Bias diskriminierung regelsatz erstellen
Wenn es um Bias und Diskriminierung Prüfung in diesem Spezialbereich geht: zerlegt Ergebnis, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und Gegenposition; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.From its SKILL.md
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Bias und Diskriminierung Prüfung
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; DSGVO — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Spezialwissen
KI-Systeme werden auf Basis großer Textmengen trainiert, die Verzerrungen und gesellschaftliche Vorurteile enthalten können. Diese "Bias" können sich in den Outputs der KI-Systeme widerspiegeln und zu Diskriminierungen führen — besonders kritisch bei Personalentscheidungen, aber auch bei der Mandantenberatung zu diskriminierungsrechtlichen Fragen. Kanzleien müssen ihre Mitarbeitern befähigen, Bias zu erkennen und zu korrigieren.
Rechtlicher Hintergrund
§§ 1, 7 AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz): Diskriminierungsverbot aufgrund von Rasse, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität — gilt für Beschäftigung und privatrechtliche Verträge, damit auch für Mandatsbeziehungen. Art. 9 DSGVO: Besonders sensible Datenkategorien — rassische/ethnische Herkunft, religiöse Überzeugungen etc. — dürfen nicht Grundlage von Entscheidungen sein. Art. 10 Abs. 5 KI-VO: Hochrisiko-KI-Systeme müssen auf Bias geprüft werden; für Kanzleien gilt dies indirekt beim Einsatz von KI im Personalwesen (Anhang III Nr. 4). Art. 22 DSGVO: Keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit diskriminierender Wirkung. BAG-Rechtsprechung zum AGG: Der Nachweis einer Benachteiligung kann durch statistische Indizien erbracht werden.
Vorlagentext / Bausteine
Baustein Bias-Sensibilisierung: KI-Systeme können aufgrund ihrer Trainingsdaten vorurteilsbehaftete Inhalte erzeugen, die gegen das AGG oder andere Diskriminierungsverbote verstoßen. Mitarbeiter sind angewiesen, KI-generierte Texte auf diskriminierende Formulierungen, Stereotypen oder einseitige Bewertungen zu prüfen. Derartige Inhalte sind zu löschen und intern zu melden. Eine Weiterverwendung ist nicht zulässig.
Baustein AGG-Compliance Personalwesen: Beim Einsatz von KI-Systemen bei der Vorauswahl von Bewerbungen oder bei sonstigen Personalentscheidungen stellt die Kanzlei sicher, dass die nach § 1 AGG geschützten Merkmale (Rasse, ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität) keine Rolle spielen. KI-generierte Bewerbungsbewertungen werden ausnahmslos von einer qualifizierten Personalverantwortlichen oder einem qualifizierten Personalverantwortlichen überprüft, bevor eine Entscheidung getroffen wird.
Baustein Meldeverfahren: Stellt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter fest, dass KI-generierter Output diskriminierende oder anderweitig problematische Inhalte enthält, ist dies unverzüglich an [Name Datenschutzbeauftragter/Compliance-Verantwortlicher] zu melden. Der fehlerhafte Output ist zu dokumentieren und nicht zu verwenden.
Hinweise zur Aktualisierung
Die KI-Forschung zum Thema Bias entwickelt sich rasch weiter. Neue Erkenntnisse zur Bias-Anfälligkeit bestimmter KI-Systeme sollten in Schulungen aufgenommen werden. BAG-Entscheidungen zum AGG im Kontext von KI-Personalauswahl sowie Leitlinien der EU-Kommission zur Gleichbehandlung beim KI-Einsatz sind zu beobachten.
Zentrale Normen (Paragrafenkette)
- § 1 AGG — Schutz vor Diskriminierung (Rasse, Geschlecht, Alter, Behinderung, Herkunft)
- § 15 AGG — Schadensersatz und Entschaedigung bei Diskriminierung
- Art. 22 DSGVO — Automatisierte Entscheidungen mit moeglichem Diskriminierungspotenzial
- Art. 5 Abs. 1 lit. c KI-VO — Verbot biometrischer Kategorisierung nach geschuetzten Merkmalen
- Art. 6 Abs. 2 i. V. m. Anhang III Nr. 4 KI-VO — Hochrisiko bei Bewerbungs-Screening, Personalauswahl und Beschäftigtenmanagement nach Zweckbestimmung
Triage zu Beginn
- Für welchen Zweck wird das KI-System eingesetzt — Bewerberauswahl, Mandatszuordnung, Leistungsbewertung?
- Können Trainingsdaten historische Diskriminierungsmuster enthalten?
- Sind schutzbeduerfte Gruppen nach AGG unverhältnismaessig betroffen?
- Wurde ein Bias-Test durchgefuehrt — und sind die Ergebnisse dokumentiert?
- Gibt es einen Widerspruchsmechanismus für Betroffene (Art. 22 Abs. 3 DSGVO)?
Output-Template — Bias-Prüfprotokoll
Adressat: HR / Compliance — Tonfall: strukturiert, sachlich
BIAS-PRUEFPROTOKOLL
[DATUM] — System: [SYSTEMNAME] — Anwendungsfall: [BESCHREIBUNG]
Geschuetzte Merkmale (§ 1 AGG) — Analyse:
| Merkmal | Risiko | Nachweis | Massnahme |
|---|---|---|---|
| Geschlecht | [NIEDRIG/MITTEL/HOCH] | [TESTERGEBNIS] | [MASSNAHME] |
| Alter | [NIEDRIG/MITTEL/HOCH] | [TESTERGEBNIS] | [MASSNAHME] |
| Herkunft / Nationalitaet | [NIEDRIG/MITTEL/HOCH] | [TESTERGEBNIS] | [MASSNAHME] |
| Behinderung | [NIEDRIG/MITTEL/HOCH] | [TESTERGEBNIS] | [MASSNAHME] |
KI-VO Art. 5 Abs. 1 lit. c: Biometrische Kategorisierung: [NICHT VORHANDEN / PRUEFUNG ERFORDERLICH]
Anhang III Nr. 4 KI-VO: Hochrisiko: [JA / NEIN — je nach Zweckbestimmung]
Bias-Test durchgefuehrt: [JA — Methode: BESCHREIBUNG / NEIN — ERFORDERLICH]
Gesamtbewertung: [KEIN MATERIALLES BIAS / BIAS GEFUNDEN — MASSNAHMEN ERFORDERLICH]
Geprueft von: [NAME], [DATUM]
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.
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