Contract playbook exporter
Wenn es um Contract Playbook für Exporteure in Internationales Handelsrecht und Lex Mercatoria geht: entwickelt Verhandlungsziel, Vergleichskorridor und Eskalationspfad; liefert eine Verhandlungs- oder Eskalationslinie mit Optionen.From its SKILL.md
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Contract Playbook für Exporteure
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: HGB §§ 1-7, 17-37 (Firma/Register), 48-58 (Prokura), 84-92c (Handelsvertreter), 343 ff. (Handelsgeschäfte), 373 ff. (Handelskauf); CISG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Worum es geht
Ein Contract Playbook hilft Exporteuren, ihre Standardpositionen und Verhandlungsstrategie zu systematisieren. Es definiert Must-Haves (Rechtswahl, Schiedsklausel), Should-Haves (Haftungscap, EV) und Nice-to-Haves (Audit-Recht, ESG-Klausel). BATNA-Analyse schärft Verhandlungsflexibilität.
Kernnormen / Kernquellen
- CISG Art. 6: Opting-out vs. Opting-in (Rechtswahl-Priorität)
- ICC Schiedsregeln 2021: Schiedsklausel als Dispute-Resolution-Standard
- BGB §§ 449, 929: Eigentumsvorbehalt — Must-Have für alle Exporteure
- CISG Art. 74-77: Schadensersatz und Mitigation — Haftungscap-Rechtfertigung
- LkSG §§ 3-5: ESG/LkSG-Lieferkettenklausel als wachsendes Standard
- VBER (EU) 2022/720: Vertriebsklauseln im Exportkontext
Schlüsselbegriffe
- Must-Have: ohne diese Klauseln kein Vertragsabschluss (Rechtswahl, Schiedsklausel, EV)
- Should-Have: starke Verhandlungsposition erforderlich (Haftungscap, FM-Klausel)
- Nice-to-Have: opportunistisch einfordern (ESG-Auditrecht, Indexklausel)
- Fallback-Position: was Exporteur akzeptiert wenn Must-Have abgelehnt wird
- BATNA: Best Alternative to a Negotiated Agreement — Mindeststandard definieren
Typische Streitfragen / Anwendungsfälle
- Käufer verlangt Anwendbarkeit seines nationalen Rechts: Akzeptabler Kompromiss?
- Kein Schiedsgericht: Kann ICC-Mediation + staatliches Gericht Fallback sein?
- Haftungscap verweigert: Wie alternativ mit Haftungsausschlussklausel für Folgeschäden?
- Eigentumsvorbehalt in Nicht-Anerkennungsland: Welche Alternative (Akkreditiv, Bürgschaft)?
- ESG-Klausel: Wann ist das verhandelbar und wann must-have (LkSG-Pflicht)?
Methodik
- Playbook-Struktur: Klausel → Standardposition → Begründung → Fallback → Red Line
- BATNA-Analyse vor jeder Verhandlung definieren
- Länder-spezifische Anpassung: EV in USA (UCC Filing), China (lokale Registrierung)
- Revisionszyklus: Playbook jährlich auf Rechtsentwicklungen (CISG-Rspr., VBER, LkSG) aktualisieren
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