Digital products international
Wenn es um Digitale Produkte im internationalen Handel in Internationales Handelsrecht und Lex Mercatoria geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Digitale Produkte im internationalen Handel
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: HGB §§ 1-7, 17-37 (Firma/Register), 48-58 (Prokura), 84-92c (Handelsvertreter), 343 ff. (Handelsgeschäfte), 373 ff. (Handelskauf); CISG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Worum es geht
Digitale Produkte (Software, Datenbanken, KI-Modelle) stellen besondere Herausforderungen für das internationale Handelrecht dar: CISG-Anwendbarkeit auf Software ist umstritten (Körperlichkeit?); EU-RL 2019/770 schafft ein EU-spezifisches Regime für digitale Inhalte. Der AI Act (EU) 2024/1689 reguliert grenzüberschreitenden KI-Einsatz.
Kernnormen / Kernquellen
- EU RL 2019/770 Art. 2-3: Anwendungsbereich — digitale Inhalte und Dienste (auch B2C)
- EU RL 2019/770 Art. 7-9: Vertragsmäßigkeit digitaler Inhalte
- AI Act (EU) 2024/1689 Art. 6: Risikoklassen von KI-Systemen (verboten, hoch, mittel, minimal)
- CISG Art. 1-3: Anwendung auf Software — körperliche vs. unkörperliche Übertragung
- §§ 327-327u BGB: Deutsches Umsetzungsrecht RL 2019/770 (ab 1.1.2022)
- DSGVO Art. 44-49: Datenschutz bei Cloud-Software-Nutzung
Schlüsselbegriffe
- Körperlichkeit-Anforderung CISG: Software auf Datenträger = CISG; Download = str.
- Digitale Inhalte RL 2019/770: auch B2B-Anwendbarkeit? (RL nur B2C — B2B nach nationalem Recht)
- AI-Act Hochrisiko-KI: Verwendungsverbote, Transparenzpflichten, CE-Kennzeichnung
- SaaS vs. Softwarekauf: Dauerlizenz vs. zeitlich begrenzte Nutzung
- Open-Source-Lizenzen (GPL, MIT, Apache): Lizenzkompatibilität bei Weitervertrieb
Typische Streitfragen / Anwendungsfälle
- Software-Download-Kauf: CISG-Anwendbarkeit bei rein digitalem Download?
- AI-Act Hochrisiko: Ist ein Kreditscoring-Algorithmus Hochrisiko-KI-System?
- SaaS-Vertrag: Welches Recht gilt für Update-Pflicht und Datenverlust?
- Open-Source-Copyleft: Kann proprietäre Software GPL-Komponente einbinden ohne Copyleft-Wirkung?
- Cloud-Software aus USA: Welche Exportkontrollregeln gelten (EAR-Kryptographie)?
Methodik
- CISG-Anwendbarkeit: körperliche Verkörperung (Datenträger) entscheidend; bei Zweifel: CISG-Ausschluss
- AI-Act-Compliance: Risikoklassifikation vor Markteinführung; CE-Kennzeichnung für Hochrisiko
- SaaS-Vertrag: Service Level Agreements (SLA), Datenschutz (DPA), Exit-Strategie
- Open-Source-Lizenz-Audit: SBOM (Software Bill of Materials) für Lizenzkonformität
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