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Billing narratives

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/grosskanzlei-corporate-ma/skills/billing-narratives

⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co

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Wenn es um Big-Law Billing Narratives (Corporate M&A) in Großkanzlei Corporate/M&A geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.

SKILL.md

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Big-Law Billing Narratives (Corporate M&A)

Fachlicher Anker

  • Normenradar: Paragraf 15, 16, 40, 43, 46 GmbHG; Paragraf 76, 93, 111 AktG; HGB-, UmwG-, GWB- und AWV-Bezug nur, wenn der konkrete Vorgang ihn trägt.
  • Quellenhygiene: references/quellenhygiene.md und references/zitierweise.md beachten.

Fachkern: Big-Law Billing Narratives (Corporate M&A)

  • Prüfachse: Ordne den konkreten Auftrag nach Gesellschaftsform, Dokument, Entscheidungsträger, Form, Frist, Beleg und Rechtsfolge; Spezialnormen nur nennen, wenn sie den Fall tragen.
  • Entscheidende Weiche: Trenne Sachverhalt, Zuständigkeit, Zustimmung, Haftung, Vollzug und taktischen nächsten Schritt.
  • Arbeitsprodukt: Liefere eine verwertbare Matrix mit Tatsache / Norm / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt und bei Bedarf einen ausformulierten Textbaustein.

Triage zu Beginn

Vor der Erstellung von Billing Narratives klären:

  1. Honorarvereinbarung vorhanden? Stundenhonorar (Paragraf 3a RVG) oder Pauschalhonorar oder Success Fee oder Cap + Success Fee? Kein Narrative ohne klar definiertes Abrechnungsmodell.
  2. Taetigkeiten vollstaendig erfasst? Alle Time Entries nach Phase, Workstream und Deliverable vorliegend? Fehlende Entries flaggen.
  3. Budgetstatus geprueft? Aktuelles WIP gegen Budget halten; Scope Creep und Abweichungen markieren bevor Narrative erstellt wird.
  4. Mandantenvertraulichkeit: Narrative darf kein Mandatsgeheimnis unnoetig offen legen (Paragraf 43a Abs. 2 BRAO); Formulierungen müssen prüfbar aber nicht erläuternd sein.
  5. Rechnungsreife? Sind alle Bedingungen erfuellt (Leistungsstand, SPA-Meilenstein, vereinbarter Faelligkeitspunkt)? Bei Unsicherheit nicht abrechnen.
  6. E-Rechnung erforderlich? Oeffentlicher Auftraggeber oder SPA-Klausel zu XRechnung/ZUGFeRD? Dann an grosskanzlei-ma-erechnung-gobd uebergeben.
  • Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

Zentrale Normen

Aktuelle Rechtsprechung

  • Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle verwenden.

Billing-Narrative-Struktur für M&A-Deals

Time-Entry-Kategorien

PhaseWorkstreamTypische Taetigkeit
Pre-DDTransaction SetupMandatsanlage, NDA-Verhandlung, VDR-Einrichtung
Due DiligenceLegal DDVertragsreview, Issue-Extraktion, Red-Flag-Report
Due DiligenceCorporate DDHandelsregister-Auswertung, Gesellschafterliste
SigningSPA-VerhandlungVertragsverhandlung, Kommentierung, Signing-Prep
ClosingVollzugCP-Tracking, Closing-Actions, Notartermin
Post-ClosingPMIVertragsuebernahmen, Paragraf 613a BGB, Gesellschafterliste

Narrative-Formulierungsregeln

  1. Mandantentauglich: Keine Rechtsbegriffe ohne Erklaerung; kein unnoetig detaillierter Sachverhalt.
  2. Prüfbar: Jede Taetigkeit muss einem Workstream und Deliverable zugeordnet sein.
  3. Vertraulich: Kein Inhalt aus privilegierten Dokumenten (anwaltliche Stellungnahmen, DD-Reports) in externe Narrative.
  4. Zeitgenau: Time Entries tagesgenau; keine rueckwirkenden Grosskorrekturen ohne Erklaerung.
  5. Budget-Delta markieren: Abweichungen > 10 % zum vereinbarten Budget kommentieren.

Narrative-Muster nach Workstream

Due Diligence — Legal: Vertragsreview (Commercial Contracts)
Pruefen und Analysieren von [N] Lieferantenvertraegen im Datenraum; Erstellung eines
Issue-Summary für [N] Material-Contract-Eintraege; Identifizierung von [N] Change-of-
Control-Klauseln mit Zustimmungserfordernis; Abstimmung mit Deal-Team zu CP-Implikationen.
[N.N h]
Signing — SPA-Verhandlung: Kommentierung Paragraf [Klausel] / Garantiekatalog
Erarbeitung der Kanzleiposition zu Abschnitt [X] des SPA-Entwurfs (Garantiekatalog);
Abstimmung mit Mandant zu akzeptablem Risikoprofil; Einarbeitung in Track-Changes-Version;
Verhandlungssitzung [DATUM] mit Gegenseite.
[N.N h]

Schritt-für-Schritt-Workflow

Vorab: Das folgende Prüfschema ist eine Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht, werden die Schritte gekürzt, umgestellt oder an einen Spezialskill übergeben. Maßgeblich ist ein belastbares Ergebnis, nicht das Abarbeiten einer Tabelle.

  1. Time Entries importieren: Alle Zeiteintragungen für den Abrechnungszeitraum nach Phase und Workstream sortieren.
  2. Budget-Abgleich: WIP gegen vereinbartes Budget halten; Abweichungen > 10 % markieren und begruenden.
  3. Narrative verfassen: Pro Workstream ein Narrative-Block nach Formulierungsregeln oben.
  4. Mandantenvertraulichkeit prüfen: Kein Mandatsgeheimnis unnoetig offen gelegt? Narratives mandantentauglich formuliert?
  5. Rechnungspflichtangaben prüfen: Paragraf 14 UStG-Angaben vollstaendig (Leistungsbeschreibung, Zeitraum, Steuernummer, USt-ID)?
  6. Cap-/Success-Fee-Check: Gesamthonorar gegen vereinbarten Cap prüfen; Success-Fee-Bedingungen eingetreten?
  7. E-Rechnungspflicht prüfen: Oeffentlicher Auftraggeber? XRechnung/ZUGFeRD erforderlich? → an grosskanzlei-ma-erechnung-gobd uebergeben.
  8. Rechnungsreife-Ampel ausgeben: Gruen (alle Bedingungen erfuellt), Gelb (offene Punkte), Rot (Rechnung zurueckhalten).

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

KonstellationEmpfohlener Weg
Standard — Billing Narrative für M-and-A-Mandat erstellenNarrative nach Schema; Template unten
Variante A — Mandant will kurzere Rechnungen weniger DetailKurzform-Narrative ohne Einzelleistungsaufstellung
Variante B — Stuendliche Abrechnung vs PauschalhonorarBei Pauschalhonorar vereinfachtes Narrative ohne Stundenangaben
Variante C — Mehrteiliges Projekt Abrechnung in PhasenPhasen-Narrative separat; Gesamtnachweis am Ende

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Output-Template

Adressat: Mandant / Matter-Controller — Tonfall: knapp, prüfbar, mandantentauglich

BILLING NARRATIVE LEDGER
Mandat: [MANDATSCODE] / [ZIELGESELLSCHAFT]
Abrechnungszeitraum: [DATUM] bis [DATUM]
Erstellt: [TT.MM.JJJJ]
Matter-Controller: [NAME]

> Vertraulich — Mandatsgeheimnis Paragraf 43a Abs. 2 BRAO.

--- BUDGET-STATUS ---
Vereinbartes Budget: [BETRAG EUR]
WIP aktuell: [BETRAG EUR]
Abweichung: [+ / - BETRAG EUR] ([%])
Scope-Creep-Flag: [KEIN / JA: BESCHREIBUNG]

--- TIME ENTRIES NACH WORKSTREAM ---

WORKSTREAM: Due Diligence — Legal
[DATUM] | [TIMEKEEPER] | [N.N h] | [NARRATIVE]
[DATUM] | [TIMEKEEPER] | [N.N h] | [NARRATIVE]
Gesamt Workstream: [N.N h] / [BETRAG EUR]

WORKSTREAM: SPA-Verhandlung
[Analog]
Gesamt Workstream: [N.N h] / [BETRAG EUR]

WORKSTREAM: Closing
[Analog]
Gesamt Workstream: [N.N h] / [BETRAG EUR]

--- RECHNUNGS-ZUSAMMENFASSUNG ---
Honorar netto: [BETRAG EUR]
Umsatzsteuer 19 %: [BETRAG EUR]
Auslagen: [BETRAG EUR]
Summe brutto: [BETRAG EUR]
Cap-Pruefung: [UNTER CAP / CAP ERREICHT]
Success Fee: [NICHT FAELLIG / FAELLIG: BETRAG EUR]

--- RECHNUNGSREIFE-AMPEL ---
Status: [GRUEN / GELB / ROT]
Offene Punkte: [KEINE / LISTE]
Freigabe durch: [PARTNER-NAME]

--- E-RECHNUNG ---
XRechnung/ZUGFeRD erforderlich: [JA → Uebergabe grosskanzlei-ma-erechnung-gobd / NEIN]

--- vor Versand klären ---

  1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
  2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
  3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]

Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klärenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.

Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Rote Schwellen

  • Honorarvereinbarung Paragraf 3a RVG muendlich oder fehlend — Formverstos; Anwalt kann nur RVG-Pflichtgebuehren verlangen; Vereinbarung unverzueglich schriftlich nachholen.
  • Narrative enthaelt Mandatsgeheimnis — Paragraf 43a Abs. 2 BRAO; Formulierungen vor Versand prüfen; keine anwaltlichen Stellungnahmen, keine Parteiinterna in externen Narratives.
  • WIP ueberschreitet Cap ohne Mandanteninformation — Haftungsrisiko; Mandant informieren und Scope-Abgleich durchfuehren bevor weitergearbeitet wird.
  • Rechnungspflichtangaben Paragraf 14 UStG unvollstaendig — kein Vorsteuerabzug für Mandant; Rechnung korrigieren; Mahngebueehr-Risiko.
  • Leistung ohne Akte / Workstream — GoBD-Verstos; Time Entry kann nicht verbucht werden; Nacherfassung nur mit Erklaerung.

Arbeitsmodus

  • Taetigkeiten nach Phase, Workstream und Deliverable erfassen.
  • Narratives knapp, mandantentauglich und prüfbar formulieren.
  • Budgetabweichungen und Scope Creep markieren.
  • WIP, Cap, Success Fee, Auslagen, Rabatte und Steuerlogik als eigene Prüfpunkte fuehren.
  • Bei Rechnungsreife an grosskanzlei-ma-erechnung-gobd uebergeben.

Standardausgabe

  • Billing Narrative Ledger.
  • Budgetstatus nach Workstream.
  • Rechnungsreife-Ampel.
  • Übergabe an E-Rechnung/GoBD mit Belegkette.

Vorlagen

  • assets/templates/billing-narrative-ledger.md
  • assets/templates/erechnung-gobd-billing.md

Quellen und Vertiefung

  • Paragraf 3a RVG (Stundenhonorar-Vereinbarung; Formerfordernis)
  • Paragraf 49b BRAO (Vergaetungsvereinbarung)
  • Paragraf 4a RVG (Erfolgshonorar)
  • Paragraf 14 UStG (Rechnungspflichtangaben)
  • Paragraf 146 AO / Paragraf 238 ff. HGB (GoBD; Buchfuehrungspflicht)
  • Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle verwenden.
  • Mayer, in: Gerold/Schmidt, RVG, 26. Aufl. 2023, Paragraf 3a Rn. 5 ff.

Hinweis: Dieser Skill ersetzt keine anwaltliche Beratung im konkreten Einzelfall.


Halluzinations-Audit 27.05.2026

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