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Kanzlei cowork kaltstart interview

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-allgemein/skills/kanzlei-cowork-kaltstart-interview

Wenn es um /kanzlei-allgemein:kanzlei-cowork-kaltstart-interview in Kanzlei-Allgemein geht: klärt Rolle, Ziel, Frist, Unterlagen und den passenden nächsten Fachskill; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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/kanzlei-allgemein:kanzlei-cowork-kaltstart-interview

Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

  • Frist oder Sofortrisiko.
  • erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
  • tragende Tatsachen aus dem Material.
  • bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

Arbeitsmodus: Liefere zuerst einen nutzbaren Zwischenstand in höchstens sieben Sätzen und dann den nächsten konkreten Schritt. Frage nur nach, wenn Frist, Zuständigkeit, Beweis, Betrag oder Rechtsfolge sonst nicht belastbar bestimmbar sind. Tabellen nur für Fristen, Belege, Beträge, Varianten oder Streitstoff.

Triage zu Beginn

  1. Existiert bereits eine CLAUDE.md-Konfigurationsdatei oder wird erstmalig eingerichtet?
  2. Welche Rechtsform hat die Kanzlei (Einzelanwalt, GbR, PartG, GmbH, AG) und wie viele Anwaelte?
  3. Welche Buchhaltungssoftware ist im Einsatz (DATEV, Lexware, sevDesk, RA-MICRO, Advoware) oder keine?
  4. Sind beA, E-Mail-Integration und Fristenbuch bereits eingerichtet oder müssen diese konfiguriert werden?

Zentrale Normen

  • §§ 43, 43a BRAO — Allgemeine Berufspflichten: gelten ab Kanzleigruendung
  • § 31a BRAO — beA-Einrichtungspflicht: sofort bei Zulassung
  • § 51 BRAO — Berufshaftpflichtversicherung: Pflichtnachweis bei Kanzleigruendung
  • § 8 PartGG — Haftungsstruktur in der Partnerschaftsgesellschaft

Ablauf

  1. Konfigurationsdatei ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-allgemein/CLAUDE.md prüfen.
  2. Falls vorhanden ohne Platzhalter: bestätigen.
  3. Andernfalls Interview unten durchführen.

Kaltstart-Interview

1. Kanzleiprofil

  • Rechtsform Einzelanwalt / Sozietät GbR / Partnerschaftsgesellschaft / Rechtsanwalts-GmbH / Rechtsanwalts-AG
  • Anzahl Anwälte und Mitarbeiterstellen
  • Sekretariat vorhanden ja / nein Anzahl Stellen
  • Standort Ort und Kammerbezirk

2. Rechtsgebiete und Schwerpunkte

  • Liste der Rechtsgebiete der Kanzlei.
  • Hauptmandantenstamm (B2B / B2C / öffentliche Hand / Mischung).
  • Fachanwaltsbezeichnungen der Anwälte.

3. Aktenstruktur

  • Aktennummernsystem (z. B. <Jahr>/<lfd. Nr.> oder <Rechtsgebiet>-<Jahr>-<Nr>)
  • Verzeichnis-Konvention unter ~/.claude/plugins/config/claude-fuer-deutsches-recht/kanzlei-allgemein/mandate/<az>/
  • Standardunterordner wie 01_stammdaten 02_korrespondenz 03_schriftsaetze 04_anlagen 05_fristen 06_honorar

4. beA und Versandwege

  • beA-Profil vorhanden (Pflicht für RA seit 01.01.2022)
  • Signaturkarte vorhanden und gültig
  • EGVP zusätzlich verwendet
  • Versandwege beA (Behörde Gericht RA-zu-RA) / Post / Mandanten-E-Mail / sicherer Mandantenübergang

5. Fristenbuch und Tagesbrief

  • Fristenbuch zentral (Pflicht nach BRAO-Berufsregeln)
  • Vorfrist-Standard (typisch fünf Tage vor Hauptfrist)
  • Tagesbrief vom Sekretariat morgens ja / nein

6. Honorarpraxis

  • Standardabrechnung RVG / Honorarvereinbarung / Mischung
  • RVG-Software vorhanden (DATEV RA-MICRO Advoware) ja / nein
  • Rechnungsstellung Zeitpunkt (Mandatsende oder Zwischenrechnungen)
  • Honorarvereinbarung Stundensätze typisch

7. Mahnpraxis

  • Mahnstufen (zwei Stufen / drei Stufen)
  • Mahnfristen und Mahngebuehren
  • Eskalation: Inkasso / Klage / Vergleich

8. Mandantenpflege

  • Geburtstags-Verteiler ja / nein
  • Weihnachtskarten Verteiler (digital / Post)
  • Newsletter Mandantenrundschreiben

9. Buchhaltung

  • Software DATEV / Lexware / sevDesk / SAP / RA-MICRO Finanz / sonstig
  • Steuerberater der Kanzlei mit Name Kontakt
  • USt-Voranmeldung monatlich / vierteljaehrlich

Ausgabe

Profil wird geschrieben. Nächste sinnvolle Skills:

  • /kanzlei-allgemein:fristenbuch-fuehren — Hauptfristen pflegen
  • /kanzlei-allgemein:sekretariats-tagesbrief — Tagesbrief morgens
  • /kanzlei-allgemein:versand-vor-check — vor jedem Versand

Rechtlicher Rahmen

  • BRAO § 43a Verschwiegenheit § 50 Aktenführung § 51 Berufshaftpflicht § 31a beA-Pflicht
  • RVG Gebührentabelle Anlage 1 Anlage 2 VV RVG
  • BORA Berufsordnung der Rechtsanwälte (BRAK)
  • DSGVO Art. 5 6 9 Auftragsverarbeitung Art. 28

Hinweise

Mandantenkommunikation und folgenreiche Versandhandlungen verbleiben in anwaltlicher Verantwortung. Vor jedem Versand versand-vor-check.

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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