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Wenn es um Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck in Großkanzlei Corporate/M&A geht: erstellt den passenden Entwurf aus Sachverhalt, Norm, Beweis und Antrag; liefert einen verwertbaren Entwurf mit Anträgen, Begründung und Anlagenlogik.From its SKILL.md

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Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck

Fachlicher Anker

  • Normenradar: Paragraf 15, 16, 40, 43, 46 GmbHG; Paragraf 76, 93, 111 AktG; HGB-, UmwG-, GWB- und AWV-Bezug nur, wenn der konkrete Vorgang ihn trägt.
  • Quellenhygiene: references/quellenhygiene.md und references/zitierweise.md beachten.

Fachkern: Freistehender Insolvenzreife- und StaRUG-Schwellencheck

  • Prüfachse: Ordne den konkreten Auftrag nach Gesellschaftsform, Dokument, Entscheidungsträger, Form, Frist, Beleg und Rechtsfolge; Spezialnormen nur nennen, wenn sie den Fall tragen.
  • Entscheidende Weiche: Trenne Sachverhalt, Zuständigkeit, Zustimmung, Haftung, Vollzug und taktischen nächsten Schritt.
  • Arbeitsprodukt: Liefere eine verwertbare Matrix mit Tatsache / Norm / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt und bei Bedarf einen ausformulierten Textbaustein.

Kernsachverhalt

Im M&A-Kontext ist die Insolvenzreife-Prüfung in zwei Richtungen relevant: Einerseits als Due-Diligence-Instrument des Käufers, der sicherstellen muss, dass das Zielunternehmen bei Signing nicht bereits insolvenznah ist (andernfalls drohen MAC-Trigger, W&I-Ausschlüsse, Closing-Versagungen). Andererseits als Pflichtinstrument der Geschäftsleitung, die bei Eintritt von Insolvenzreife Antragspflichten hat und für masseschmälernde Zahlungen nach Paragraf 15b InsO haftet. Die drei Insolvenztatbestände — Zahlungsunfähigkeit (Paragraf 17), drohende Zahlungsunfähigkeit (Paragraf 18) und Überschuldung (Paragraf 19 InsO) — sind scharf zu trennen: Nur Paragraf 17 und Paragraf 19 begründen Antragspflichten, Paragraf 18 ist Voraussetzung für das StaRUG-Verfahren.

Kaltstart-Rückfragen

  1. Welcher Prüfungsanlass besteht — Buy/Sell-Side-DD, Board Paper, StaRUG-Frühwarnung, akutes Krisenmandat?
  2. Liegen Bankkontoauszüge (aktuell), OPOS Kreditoren und Debitoren, Bilanz, BWA und Management Forecast vor?
  3. Existieren Rangrücktritte, Patronatserklärungen, Stundungsvereinbarungen oder Sicherheiten, die Verbindlichkeiten rechtlich modifizieren?
  4. Wurden bereits Zahlungsstockungen, Rücklastschriften, Vollstreckungsankündigungen oder Kreditkündigungen beobachtet?
  5. Hat die Geschäftsleitung eine aktuelle Fortbestehensprognose? Auf welchen Annahmen beruht sie?
  6. Sind stille Lasten (Pensionsverpflichtungen, Prozessrisiken, Gewährleistungsrückstellungen) in der Bilanz enthalten?
  7. Gibt es streitige oder titulierte Forderungen, vorläufig vollstreckbare Urteile, Vollstreckungsmaßnahmen oder vorläufige Vollstreckungseinstellungen?
  8. Welche Deal-Auswirkungen sind zu prüfen — MAC-Klausel, Ordinary-Course-Covenant, Closing Condition, W&I-Versicherung?
  9. Welcher Zeithorizont gilt für die Prüfung — Stichtagsbetrachtung oder Prognose 24 Monate?
  • Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

Rechtsgrundlagen

Normtexte

NormRegelungsinhalt (Auszug)
Paragraf 17 InsOZahlungsunfähigkeit: Schuldner nicht in der Lage, fällige Zahlungspflichten zu erfüllen; > 10 % Liquiditätslücke über 3 Wochen in der Regel anzunehmen
Paragraf 18 InsODrohende Zahlungsunfähigkeit: voraussichtlich nicht in der Lage, Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen; Prognosezeitraum für StaRUG: 24 Monate
Paragraf 19 InsOÜberschuldung: Vermögen deckt Verbindlichkeiten nicht, außer bei positiver Fortbestehensprognose (zweistufige Prüfung)
Paragraf 15a InsOAntragspflicht: 3 Wochen bei Zahlungsunfähigkeit; 6 Wochen bei Überschuldung; Pflicht des Geschäftsführers / Vorstands
Paragraf 15b InsOZahlungsverbote nach Insolvenzreife; Haftung des Geschäftsführers / Vorstands; Direktanspruch des Insolvenzverwalters
Paragraf 1–93 StaRUGVorinsolvenzlicher Restrukturierungsrahmen: setzt drohende Zahlungsunfähigkeit (Paragraf 18 InsO) voraus
Paragraf 321a HGBBerichtspflicht des Abschlussprüfers über bestandsgefährdende Risiken; Frühwarnpflicht
Paragraf 91 Abs. 2 AktG; 43 GmbHGPflicht zur Einrichtung eines Überwachungssystems für bestandsgefährdende Risiken

Leitentscheidungen

GerichtAz.DatumLeitsatz (kurz)
BGHIX ZR 229/2223.01.2025Zahlungsunfähigkeit objektiv; nicht titulierte streitige Forderung nach objektiver Rechtslage; vorläufig vollstreckbare titulierte Forderung nominal, wenn fällig, Vollstreckungsvoraussetzungen vorliegen und der Gläubiger vollstreckt
BGHIX ZR 129/2218.04.2024Liquiditätsstatus muss mit Einzelposten und Belegen prüfbar sein; sonst droht einfaches Bestreiten durch außenstehende Gegner
BGHII ZR 139/2311.03.2025Nichtzulassungsbeschwerde-Beschluss: materieller Bestand entscheidet; Reichweite auf diese Bestätigung der bestehenden Rechtsprechung begrenzen
BGHIX ZB 38/2422.05.2025Die Belegwirkung eines Titels kann für einen Insolvenzantrag entfallen, wenn die Vollstreckung vorläufig eingestellt ist
BGHIX ZR 133/1405.03.2015Qualifizierter Rangrücktritt wirkt als schuldrechtliche Rang- und Durchsetzungssperre zugunsten der Gläubigergesamtheit
BGHIX ZR 143/1706.12.2018Vorinsolvenzliche Durchsetzungssperre muss Eröffnungsgründe klar verhindern; unklare Klauseln lösen Passivierungs- und Anfechtungsrisiken aus
IDW S 112022Standard zur Beurteilung von Insolvenzeröffnungsgründen; Methodik Liquiditätsstatus, Überschuldungsstatus, Fortbestehensprognose

Prüfschema

Vorab: Das folgende Prüfschema ist eine Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht, werden die Schritte gekürzt, umgestellt oder an einen Spezialskill übergeben. Maßgeblich ist ein belastbares Ergebnis, nicht das Abarbeiten einer Tabelle.

SchrittPrüfungspunktInhaltErgebnis
1Datenqualität prüfenBankstände, OPOS, Forecast, Bilanz, stille Lasten, Finanzierungslinien, Patronate, Rangrücktritte vorhanden und aktuell?Datenlücken-Liste
2Liquiditätsstatus erstellenAktuelle Liquidität aus Bankdaten; fällige Verbindlichkeiten aus OPOS; streitige Forderungen nach Bestand, Fälligkeit, Titel und Vollstreckungsstand; jede Sammelposition mit Beleg auf Einzelposten herunterbrechenEUR [X] Deckungslücke
33-Wochen-Vorschau (Paragraf 17 InsO)Liegt Deckungslücke > 10 % der fälligen Verbindlichkeiten vor? → Ampel rot = ZahlungsunfähigkeitParagraf 17-Status: [ZU / nicht ZU]
4Streitforderungen und TitelKeine Prozessrisikoquote; materiell bestehende fällige Forderung nominal, nicht bestehende oder nicht fällige Forderung nicht einstellen; vollstreckter Titel nominalPassiva-Entscheidung dokumentiert
5Überschuldungsstatus (Paragraf 19 InsO)Bilanz-Passiva > Aktiva zu Fortführungswerten? Stille Lasten, Rückstellungen aufdeckenÜberschuldung: [Ja / Nein]
6Fortbestehensprognose (Paragraf 19 InsO)Überwiegende Wahrscheinlichkeit des Fortbestehens über 12 Monate? Finanzierungszusagen, Auftragsbestand, GeschäftsplanPrognose: [positiv / negativ]
7Drohende Zahlungsunfähigkeit (Paragraf 18 InsO)Prognose 24 Monate: werden Verbindlichkeiten voraussichtlich nicht erfüllt werden können? StaRUG-Schwelle?Paragraf 18-Status: [DZU / nicht DZU]
8Antragspflicht bewerten (Paragraf 15a InsO)Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung ohne positive Prognose? → Frist läuft; Geschäftsleitung informierenFristbeginn: [Datum]
9Zahlungsverbot (Paragraf 15b InsO)Welche Zahlungen wurden seit Insolvenzreife geleistet? Rückforderungsrisiko des Insolvenzverwalters?Zahlungsprotokoll
10StaRUG-Eignung prüfenParagraf 18 InsO liegt vor; Hauptverwaltung in Deutschland (COMI); Planbetroffene identifizierbar?StaRUG: [geeignet / nicht geeignet]
11Deal-Auswirkungen bewertenMAC-Trigger; Ordinary-Course-Covenant-Verletzung; Closing-Condition-Gefährdung; W&I-AusschlussDeal Impact Memo
12W&I-Versicherung prüfenEnthält W&I-Police Ausschlüsse für Insolvenzreife, MAC oder Zahlungsunfähigkeit?W&I-Status
13Fragenliste an StakeholderGeschäftsleitung, CFO, Steuerberater, Hausbank, Insolvenzrechtsteam: konkrete Fragen mit FristFragenliste
14Senior-Review-GateInsolvenzreife-Matrix an Senior Partner; Human-in-the-loop bei roter Ampel; DokumentationFreigabe erteilt
15AbschlussdokumentationDeal-Karte aktualisieren; Board Paper-Version erstellen; Closing-Condition-Status setzenDokumentation fertig

Insolvenzreife-Matrix

PrüfungKriteriumStatusKommentar
Paragraf 17 InsO — ZahlungsunfähigkeitDeckungslücke > 10 % über 3 WochenGrün / Gelb / Rot[Kommentar]
Paragraf 18 InsO — Drohende ZUVoraussichtliche Nichterfüllung 24 MonateGrün / Gelb / Rot[Kommentar]
Paragraf 19 InsO — ÜberschuldungPassiva > Aktiva; FortbestehensprognoseGrün / Gelb / Rot[Kommentar]
Paragraf 15a InsO — AntragspflichtFrist läuft?Ja / Nein[Datum]
StaRUG-EignungParagraf 18 InsO + COMI + PlanbetroffeneGeeignet / Nicht geeignet[Kommentar]
MAC-TriggerVertragsdefinition MAC erfüllt?Ja / Nein / Unklar[Kommentar]
W&I-AusschlussInsolvenzreife in Police ausgeschlossen?Ja / Nein[Kommentar]

Beweislast

BeweisthemaBeweislastträgerBeweismittel
Zahlungsunfähigkeit bei Antragspflicht-VerletzungInsolvenzverwalterBankkontoauszüge, OPOS, Zahlungsrückstände
Positive Fortbestehensprognose (Paragraf 19 InsO)GeschäftsleitungFinanzplan, Auftragsbestand, Finanzierungszusagen (schriftlich)
Bestehen und Fälligkeit streitiger ForderungenWer sich auf die Liquiditätswirkung beruft; bei Herausnahme aus GF-Sicht zusätzlich GeschäftsleitungTitel, Klageschrift, Einwendungen, Vollstreckungsnachweise, Stundung, Vergleich, Einstellungsbeschluss, finales Rechtsgutachten
Masseschmälernde Zahlung (Paragraf 15b InsO)InsolvenzverwalterBuchungsbelege, Zeitpunkt der Insolvenzreife, Vergleich ordentlicher Kaufmann
MAC-EintrittPartei, die Vollzugsverweigerung geltend machtFinanzberichte, Gutachten, Marktdaten

Fristen und Verjährung

FristtypDauerNormHinweis
Antragspflicht — Zahlungsunfähigkeit3 WochenParagraf 15a Abs. 1 InsOAbsolute Frist; Strafbarkeit nach Paragraf 15a Abs. 4 InsO
Antragspflicht — Überschuldung6 WochenParagraf 15a Abs. 1 InsOBei positiver Fortbestehensprognose keine Pflicht
Paragraf 15b-Haftung3 Jahre ab KenntnisParagraf 195, 199 BGBInsolvenzverwalter geltend machen
StaRUG-Rahmen12–24 MonateParagraf 31, 33 StaRUGBei Paragraf 17 InsO kein StaRUG-Zugang mehr
Insolvenzanfechtung1–10 Jahre je nach TatbestandParagraf 130–134 InsORelevanz für pre-Closing-Zahlungen

Typische Gegenargumente

ArgumentErwiderung
Forderung bestrittenBestreiten allein genügt nicht; materiell bestehende und fällige Forderungen gehören in die Liquiditätsbilanz
Prozessverlust nur wahrscheinlichKeine prozentuale Prozessrisikoquote in der 3-Wochen-Bilanz; entweder fällige Verbindlichkeit, vollstreckungswirksamer Titel oder kein Passivum
Liquiditätsstatus ist nur Management SummaryFür Haftung, DD und Streitfall nicht ausreichend; Einzelposten, Beleg und Fälligkeit nachfordern
Legal Opinion sagt Forderung besteht nichtAls Verteidigungsbaustein dokumentieren, aber objektive Rechtslage und spätere Beweislast gesondert bewerten
Rangrücktritt schriftlich vereinbartPrüfen, ob die Durchsetzung vor und nach Insolvenzreife gesperrt ist, Zahlung nur aus freiem Vermögen oder freiem Liquiditätsüberschuss erfolgen darf und die Klausel zugunsten der Gläubigergesamtheit wirkt
MAC-Klausel zu unbestimmtGerichtliche Auslegung der MAC-Definition; Verweis auf EBITDA-Schwellenwerte schärft Klausel

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

KonstellationEmpfohlener Weg
Standard — Insolvenzreife im M-and-A-Kontext prüfenInsolvenzreife-Prüfung nach Schema; Schriftsatz unten
Variante A — Insolvenzreife klar Antragspflicht bestehtDirekt zu Antragspflicht-Skill; kein Gutachten noetig
Variante B — Insolvenzreife noch nicht erreicht Sanierung möglichSanierungs-Szenario nach StaRUG prüfen
Variante C — Kreditgeber will Einblick in LageBankengespraech-Dokumentation statt interner Prüfung

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Schriftsatzbausteine

Baustein 1 — Insolvenzreife-Memo an Geschäftsleitung (vertraulich)

VERTRAULICH — Anwaltliches Arbeitsdokument

An: Geschäftsleitung [Firma]
Von: [Kanzlei]
Datum: [TT.MM.JJJJ]

INSOLVENZREIFE-PRÜFUNG — ERSTE EINSCHÄTZUNG

Wir haben auf Grundlage der uns vorliegenden Unterlagen (Bankkontoauszug [Datum],
OPOS Kreditoren [Datum], Bilanz [Stichtag]) eine erste Insolvenzreife-Prüfung
durchgeführt.

ERGEBNIS:
Paragraf 17 InsO (Zahlungsunfähigkeit): AMPEL ROT
Zum Stichtag [Datum] besteht eine Deckungslücke von EUR [X] (entspricht [Y] %
der fälligen Verbindlichkeiten von EUR [Z]). Dies überschreitet die BGH-Schwelle
von 10 %. Die Antragspflicht nach Paragraf 15a InsO könnte ausgelöst sein.

Paragraf 19 InsO (Überschuldung): AMPEL GELB
Bilanzielles Eigenkapital: EUR [X] (positiv). Stille Lasten (Pensionen EUR [Y])
nicht vollständig bewertet. Fortbestehensprognose: Finanzierungszusage Bank [Name]
noch nicht bestätigt.

DRINGLICHE MASSNAHMEN:
1. Liquiditätsprüfung durch Restrukturierungsberater bis [Datum].
2. Finanzierungszusage Bank [Name] schriftlich bestätigen lassen bis [Datum].
3. Entscheidung über StaRUG-Anzeige bis [Datum].
4. Spezialisiertes Insolvenzrechtsteam sofort hinzuziehen.

HINWEIS: Diese erste Einschätzung ersetzt keine finale insolvenzrechtliche
Stellungnahme. Wir empfehlen die sofortige Hinzuziehung eines spezialisierten
Insolvenzrechtsteams.

Baustein 2 — Deal Impact Memo (MAC-Klausel)

DEAL IMPACT MEMO — Insolvenzreife — Projekt [Deal-Code]
Erstellt: [Datum]
Autor: [Name]

Insolvenzreife-Status: Paragraf 17 InsO — Zahlungsunfähigkeit MÖGLICH

DEAL-AUSWIRKUNGEN:

1. MAC-Klausel (SPA Ziffer [X]):
 Definition: "[MAC-Definition aus SPA]".
 Einschätzung: Der festgestellte Liquiditätsrückgang von EUR [X] innerhalb von
 [Y] Wochen könnte als MAC-Ereignis zu werten sein. Endgültige Entscheidung
 erfordert Vergleich mit Ausgangszustand bei Signing (Anlage [X]).
 Partner: MAC-Analyse bis [Datum] abschließen.

2. Closing Condition (SPA Ziffer [X]):
 Garantie der Zahlungsfähigkeit bei Closing. Bei Zahlungsunfähigkeit ist Closing
 Condition nicht erfüllt. Käufer kann Vollzug verweigern.

3. W&I-Versicherung:
 Police Ziffer [X] schließt Schäden aus, die auf Insolvenzreife beruhen.
 W&I-Owner: W&I-Broker bis [Datum] über Situation informieren.

4. Ordinary-Course-Covenant:
 Geschäftsleitung darf ohne Käufer-Zustimmung keine außerordentlichen Zahlungen
 > EUR [X] leisten. Paragraf 15b InsO-Risiko ist unabhängig davon zu beachten.

--- vor Versand klären ---

  1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Durchsetzung des Anspruchs / Vergleich / Reputationsschutz / schnelle Loesung]
  2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestforderung / Zeitrahmen / Formerfordernis]
  3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgesprach / Einigung vor Fristablauf]

Schlussabsatz Variante A (kooperativ): Wir regen eine guetliche Einigung an und stehen für ein klärenden Gesprach zur Verfuegung. Eine einvernehmliche Loesung erspart beiden Seiten Zeit und Kosten.

Schlussabsatz Variante B (formal-streng): Eine aussergerichtliche Einigung kommt nur in Betracht wenn die Gegenseite innerhalb von [X] Tagen einen akzeptablen Vorschlag unterbreitet. Anderenfalls werden wir alle rechtlichen Schritte einleiten.

Streitwert und Kosten

SchadensfallAnsatzNorm
Paragraf 15b-HaftungSumme masseschmälernder ZahlungenParagraf 15b InsO; direkter Anspruch gegen Geschäftsführer
Closing-Verweigerung wegen InsolvenzreifeSchadensersatz des Käufers bei unbegründeter VerweigerungSPA-Freistellungsklausel; Paragraf 280 BGB
MAC-StreitStreitwert = Kaufpreis; international meist SchiedsverfahrenSPA-Schiedsklausel
StaRUG-BeratungskostenEUR 100.000–1 Mio. je nach KomplexitätBudgetplanung Geschäftsleitung

Strategische Empfehlung

AkteurEmpfehlung
GeschäftsleitungLiquiditätsstatus wöchentlich schriftlich dokumentieren; Fortbestehensprognose zeitnah extern bestätigen lassen; Insolvenzrechtsteam frühzeitig einbinden
Käufer (DD)Insolvenzreife als Closing Condition absichern; MAC-Klausel mit konkreten Finanzschwellen schärfen; W&I-Ausschlüsse prüfen
BeraterInsolvenzreife-Matrix niemals allein beurteilen; immer Insolvenzrechtsspezialist einbinden; Senior-Review-Gate obligatorisch

Anschluss-Skills

  • grosskanzlei-ma-liquiditaetsvorschau — Detaillierte Liquiditätsplanung
  • corporate-kanzlei-restructuring-starug-insolvenzplan — StaRUG-Planung und Insolvenzplan
  • grosskanzlei-ma-aktenanlage — Dokumentation in Deal-Akte
  • anw-insolvenzreife-pruefung-17-19-inso — Technische Insolvenzprüfung nach IDW S 11

Quellen

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