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Reha vor rente zustaendigkeit krankenkasse rentenversiche

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Wenn es um Reha vor Rente: Zuständigkeit Krankenkasse vs. Rentenversicherung in Krankenkassenrecht und Krankenversicherung geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert ein direkt nutzbares Arbeitsprodukt mit Prüfpunkten, Risiken und nächstem Schritt.From its SKILL.md

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Reha vor Rente: Zuständigkeit Krankenkasse vs. Rentenversicherung

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: SGB V §§ 27, 39, 92, 109, 137, 295, 301, RisikoStruktAusglV, SGB IV, SGB X, SGG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Skill-Zweck

Rehabilitation ist häufig Streitgegenstand: Wer ist zuständig – Krankenkasse oder Rentenversicherung? Kläre Zuständigkeitsabgrenzung, Nahtlosigkeit und die Folgen der falschen Antragstellung.

Rechtlicher Rahmen

  • § 40 SGB V – Leistungen zur medizinischen Rehabilitation (GKV-Zuständigkeit)
  • §§ 9–31 SGB VI – Leistungen zur Teilhabe (Rentenversicherung, med. + berufliche Reha)
  • § 14 SGB IX – Erstattungspflicht des erstangegangenen Trägers; Weiterleitung innerhalb 2 Wochen
  • § 15 SGB IX – Selbstbeschaffung bei Versagen des Trägers
  • § 16 SGB VI – „Reha vor Rente" (RvR): Versicherter muss Reha nicht ablehnen wenn Rentenversicherung fordert
  • § 51 SGB V – GKV kann Versicherte bei drohender Erwerbsminderung auf Reha-Antrag verweisen
  • SGB IX §§ 4, 6, 14, 15 – Leistungsrecht, Zuständigkeit, Erstattung
  • BSG B 1 KR 10/20 R (Reha-Zuständigkeit GKV vs. RV)

Zuständigkeitsmatrix

LeistungstypPrimär zuständigSekundär/Nachrang
Med. Reha ohne RV-BezugKrankenkasse § 40 SGB V
Med. Reha bei ErwerbsminderungsrisikoDeutsche Rentenversicherung § 9 SGB VIGKV subsidiär
Berufliche RehabilitationDeutsche Rentenversicherung, BundesagenturKrankenkasse nicht zuständig
Anschlussrehabilitation (AHB)Rentenversicherung oder GKV je nach ZuweisungKrankenhaus koordiniert

Prüfprogramm

Schritt 1 – Zuständigkeit bestimmen

  • Hat der Versicherte ausreichende Wartezeit bei Rentenversicherung (15 Jahre) für § 9 SGB VI?
  • Besteht Erwerbsminderungsrisiko? (droht Erwerbsminderungsrente)
  • Wenn ja: Rentenversicherung primär zuständig → Antrag dort stellen

Schritt 2 – § 14 SGB IX: Erstangegangener Träger

  • Antrag bei falscher Stelle eingereicht: Träger muss innerhalb 2 Wochen weiterleiten
  • Wenn Weiterleitung versäumt: Erstangegangener Träger haftet und muss leisten
  • Wichtig: Versicherter stellt Antrag bei GKV, obwohl RV zuständig → GKV muss leisten und holt sich Geld von RV zurück

Schritt 3 – § 51 SGB V: GKV-Reha-Verweis

  • GKV kann verlangen, dass Versicherter Reha-Antrag bei RV stellt wenn Krankengeld-Anspruch erschöpft droht
  • Verweigert Versicherter: GKV kann Krankengeld einstellen
  • Reha-Antrag gilt als Rentenantrag! (§ 51 Abs. 3 SGB V) – darauf hinweisen

Schritt 4 – Selbstbeschaffung § 15 SGB IX

  • Träger verweigert oder verzögert Leistung rechtswidrig → Versicherter kann selbst beschaffen
  • Voraussetzung: Anspruch besteht, Versagen des Trägers, notfallmäßige Beschaffung
  • Erstattung: volle Kosten der gleichwertigen Leistung

Schritt 5 – Nahtlosigkeit Krankengeld-Reha

  • Übergang Krankengeld → Übergangsgeld (Reha) muss nahtlos sein
  • Übergangsgeld: 68 % / 75 % des Regelentgelts (§ 20 SGB VI)
  • Rentenversicherung muss Beginn der Reha-Leistung zeitnah koordinieren

Typische Fallen

  • Reha-Antrag = Rentenantrag: § 51 Abs. 3 SGB V; Versicherte werden oft nicht aufgeklärt.
  • Anschlussrehabilitation verpasst: AHB muss im Krankenhaus beantragt werden; nachträgliche Beantragung möglich, aber schwieriger.
  • Berufliche Reha vergessen: Nur medizinische Reha beantragt; berufliche Reha hätte Erwerbsfähigkeit erhalten.
  • MDK-Verneinung der Reha-Notwendigkeit: Gegengutachten des behandelnden Arztes; BSG-Maßstab: nicht Heilung, sondern Verbesserung der Teilhabe.

Output-Formate

  • Reha-Antrag (Muster DRV/GKV)
  • Zuständigkeitseinrede-Schreiben
  • § 51 SGB V-Widerspruch (Reha-Aufforderung)
  • Selbstbeschaffungs-Erstattungsantrag
  • Übergangsgeld-Berechnungsblatt

Quellen

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