Ampel zahlen schwellenwerte berechnung
Wenn es um Ampel: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung in Liquiditätsplanung — Power geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Ampel: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung
Fachkern: Ampel: Zahlen, Schwellenwerte und Berechnung
- Normen-/Quellenanker: InsO §§ 17, 18, 19, 15a, StaRUG-Früherkennung, IDW-S-6-/Planungslogik, 3-Wochen- und 13-Wochen-Forecast, Zahlungsstatus und Fortbestehensprognose.
- Entscheidende Weiche: Trenne fällige Verbindlichkeiten, liquide Mittel, harte Zahlungszusagen, Planannahmen, Quote/Lücke, Organpflicht und Dokumentationsspur.
Fallweichen
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
- Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
- Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
- Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
- Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
- Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
Arbeitsworkflow
- Fallbild bilden: Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
- Rechtsrahmen setzen: Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld Ampel prüfen.
- Prüfpunkte abarbeiten: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
- Risiko bewerten: Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
- Anschluss bauen: Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
Berechnungsschemata Liquiditätsstatus / -planung
Liquiditätsstatus zum Stichtag (§ 17 InsO)
| Position | Anmerkung |
|---|---|
| Liquide Mittel (Kasse, Bank, Tagesgeld) | Saldo zum Stichtag |
| + Innerhalb 3 Wochen eingehende Forderungen | OPOS Debitoren mit Fälligkeit |
| + Frei verfügbare Kreditlinien | nur ungekündigt und nicht ausgeschöpft |
| = Aktiva I | „Verfügbare Mittel" |
| Fällige Verbindlichkeiten zum Stichtag | OPOS Kreditoren |
| + Innerhalb 3 Wochen fällig (Lohn, USt, KSt, SV) | streng |
| = Passiva I | „Fällige Verbindlichkeiten" |
| Liquiditätslücke = P1 − A1 | wenn ≥ 10 Prozent und 3 Wochen: § 17 InsO |
13-Wochen-Liquidität (operativ Krisensteuerung)
- Granularität: wöchentlich.
- Cash-Inflows: Debitoren-Eingänge (Aging), Vorauszahlungen, Erstattungen.
- Cash-Outflows: Lohn/Gehalt mit Auszahlungstag, Lohnsteuer/SV-Abgaben (§ 266a StGB nicht stunden), USt-Vorauszahlung, Miete, Tilgung/Zinsen, Lieferanten nach Fälligkeit, sonstige Betriebsausgaben.
- Endbestand pro Woche: Anfang + Inflow − Outflow.
24-Monats-Liquiditätsplan nach Paragraf 18 Absatz 2 InsO
- Granularität: monatlich, integriert mit GuV-Forecast und Bilanzplanung.
- Sensitivität: Base/Best/Worst.
Schwellenwerte und Ampel
- GRÜN: Liquiditätsdeckung > 110 Prozent in jeder Periode des 24-Monats-Horizonts; 13-Wochen-Cash-Reichweite > 6 Wochen Puffer.
- GELB: Liquiditätsdeckung 100–110 Prozent oder Worst-Case unter 100 Prozent — bestandsgefährdende Entwicklung nach Paragraf 1 StaRUG prüfen, Maßnahmen- und Organbericht vorbereiten.
- ROT:
- Liquiditätslücke ≥ 10 Prozent über 3 Wochen → § 17 InsO Zahlungsunfähigkeit, Antragsfrist § 15a InsO.
- 24-Monats-Plan zeigt Lücke → § 18 InsO drohende ZU, StaRUG-Tor offen.
Berechnungs-Plausibilitäten
- Anfangsbestand Periode n+1 = Endbestand Periode n (Saldenkonsistenz).
- Working Capital (Debitoren/Kreditoren/Vorräte) realistisch zur Vergangenheit (DSO, DPO, DIO)?
- Kreditlinien-Inanspruchnahme realistisch? Kündigungsrisiko bei Krise eingerechnet?
- Steuern und SV: keine Stundungen ohne schriftliche Zusage Finanzamt / SV-Träger einplanen.
Anti-Halluzinations-Hinweis
- 10-Prozent / 3-Wochen-Schwelle ist BGH-Linie zu § 17 InsO — keine erfundenen Az.
- Prognosezeitraum § 18 InsO: 24 Monate; § 19 InsO Fortbestehensprognose: 12 Monate.
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