Sachverstaendige beweisfragen planungsfehler
Wenn es um Sachverständigenfragen Zu Planungsfehlern in HOAI Leistungsphasen Praxis geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.From its SKILL.md
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Sachverständigenfragen Zu Planungsfehlern
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: HOAI Paragrafen 1 bis 13 sowie nur das einschlägige Leistungsbild für Gebäude und Innenräume nach Paragraf 34, Freianlagen nach Paragraf 39, Ingenieurbauwerke nach Paragraf 43, Verkehrsanlagen nach Paragraf 47, Tragwerksplanung nach Paragraf 51 oder Technische Ausrüstung nach Paragraf 55; Architekten- und Ingenieurvertrag nach BGB Paragrafen 650p bis 650t. VOB/B nur anwenden, wenn sie wirksam vereinbart und für die konkrete Bauleistung einschlägig ist.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Norm- und Prozessanker
- BGB §§ 650p bis 650t für Architekten- und Ingenieurverträge; daneben je nach Anspruch BGB §§ 633, 634, 280, 281, 286, 634a.
- HOAI nur für Honorar- und Leistungsbildlogik heranziehen: Leistungsphase, Grundleistung, besondere Leistung, anrechenbare Kosten und Honorarparameter sauber trennen.
- ZPO §§ 402 ff., 411 für gerichtliche Sachverständige; ZPO §§ 485 ff. für selbständige Beweisverfahren; ZPO § 286 für die spätere richterliche Beweiswürdigung.
- DIN, VDI, Herstellervorgaben, öffentlich-rechtliche Genehmigungen, Brandschutzkonzepte und Ausführungspläne nur als technische Maßstäbe verwenden, nicht als automatische Haftungsnorm.
Arbeitsgang
- Vertrag und Leistungsphase fixieren: Objekt, Vertrag, beauftragte LPH, besondere Leistungen, Planstand, Änderungsanordnungen und Zuständigkeit des Fachplaners erfassen.
- Rechtsfrage in Beweistatsache übersetzen: Nicht fragen: "Hat der Architekt seine Pflicht verletzt?", sondern: "Welche Detailplanung lag am 14.03.2026 für den Dachanschluss Achse C/7 vor und entsprach sie den anerkannten Regeln der Technik?"
- Mangelursache trennen: Planungsfehler, Ausschreibungsfehler, Bauüberwachungsfehler, Unternehmerausführung, Bauherrnentscheidung, Bestandsrisiko und Wartung gesondert abfragen.
- Kausalitätskette bauen: Planstand -> Ausführung -> Mangelbild -> Sanierungsvariante -> Mehrkosten/Sowiesokosten -> Verzögerung.
- Beweisfähigkeit prüfen: Welche Unterlage beweist was: Planindex, Bautagebuch, Jour-fixe-Protokoll, Bedenkenanzeige, Fotodokumentation, Nachtrag, Mängelanzeige, Abnahmeprotokoll.
- Unzulässige Rechtsfragen markieren: Verschulden, Vertragspflicht, Verjährung, Mitverschulden und Schadensersatzhöhe bleiben anwaltliche/richterliche Bewertung.
- Alternativfragen aufnehmen: Wenn die erste Ursache nicht feststellbar ist, muss der Gutachter hilfsweise zu Plausibilität, typischer Schadensentstehung und abgrenzbaren Kostenblöcken Stellung nehmen.
Formulierungsbeispiele
- "Welche konkreten planerischen Angaben fehlten in der Ausführungsplanung zur Abdichtung des Sockelanschlusses, und waren diese Angaben für eine mangelfreie Ausführung erforderlich?"
- "War der festgestellte Feuchteschaden nach Lage, Verlauf und Materialbild eher auf eine fehlerhafte Detailplanung, eine Ausführungsabweichung oder spätere Nutzung/Wartung zurückzuführen?"
- "Welche Kosten wären bei ursprünglich mangelfreier Planung ohnehin angefallen, und welche Mehrkosten beruhen erst auf der nachträglichen Sanierung?"
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