Berufsrechtskonforme tatbestand beweis und belege
Wenn es um Berufsrechtskonforme Tatbestand Beweis Und Belege in diesem Spezialbereich geht: ordnet Akteninhalt, Belege, Lücken und Nachforderungen; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.From its SKILL.md
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Eine KI-Nutzung in der Kanzlei ist berufsrechtskonform, wenn kumulativ erfüllt:
- Verschwiegenheit gewahrt (§ 43a Abs. 2 BRAO, § 2 BORA): Mandantenbezogene Daten werden nicht an Dritte offenbart, soweit nicht durch Befreiung oder gesetzliche Pflicht gerechtfertigt.
- § 43e BRAO erfüllt: Dienstleister verpflichtet, Sorgfaltsauswahl belegt, Überwachung etabliert.
- § 203 StGB-Voraussetzungen für Mitwirkende gewahrt: schriftliche Verpflichtung, Schweigepflichthinweis.
- DSGVO-Compliance: Rechtsgrundlage Art. 6, AVV Art. 28, ggf. SCC/DPF bei Drittlandtransfer; DSFA Art. 35.
- KI-VO-Compliance: Bei Hochrisiko-Anwendungen Anbieter- bzw. Betreiberpflichten (Art. 16, 26).
- Mandantenaufklärung: bei substantieller KI-Nutzung — Empfehlung der DAV-Stellungnahme; Aufklärung über Tool-Einsatz und Restrisiken.
- Sorgfalt im Output: keine Halluzinationen ungeprüft ins Mandantenprodukt; § 43 BRAO Mandatssorgfalt.
Beweisfragen für Audit/Aufsicht
- Tool-Auswahlentscheidung: Welche Tools sind freigegeben? Wer hat freigegeben? Auf welcher Grundlage?
- Verpflichtungserklärungen: Datum, Unterschrift, Empfänger, Verifikation der Vertretungsbefugnis.
- AVV / SCC: Aktuelle Fassung, unterzeichnet, archiviert.
- DSFA / FRIA: Erstellt, dokumentiert, Datum, Beteiligte (DSB, Berufsträger).
- Schulungsnachweise: Teilnahmelisten, Inhalte, Auffrischungszyklus.
- Vorfallprotokoll: Bei Datenpannen, Halluzinationen mit Wirkung, Sub-Dienstleister-Wechseln.
- Mandantenaufklärung: schriftliche Hinweise, ggf. Einwilligung.
Beleg-Checkliste
- KI-Inventar mit Use-Case-IDs
- AVV nach Art. 28 DSGVO
- SCC / DPF-Selbstzertifizierung
- Trust-Center-Auszüge des Anbieters (Stand, Zertifikate)
- Verpflichtungserklärung nach § 203 Abs. 4 StGB
- Risikobewertung
- Schulungsmaterial
- Mandantenhinweis in Auftragsbestätigung / Mandatsvertrag
Typische Fehler
- Verpflichtungserklärung nur per E-Mail-Bestätigung statt unterzeichneter Erklärung; bei juristischer Person ohne Vertretungsbefugnis.
- Pauschale Trust-Center-Behauptungen statt vertraglich vereinbarter Pflichten.
- Sub-Dienstleisterliste nicht überprüft.
- Trainingsausschluss nur Default-Einstellung statt vertraglich fixiert.
- "Nichtwissen" der Berufsträger über tatsächlich genutzte Tools (Schatten-IT).
Trade-off
Lückenlose Belegführung kostet Aufwand und schafft Auditierbarkeit; im Streitfall (Anwaltskammer, Datenschutzaufsicht, Versicherung) entscheidet die Beleglage. Empfehlung: zentrale Ablage je Tool, automatische Erinnerungen für Reviews, jährliche Selbstauskunft des Anbieters.
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