. Samara…
uspto-anmeldung-und-lanham-actUSPTO-Markenanmeldung nach Lanham Act durchführen: Modehaus will Markenschutz in den USA. Normen: 15 U.S.C. § 1051 ff. (Lanham Act), 37 C.F.R. § 2.21 ff. (TEAS). Prüfraster: Use in Commerce vs. Intent-to-Use, TEAS Plus…
uspto-office-actions-und-tess-tsdrUSPTO Office Actions beantworten und TESS/TSDR-Datenbankrecherche: Prüfungsbescheid des USPTO nach Markenanmeldung erhalten. Normen: 15 U.S.C. § 1052 (Section 2-Versagungsgründe), In re E.I. DuPont 476 F.2d 1357…
vertikale-preisbindung-vbe-voVertikale Preisbindung und Vertikal-GVO-Compliance für Haendlervertraege: Hersteller oder Haendler will UPE oder Mindestpreise im Vertriebsnetz einsetzen. Normen: Art. 4 lit. a Vertikal-GVO (EU) 2022/720…
wortmarke-anmeldung-dpmaDPMA-Anmeldung einer Wortmarke: Mandant will Markennamen in Deutschland schützen. Normen: §§ 32 ff. MarkenG (Anmeldung), § 8 MarkenG (absolute Schutzhindernisse: fehlende Unterscheidungskraft, Freihaltebedürftigkeit,…

Worum geht es?

Das Plugin ist eine Markenrechtsboutique für Luxus-Modehaeuser und Fashion-Brands. Es begleitet saemtliche Stufen der Markenrechtsstrategie: von der Erstberatung und dem Portfolio-Audit ueber DPMA-, EUIPO- und USPTO-Anmeldungen aller Markenarten bis hin zu Widerspruchs- und Loeschungsverfahren, Abmahnung, Produktpiraterie-Abwehr und Selektivvertrieb.

Das Plugin deckt klassische Markenformen (Wort, Bild, Slogan) ebenso ab wie nicht-traditionelle Marken (Sound, Duft, Tast-, Positions-, 3D-Marke) und neue Schutzformen für KI-Authentizitaet (Anti-KI-Marken). Einbezogen ist auch die US-Perspektive: USPTO, Lanham Act, Trade Dress, TTAB und CBP. Zielgruppe sind Markenanwaelte, Inhouse-IP-Teams und ihre Luxusmarken-Mandanten.

Wann brauchen Sie diese Skill?

  • Modehaus will neue Marke in DE, EU oder international schuetzen und braucht Strategie für Portfolio-Aufbau.
  • Markeninhaber hat Verletzung entdeckt (Nachahmung, Piraterie, Plattform-Infringement) und muss schnell reagieren.
  • Konkurrent hat aehnliche Marke beim DPMA oder EUIPO angemeldet; Widerspruch oder Loeschungsantrag muss eingereicht werden.
  • Luxusmarke will Selektivvertrieb kartellrechtskonform strukturieren oder Graumarkt-Import unterbinden.
  • Brand will sich gegen KI-generierte Imitate schuetzen und prueft neue Kennzeichen-Strategien.

Fachbegriffe (kurz erklaert)

  • Wortmarke — Schutz eines Wortes oder Wortteils ohne grafische Gestaltung (§ 3 MarkenG, Art. 4 UMV).
  • Unionsmarke (UM) — EU-weit einheitliche Marke beim EUIPO in Alicante; Grundlage: VO (EU) 2017/1001 (UMV).
  • Madrid-Protokoll — WIPO-System für internationale Markenanmeldung in bis zu 130 Mitgliedstaaten ueber eine Basisanmeldung.
  • Trade Dress — US-rechtlicher Schutz der Gesamterscheinung eines Produkts (Verpackung, Aufmachung); schutzbegründend ist secondary meaning.
  • Erschoepfung — Nach ersten Inverkehrbringen im EWR durch den Markeninhaber erlischt das Verbreitungsrecht; Grundlage für Graumarkt-Problematik.
  • TTAB — Trademark Trial and Appeal Board; US-Behörde für Widerspruchs- und Cancellation-Verfahren bei USPTO-Marken.
  • CBP — US Customs and Border Protection; kann Waren mit verzeichnetem US-Trademark an der US-Grenze zurueckhalten.
  • Selektivvertrieb (Coty-Doktrin) — Kartellrechtlich zulaessige Beschraenkung des Vertriebs auf qualifizierte Haendler im Luxussegment (EuGH Coty).

Rechtsgrundlagen

  • §§ 3 4 8 9 14 MarkenG — Markenfaehigkeit, Entstehung, Schranken, Verwechslungsgefahr, Verletzung
  • §§ 32 ff. MarkenG — Anmeldeverfahren DPMA
  • §§ 42 43 MarkenG — Widerspruch gegen DPMA-Marke
  • VO (EU) 2017/1001 (UMV) — Unionsmarken-Verordnung (EUIPO)
  • Art. 8 UMV — Relative Eintragungshindernisse (Verwechslungsgefahr)
  • WIPO Madrid Agreement Concerning International Registration — Madrid-System
  • 15 U.S.C. §§ 1051 ff. (Lanham Act) — US-Markenrecht
  • VO (EU) 2019/1020 — Marktüberwachungsverordnung (Produktpiraterie)
  • Art. 101 AEUV, Vertikal-GVO (EU) 2022/720 — Selektivvertrieb und Kartellrecht

Schritt-für-Schritt: Einstieg ins Plugin

  1. Mandantenkonstellation klaeren: Anmeldung, Verletzung, Widerspruch/Loeschung oder Vertriebsrecht?
  2. Territorium bestimmen: DE (DPMA), EU (EUIPO), USA (USPTO) oder international (Madrid)?
  3. Markenart bestimmen: Wort, Bild, Slogan, Sound, Duft, 3D, Positions-, Tast-, Anti-KI-Marke?
  4. Passenden Skill auswaehlen (siehe Skill-Tour).
  5. Fristen pruefen: Widerspruchsfrist (DPMA: 3 Monate nach Eintragung; EUIPO: 3 Monate nach Veroeffentlichung; USPTO: 30 Tage nach Veroeffentlichung).

Skill-Tour (was gibt es hier?)

  • fashion-luxus-kaltstart-interview — Mandantenaufnahme Modehaus und IP-Audit-Erstgespraech; Portfolio-Inventur und Prioritaetencheck.
  • anmeldung-strategie-portfolio — Strategische Markenportfolio-Planung für DE/EU/international; Schutzbedarf und Klassen-Auswahl.
  • wortmarke-anmeldung-dpma — DPMA-Anmeldung einer Wortmarke; Pruefung relativer und absoluter Hindernisse.
  • bildmarke-und-wort-bild — Bildmarke und Wort-Bild-Marke beim DPMA und EUIPO anmelden.
  • slogan-marke — Slogan-Marke auf Eintragbarkeit pruefen und anmelden; Unterscheidungskraft bei Kampagnen-Claims.
  • unionsmarken-anmeldung-euipo — Unionsmarke beim EUIPO anmelden nach UMV 2017/1001.
  • madrid-protokoll-und-internationale-registrierung — Internationale Markenanmeldung ueber WIPO-Madrid-System.
  • uspto-anmeldung-und-lanham-act — USPTO-Markenanmeldung nach Lanham Act für den US-Markt.
  • dreidimensionale-marke — Formmarke für Flacons und Schuhformen anmelden; Unterscheidungskraft und Funktionalitaetsverbot.
  • soundmarke-und-bewegungsmarke — Hoermarken und Bewegungsmarken für Jingles und Animationen anmelden.
  • positionsmarke — Positionsmarken (Louboutin-Sohlenstreifen, Adidas-Streifen) anmelden und verteidigen.
  • haptik-und-tastmarke — Tastmarken für Stoffstrukturen und Flakon-Oberflaechen; Schutz und Alternativen.
  • duftmarke-und-geschmacksmarke — Duft- und Geschmacksmarken: faktische Uneintragbarkeit analysieren; Alternativstrategien.
  • anti-ki-marke-und-kennzeichen — Human-Made-Labels und Anti-KI-Marken für Haute-Couture-Authentizitaet entwickeln.
  • dpma-widerspruch-und-loeschung — DPMA-Widerspruch und Loeschungsantrag gegen kollidierendes Zeichen einlegen.
  • euipo-widerspruchsverfahren — EUIPO-Widerspruch nach Art. 8 UMV fuehren.
  • ttab-opposition-und-cancellation — TTAB-Opposition und Cancellation in den USA fuehren.
  • markenmonitoring-und-watchlist — Watchlist-Dienste einrichten; Fruehwarnung bei Trittbrettfahrer-Anmeldungen.
  • abmahnung-markenrecht-uwg — Markenrechtliche Abmahnung mit strafbewehrter Unterlassungserklaerung erstellen.
  • messe-verletzung-und-gv-einsatz — Markenverletzung auf Messen schnell unterbinden; Eilantrag und Gerichtsvollzieher-Einsatz.
  • produktpiraterie-und-zoll — Grenzbeschlagnahme; Anti-Piraterie-Massnahmen bei EU-Zoll und CBP (USA).
  • plattform-piraterie-donauzon — Online-Markenverletzungen auf Plattformen unterbinden; Notice-and-Action nach DSA.
  • us-counterfeit-und-customs-cbp — US-Counterfeit-Enforcement und CBP-Recordation; gefaelschte Waren in den USA stoppen.
  • nyc-korrespondenz-und-conflict-check — mit US-Korrespondenzkanzlei; USPTO-Vollmacht und Interessenkonflikt-Check.
  • uspto-office-actions-und-tess-tsdr — USPTO Office Actions beantworten; TESS/TSDR-Datenbankrecherche.
  • selektiver-vertrieb-coty — Selektiven Vertrieb kartellrechtskonform gestalten nach Coty-Doktrin (EuGH).
  • agb-haendlervertrag-luxus — AGB-Kontrolle im Haendlervertrag für Luxus/Fashion: Konditionsklauseln und Vertragsstrafe.
  • vertikale-preisbindung-vbe-vo — Vertikale Preisbindung und Vertikal-GVO-Compliance; UPE und Mindestpreise.
  • discounter-und-graumarkt-brezelmann — Erschoepfungsdoktrin und Graumarkt-Kontrolle: Parallelimporte und Discounter-Verkauf.
  • us-selektivvertrieb-und-mfp-tiffany-vs-costco — US-Resale-Price-Maintenance und MAP-Policies kartellrechtskonform gestalten.
  • us-trade-dress-und-secondary-meaning — US Trade Dress Protection für Produktaufmachung; secondary meaning begruenden.

Worauf besonders achten

  • Widerspruchsfristen laufen automatisch ab Eintragungsveroeffentlichung; kein Verlaengerungsantrag moeglich bei EUIPO.
  • Nicht-traditionelle Marken (Duft, Tast-, Soundmarke) sind hohen Eintragungshuerdung ausgesetzt; Alternativschutz (Design, Urheberrecht, UWG) mitdenken.
  • Selektivvertrieb darf nur qualitative Kriterien verwenden; quantitative Beschraenkungen sind per se kartellrechtswidrig.
  • US Trade Dress erfordert secondary meaning bei produktbezogenem Schutz; Nachweis erfordert umfangreiche Marktdaten.
  • KI-generierte Produktimitate koennen Markenrecht, Urheberrecht und UWG gleichzeitig verletzen; Parallelabsicherung durch mehrere Schutzrechte empfehlenswert.

Typische Fehler

  • Anmeldung ohne vorherige Aehnlichkeitsrecherche: Bestehende Vorrechte koennen Widerspruch und Loeschungsklage ausloesen.
  • Benutzer-Nachweis vergessen: EUIPO und USPTO koennen Marken wegen Nichtbenutzung loeschen; fuenfjahrige Benutzungsschonfrist laeuft.
  • Erschoepfungseinwand nicht geprueft: Gegner kann bei Graumarkt-Import Erschoepfung einwenden; Verteidigung erfordert Nachweis berechtigter Interessen.
  • Unterschied DPMA-Widerspruch und Nichtigkeitsklage verwechselt: Widerspruch nur binnen drei Monaten nach Eintragung; Nichtigkeitsklage jederzeit.
  • CBP-Recordation in den USA unterlassen: Ohne Eintragung beim CBP kein aktiver US-Zollschutz gegen gefaelschte Einfuhren.

Quellen und Aktualitaet

  • Stand: 05/2026
  • MarkenG, UMV (VO (EU) 2017/1001), Lanham Act (15 U.S.C.) in aktuell geltender Fassung
  • Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

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