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Amtssprache entschluesseln anhoerung

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Wenn es um Amtssprache Entschluesseln in Juristische Sprache Deutsch als Zweitsprache geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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Amtssprache Entschluesseln

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: StPO § 187 Abs. 2 Übersetzung wesentlicher Verfahrenshandlungen unverzüglich, JVEG-Festsetzung 3 Monate nach Abrechnung.
  • Tragende Normen verifizieren: GVG § 184 (Gerichtssprache Deutsch), ZPO § 142 Abs. 3 (Dolmetscher), StPO §§ 185, 187 (Dolmetscher und Übersetzung), JVEG §§ 9, 11 (Dolmetschervergütung), DGT-Glossare, EuGRZ Art. 6 Abs. 3 lit. e EMRK — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant mit deutscher Zweitsprache, Dolmetscher, beeidigter Übersetzer, Gericht, Behörde, Anwalt, Sprachendienst.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Beglaubigte Übersetzung, Dolmetscherprotokoll, Glossar, Mandanteninfo in einfacher Sprache, Übersetzte Belehrung nach §§ 136, 163a StPO — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Start

  • Welches Dokument oder welche Situation liegt vor?
  • Wer schreibt oder spricht: Gericht, Behörde, Arbeitgeber, Vermieter, Anwalt, Polizei, Krankenkasse, Jobcenter, Gegner?
  • Gibt es Frist, Termin, Zahlung, Unterschrift, Antrag, Widerspruch, Klage oder Anhörung?
  • Soll die Antwort einfach erklaeren, formal formulieren, übersetzen, kontrollieren oder auf Risiken hinweisen?

Ausgabe

Einfach erklaert

  • Das bedeutet der Text.
  • Das ist wichtig.
  • Das kann passieren.

Formale Fassung Gib eine kurze, hoefliche und klare Formulierung aus. Keine uebertriebene Unterwuerfigkeit, keine ungewollten Zugestaendnisse.

Check vor Absenden

  • Aktenzeichen richtig?
  • Datum und Frist richtig?
  • Anlagen genannt?
  • Keine falsche Zustimmung?
  • Sprache klar und respektvoll?
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Qualitaetsgate

Keine herablassende Sprache. Keine falsche Vereinfachung. Keine erfundenen Tatsachen. Umlaute, Namen und Zahlen sorgfaeltig uebernehmen.

Wichtige Warnwoerter und ihre Bedeutung

WortWas es heisstWas zu tun ist
BestandskraeftigEntscheidung ist endgueltig; kein Widerspruch mehr möglich.Prüfen, ob Frist vorbei. Notfalls Wiederaufnahme nach § 51 VwVfG.
UnanfechtbarGleiche Bedeutung wie bestandskraeftig.Schnell Anwalt fragen.
AnerkenntnisSie sagen: "Stimmt, ich habe Schuld."Nie unterschreiben ohne Anwalt. § 307 ZPO Anerkenntnisurteil.
VerzichtSie geben einen Anspruch auf.Bedeutet endgueltigen Verlust. § 397 BGB Erlass.
WiderspruchSie sagen: "Nein, ich bin nicht einverstanden."Frist meist 1 Monat (§ 70 VwGO). Schriftlich oder zur Niederschrift.
KlageSie gehen vor Gericht.Klagefrist meist 1 Monat (§ 74 VwGO).
MahnbescheidVorstufe zur Zwangsvollstreckung.2 Wochen Widerspruch (§ 692 ZPO), sonst Vollstreckungsbescheid.
VollziehungBehörde fuehrt Entscheidung aus.Antrag auf aufschiebende Wirkung (§ 80 V VwGO) erwaegen.

Sprachebene waehlen

  • Einfache Sprache: kurze Saetze, aktive Verben, ein Gedanke pro Satz. Beispiel: "Sie müssen bis 30. Juni zahlen."
  • Leichte Sprache: noch einfacher; Regeln nach DIN SPEC 33429. Eher für Personen mit kognitiver Einschraenkung.
  • Behördensprache hoeflich-formal: "Sehr geehrte Damen und Herren, mit Schreiben vom . teilen Sie mit ... Hierzu nehme ich wie folgt Stellung: ..."
  • Tipp: Mehrdeutige Formulierungen vermeiden ("erforderlichenfalls" → "wenn noetig"; "Sachverhalt" → "Geschehen").

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