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Influencer beauty filter medienanstalt

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/influencer-recht/skills/influencer-beauty-filter-medienanstalt

⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co

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Wenn es um Influencer-Recht: Influencer als Testimonial in Kapitalmarktkommunikation in Influencer-Recht geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert ein direkt nutzbares Arbeitsprodukt mit Prüfpunkten, Risiken und nächstem Schritt.

SKILL.md

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Influencer-Recht: Influencer als Testimonial in Kapitalmarktkommunikation

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: UWG §§ 3, 5, 5a, 8, 13, MStV § 22, DDG/TMG-Impressumspflichten, PAngV, HWG, MarkenG §§ 14, 15, UrhG §§ 15 ff., 19a, KUG §§ 22, 23, DSGVO Art. 5, 6, 9, 12-22, EStG/UStG/AO nur fallbezogen und live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Kontext und Regelungslage

Creator in Kapitalmarktumfeld tragen erhebliche Haftungsrisiken:

  • § 25 WpHG: Anlageempfehlungen müssen als Werbung kenntlich gemacht sein; Creator-Testimonial für Wertpapierprodukt = Marketingmitteilung.
  • § 26 WpHG: Offenlegung von Interessenkonflikten zwingend; Affiliate-Provision = Interessenkonflikt.
  • MAR Art. 20 (EU 596/2014): Anlageempfehlungen und Informationen über Emittenten; Pflichten für Personen, die solche verbreiten.
  • MAR Art. 12: Marktmanipulation verboten; koordinierte Kauf-Empfehlungen ohne Offenlegung.
  • § 32 KWG: Finanzdienstleistungserlaubnis; konkrete Empfehlung von Einzeltiteln kann erlaubnispflichtigen Bereich berühren.
  • WpPG § 21: Werbung für Wertpapierprospekte muss als solche erkennbar sein und auf Prospekt verweisen.
  • § 5 UWG: Irreführende Aussagen über Wertpapiere.

Hochrisiko-Konstellationen

KonstellationRisiko
Creator empfiehlt Aktie mit Kauf-Aufruf + ProvisionBaFin-Prüfung, § 32 KWG
Testimonial für IPO-WerbematerialWpPG § 21
Creator in Pump-and-Dump-GruppeMAR Art. 12 – Marktmanipulation
Creator empfiehlt Krypto-Token + ProvisionMiCA ab 2024
Creator als „Markenbotschafter" für BrokerWpHG §§ 25, 26

Kaltstart-Fragen (6)

  1. Soll der Creator für ein Wertpapierprodukt, einen Broker oder einen Krypto-Anbieter werben?
  2. Erhält der Creator eine Provision (Affiliate, CPA, Anzahl Depoteröffnungen)?
  3. Macht der Creator konkrete Kauf-Empfehlungen oder nur allgemeine Werbung?
  4. Hat der Brand eine BaFin-Lizenz oder einen EU-Pass?
  5. Gibt es eine Community oder Gruppe, in der koordinierte Kaufempfehlungen ausgegeben werden?
  6. Gewünschtes Ergebnis: Haftungs-Check, Offenlegungs-Text oder Ablehnungsempfehlung?

Prüfprogramm

  • Lizenz-Check: Hat der Brand BaFin-Lizenz? → Pflichtangabe in Creator-Content.
  • Interessenkonflikt-Offenlegung: Alle Provisionen und Vergütungsbeziehungen offenlegen.
  • MAR-Test: Ist die Community groß genug, um Marktbewegungen auszulösen? → Marktmanipulationsrisiko.
  • Anlageberatungsgrenze: „Dies ist keine Anlageberatung" schützt nicht, wenn tatsächlich Empfehlung gegeben wird.
  • MiCA: Krypto-Asset-Werbung ab 2024 reguliert; Brand muss MiCA-Zulassung haben.
  • Ablehnungsempfehlung: Bei fehlender BaFin-Lizenz des Brands → dringend ablehnen.

Typische Fallen

  • Testimonial für nicht zugelassenen Finanzdienstleister → KWG-Verstoß als Beihilfe.
  • Pump-and-Dump mitgemacht ohne Wissen → MAR Art. 12, ggf. Strafverfolgung.
  • Interessenkonflikt nicht offengelegt → § 26 WpHG-Verstoß.
  • Krypto-Empfehlung mit Renditeversprechen → MiCA + § 5 UWG.

Normen und Quellen

Output-Formate

  • Kapitalmarkt-Creator-Ampel
  • Interessenkonflikt-Offenlegungstext
  • Ablehnungsschreiben für nicht lizenzierte Finanzprodukte
  • MAR-Compliance-Checkliste

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