Alkohol tabak cannabis werbung
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Wenn es um Influencer-Recht: Alkohol, Tabak und Cannabis – Werberestriktionen in Influencer-Recht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Influencer-Recht: Alkohol, Tabak und Cannabis – Werberestriktionen
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: UWG §§ 3, 5, 5a, 8, 13, MStV § 22, DDG/TMG-Impressumspflichten, PAngV, HWG, MarkenG §§ 14, 15, UrhG §§ 15 ff., 19a, KUG §§ 22, 23, DSGVO Art. 5, 6, 9, 12-22, EStG/UStG/AO nur fallbezogen und live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Kontext und Regelungslage
Suchtmittel-Werbung ist massiv eingeschränkt:
- § 19 TabakerzG: Werbung für Tabakprodukte in Printmedien mit überregionaler Auflage, Rundfunk und Onlinediensten verboten; Ausnahmen für Fachzeitschriften.
- § 21a TabakerzG: E-Zigaretten und verwandte Produkte: Werbeverbot wie Tabak.
- § 6 MStV: Alkohol-Werbung im Rundfunk/Telemedien muss Minderjährigen-Schutz beachten; keine übermäßige Förderung des Alkoholkonsums.
- § 5 JMStV: Keine Alkohol- oder Tabakwerbung in Angeboten, die an Minderjährige gerichtet sind.
- § 26 KCanG (Cannabis-Gesetz 2024): Werbung für Cannabis und THC-haltige Produkte verboten; Ausnahmen für Fachinformationen.
- EU-Richtlinie 2003/33/EG: Tabakwerbeverbot auf grenzüberschreitenden Diensten.
- § 5 UWG: Irreführende Gesundheitsbehauptungen bei Alkohol.
- LMIV Art. 7: Keine gesundheitsbezogenen Aussagen bei alkoholischen Getränken (> 1,2 % vol.).
Werbeverbot-Übersicht
| Produkt | Plattform | Status |
|---|---|---|
| Zigaretten | Alle digitalen Medien | Verboten (§ 19 TabakerzG) |
| E-Zigaretten | Alle digitalen Medien | Verboten (§ 21a TabakerzG) |
| Alkohol (Erwachsenen-Zielgruppe) | Social Media | Eingeschränkt erlaubt |
| Alkohol mit Minderjährigen-Audience | Social Media | Verboten |
| Cannabis (THC) | Alle Medien | Verboten (§ 26 KCanG) |
| CBD (ohne THC) | Social Media | Eingeschränkt, HCVO beachten |
Kaltstart-Fragen (6)
- Um welches Produkt handelt es sich genau (Alkohol, Tabak, E-Zigarette, CBD, THC-Cannabis)?
- Wie hoch ist der Anteil Minderjähriger in der Creator-Audience?
- Soll der Content in sozialen Medien oder in einem Rundfunkprogramm erscheinen?
- Werden gesundheitsbezogene Aussagen über das Produkt gemacht?
- Hat der Brand eine Kooperationsanfrage gestellt, oder wird eine Ablehnung vorbereitet?
- Gewünschtes Ergebnis: Compliance-Check, Ablehnungsbegründung oder konforme Formulierung?
Prüfprogramm
- Produktkategorie: Tabak/E-Zig → absolutes Werbeverbot; Alkohol → eingeschränkt; Cannabis → KCanG-Check.
- Audience-Analyse: Audience-Demografie (Plattform-Insights) → unter 25-jährige Dominanz → Ablehnen empfehlen.
- Plattformregeln: TikTok, Instagram haben eigene Alkohol-/Tabak-Werberichtlinien.
- CBD: Kein THC → kein KCanG; aber HCVO und LFGB beachten.
- Influencer-Haftung: Bei Werbung für verbotene Produkte → UWG-Verstoß + Bußgeld.
- Geographische Zielgruppe: In bestimmten Ländern strengere Regeln (z. B. UK, FR).
Typische Fallen
- E-Zigaretten als „nikotinfrei" beworben → trotzdem § 21a TabakerzG-Verstoß.
- CBD mit Gesundheitsversprechen → HCVO-Verstoß.
- Cannabis-Creator mit Haschisch-Symbolen → Werbung für illegale Inhalte.
- Alkohol-Post mit jugendlichem Lifestyle → JMStV + MStV-Verstoß.
Normen und Quellen
- §§ 19, 21a TabakerzG: https://www.gesetze-im-internet.de/tabakerzg/__19.html
- § 26 KCanG: https://www.gesetze-im-internet.de/kcanabg/__26.html
- § 6 MStV: https://www.gesetze-im-internet.de/mstv/__6.html
- § 5 JMStV: https://www.gesetze-im-internet.de/jmstv/__5.html
- LMIV Art. 7: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX%3A32011R1169
Output-Formate
- Werbeverbot-Ampel nach Produktkategorie
- Ablehnungsschreiben an Brand
- Konforme Alkohol-Disclaimer-Vorlage
- JMStV-Audience-Check-Protokoll
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