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Regulatory fdi merger control

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/grosskanzlei-corporate-ma/skills/regulatory-fdi-merger-control

Wenn es um Regulatory Fdi Merger Control in Großkanzlei Corporate/M&A geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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SKILL.md

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Fusionskontrolle und FDI-Investitionsprüfung für M&A-Transaktionen: Anwendungsfall Signing naht und Deal-Team prüft ob Kartellrechts-Freigabe oder AWV-Prüfung benoetigt wird

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: BRAO, BORA, FAO, BNotO, StBerG, WPO, PAO; AO Paragraf 38, 42, 90, 93, 153, 162, 164, 169-171, 173, 233a, 370-378, UStG, EStG, KStG, GewStG, GrEStG, ErbStG, FGO; UmwG; UmwStG; StaRUG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fokus: Fusionskontrolle und FDI-Investitionsprüfung für M&A-Transaktionen: Anwendungsfall Signing naht und Deal-Team prüft ob Kartellrechts-Freigabe oder AWV-Prüfung benoetigt wird. Paragraf 35-44 GWB inlaendische Fusionskontrolle, Art. 4 FKVO EU-Fusionskontrolle, Paragraf 55 ff. AWV FDI-Prüfung. Prüfraster Umsatzschwellen je Jurisdiktion, Vollzugsverbot bis Freigabe, Multi-Jurisdiction-Filing-Koordination, Sektorrisiken. Output Regulatorische Freigabe-Landkarte mit Filing-Pflichten, Zeitplan und Risikobewertung. Abgrenzung zu Signing-Closing-CPs und zu Transaktionsstruktur.

Fusionskontrolle und Investitionskontrolle

Fachlicher Kern — Gesellschaftsrecht und Corporate Law

  • Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel Fusionskontrolle und Investitionskontrolle und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind.
  • Normenradar: GmbHG Paragraf 3, 5, 13, 15, 16, 30, 34, 35, 40, 43, 46, 47, 49 ff.; AktG Paragraf 76, 93, 111, 119, 130, 243 ff.; HGB Paragraf 105 ff., 161 ff.; MoPeG/GesRÄndG-Folgen; UmwG; FamFG/Registerrecht; GWB/Fusionskontrolle bei Transaktionen.
  • Arbeitsmodus: Erst Gesellschaftsform, Organ, Beschlussweg, Vertretung, Registerlage, wirtschaftliches Ziel und Minderheitenposition sortieren; dann Treuepflicht, Kapitalerhaltung, Haftung, Transaktions-Closing und Beweis-/Vollzugsrisiko prüfen.
  • Outputpflicht: Beschluss-/Listenmatrix, Register-To-do, Board-/Beiratsvorlage, Closing-CP-Liste, Treuepflicht-Red-Team, Geschäftsführerhaftungsmemo oder Mandanten-Decision-Paper.
  • Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.

Fachkern: Fusionskontrolle und Investitionskontrolle

  • Prüfachse: Ordne den konkreten Auftrag nach Gesellschaftsform, Dokument, Entscheidungsträger, Form, Frist, Beleg und Rechtsfolge; Spezialnormen nur nennen, wenn sie den Fall tragen.
  • Entscheidende Weiche: Trenne Sachverhalt, Zuständigkeit, Zustimmung, Haftung, Vollzug und taktischen nächsten Schritt.
  • Arbeitsprodukt: Liefere eine verwertbare Matrix mit Tatsache / Norm / Beleg / Wertung / Gegenargument / nächster Schritt und bei Bedarf einen ausformulierten Textbaustein.

Wann wird dieser Skill aufgerufen

Typische Auslöser:

  • "Ich habe hier Fusionskontrolle und Investitionskontrolle und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
  • "Bitte prüfe das für ein M&A-Mandat aus Sicht von Buy-side, Sell-side oder Target."
  • "Mach daraus eine Partner-/Mandantenunterlage mit Risiken, Annahmen und offenen Punkten."
  • "Welche Dokumente, Registerauszüge, Freigaben oder Fristen fehlen noch?"

Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst das Mandat selbst angelegt, die Deal-Phase bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-kommandocenter oder /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-deal-intake. Wenn der Nutzer ausdrücklich nur eine kurze Sprachfassung, Übersetzung oder E-Mail will, arbeite knapp und route nicht in einen Deep-Dive.

Voraussetzungen und Kontext laden

Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/grosskanzlei-corporate-ma/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Rolle der Kanzlei, Deal-Typ, Zielgesellschaft, Käufer/Verkäufer, Jurisdiktionen, Signing-/Closing-Zeitplan, Vertraulichkeitsstufe und gewünschtes Output-Format.

Benötigte Unterlagen:

  • aktueller Vertragsentwurf, Markup, Term Sheet und Annex-/Schedule-Struktur.
  • CP-Tracker, Closing Deliverables, Board-/Shareholder-Approvals.
  • Disclosure Letter, Knowledge-Definition, W&I-Underwriting-Liste.

Arbeite mit diesen Variablen: deal_name, rolle, deal_phase, target, gegenpartei, jurisdiktionen, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.

Workflow

  1. Deal-Kontext fixieren. Bestimme Rolle, Phase, Transaktionsstruktur, Zielgesellschaft und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Phase fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit [Annahme - prüfen] weiter.
  2. Quellen inventarisieren. Liste alle Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Datenraum-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als [Mandant], öffentliche Register als [Register], Gerichts-/Behördenquellen als [Primärquelle] und Modellwissen als [Modellwissen - prüfen].
  3. Rechts- und Workstream-Schnittstellen trennen. Ordne Punkte in Corporate, Commercial, Tax, Regulatory, Finance, IP/IT, HR, Litigation, Real Estate, ESG und PMO. Vermische DD-Finding, Vertragsfolge und Closing-Aufgabe nicht in einem Satz.
  4. Materiality-Schwelle setzen. Übernimm Schwellen aus LOI, SPA, DD-Scope oder Kanzlei-Playbook. Fehlt sie, schlage eine vorläufige qualitative Ampel vor: Dealbreaker, Price/Indemnity, Signing/Closing Condition, Disclosure-only, Housekeeping.
  5. Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen nicht abstrakt, sondern bezogen auf den konkreten Deal-Schritt: Wirksamkeit, Zustimmung, Vollzugshindernis, Haftung, Offenlegung, Frist, Beweisquelle.
  6. Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn ein Registerauszug, eine BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht ausdrücklich [zu verifizieren].
  7. Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, wirtschaftliche Auswirkung, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
  8. Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder ein Senior-Review-Memo mit genau den offenen Entscheidungen.
  9. Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Datenraum-Q&A, SPA-Markup, CP-Tracker, Board Paper, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
  10. Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.

Prüfraster im Gutachtenstil

Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Deal-Schritt rechtlich tragfähig, praktisch vollziehbar und für die gewählte Mandatsseite taktisch sinnvoll ist.

1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird. Maßgeblich sind Mandatsvereinbarung, Konfliktprüfung und Vertraulichkeitsrahmen. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.

2. Wirksamkeit und Corporate Authority. Bei Anteils- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:

  • BGB Paragraf 133, 157, 241 Abs. 2, 280, 311 Abs. 2, 433 und 453 für Kaufvertrag und Auslegung.
  • GmbHG Paragraf 15 und 16 für Anteilsübertragung und Gesellschafterliste.
  • AktG Paragraf 76, 93, 111 und 179a für Leitungs-/Kontrollpflichten und Strukturmaßnahmen.
  • BGB Paragraf 158 für Closing Conditions und Bedingungseintritt.

3. Organ- und Zuständigkeitsprüfung. Nur wenn der konkrete Arbeitsschritt eine Organentscheidung vorbereitet, Zuständigkeit, Zustimmungsvorbehalte, Interessenkonflikte, Informationsgrundlage und Dokumentation prüfen. Der fachlich passende Haftungs- oder Board-Paper-Skill liefert die dafür einschlägige Rechtsprechung; ARAG/Garmenbeck ist kein Universalanker.

4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Nur bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder streitiger Legitimation Paragraf 16 und 40 GmbHG sowie Registerstand und materielle Berechtigung getrennt prüfen. Ohne solche Title- oder Legitimationsfrage diesen Prüfstrang auslassen.

5. Regulatory und Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, lautet der Zwischensatz nicht nur „Risiko“, sondern: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Closing Condition? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld- oder Nichtigkeitsfolge?

6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah: Jede rechtliche Annahme bekommt eine Tatsachenquelle. Beispiel: Paragraf 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. Paragraf 41 GWB Vollzug gesperrt? nur bejahen, wenn Zusammenschluss, Schwellen und fehlende Freigabe geprüft sind.

Zwischenergebnis: Das Ergebnis ist als Ampel zu formulieren: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet in M&A regelmäßig: nicht signen, nicht closen, nicht offenlegen oder nicht extern versenden, bevor Partner/Spezialist freigegeben hat.

Output-Module

  • Deal-Vermerk: Executive Summary, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
  • Issue List: Tabelle mit Finding, Quelle, Risiko, Vertragsfolge, Preis-/Indemnity-Folge, Owner, Deadline.
  • Information Request: präzise Fragen an Mandant, Gegenseite oder Datenraum-Team, jeweils mit Grund und Priorität.
  • Drafting-Anschluss: Klauselvorschlag, Markup-Kommentar, Disclosure-Punkt, CP-Formulierung oder Board-Paper-Abschnitt.
  • Matter-Update: kurzer Eintrag für history.md und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für fristen.yaml.

Quellen und Zitierregel

Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].

Hand-Off zu anderen Skills

Nach diesem Skill weiter mit:

  • /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-spa-apa-entwurf - wenn der Befund in Vertragsentwurf, Markup oder Key-Issues-Liste einfließen soll.
  • /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-vertragsmarkup-key-issues - wenn der Befund in Vertragsentwurf, Markup oder Key-Issues-Liste einfließen soll.
  • /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-disclosure-schedules - wenn Garantien, Knowledge und Disclosure Letter abgeglichen werden.
  • /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-signing-closing-conditions - wenn CPs, Closing Deliverables oder Signing Pack koordiniert werden.
  • /grosskanzlei-corporate-ma:grosskanzlei-corporate-ma-closing-bible-archiv - wenn CPs, Closing Deliverables oder Signing Pack koordiniert werden.

Was dieser Arbeitsgang nicht macht

  • Er ersetzt keine Partnerentscheidung über Deal-Taktik, Signing-Freigabe oder Closing-Freigabe.
  • Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
  • Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
  • Er vermischt nicht DD-Finding, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
  • Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
  • Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.

Berufsrechtliche Hinweise

Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach Paragraf 43a BRAO und Paragraf 3 BORA, Verschwiegenheit nach Paragraf 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach Paragraf 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.

Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden

Fusionskontrolle und Investitionskontrolle

Triage — klaere vor Signing

  1. Werden Kartellrechtsschwellen erreicht — weltweite Umsaetze der Beteiligten (Paragraf 35 GWB: 500 Mio. EUR weltweit; 25 Mio. EUR in Deutschland); EU-Schwellen (Art. 1 FKVO: 5 Mrd. EUR / 250 Mio. EUR EU)?
  2. Gilt das Vollzugsverbot — Paragraf 41 GWB / Art. 7 FKVO: Transaktion darf bis zur Freigabe nicht vollzogen werden (Gun Jumping-Verbot)?
  3. Ist der Zielmarkt in einem sensiblen Sektor — Verteidigung, kritische Infrastruktur, Energie, Telekommunikation, Medien, Technologie?
  4. Kommt ein FDI-Screening nach Paragraf 55 ff. AWV in Betracht — ist der Erwerber eine nichteuropaeische Gesellschaft oder hat nichteuropaeische Eigentuermer?
  5. Sind Filings in mehreren Jurisdiktionen erforderlich — USA (HSR Act), UK (CMA), China (SAMR), weitere?
  6. Liegen Konzentrationseffekte vor, die eine fusionskontrollrechtliche Prüfung in Phase II erfordern können?

Zentrale Rechtsgrundlagen

  • Paragraf 35-44 GWB — Zusammenschlusskontrolle: Aufgreifschwellen, Anmeldepflicht, Phase I (1 Monat), Phase II (4 Monate), Vollzugsverbot
  • Paragraf 54-56 GWB — Ministererlaubnis; Nebenbestimmungen; sog. "second chance" nach Untersagung durch BKartA
  • Art. 1-4 FKVO (EU-Fusionskontrollverordnung 139/2004) — EU-Fusionskontrolle: Schwellen, Vollzugsverbot Art. 7
  • Paragraf 55-62 AWV — Investitionspruefung: sektorspezifische Prüfung (Paragraf 55 AWV: kritische Infrastruktur u.a.); sektoruebergreifende Prüfung (Paragraf 60 AWV: ab 25 % aus Drittstaaten); Meldepflicht; Genehmigungsvorbehalt
  • Paragraf 4 Abs. 2 AWG — Untersagungsmacht des BMWK bei Bedrohung der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit
  • Art. 3 EU-FDI-Screening-VO 2019/452 — Koordinierungsrahmen für nationale FDI-Screenings innerhalb der EU

Aktuelle Rechtsprechung

  • Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen, tragender Aussage und frei prüfbarer Quelle verwenden.
  • Rechtsprechung live prüfen: Keine Entscheidung aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über amtliche oder frei zugängliche Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.

Schritt-für-Schritt-Workflow

  1. Umsatz-Screening: weltweit und in Deutschland (GWB), in der EU (FKVO), in USA, UK, China — Schwellenwerte der Parteien zusammenstellen
  2. Freigabe-Landkarte erstellen: je Jurisdiktion: Schwelle erreicht? Filing erforderlich? Zeitplan (Phase I / II)?
  3. Gun Jumping-Protokoll: Clean Team einrichten, Information Barriers, erlaubter Informationsaustausch vor Freigabe dokumentieren
  4. FDI-Prüfung: Paragraf 55 AWV sektorbezogen vs. Paragraf 60 AWV sektorubergreifend prüfen; Erwerber-Herkunft feststellen; Meldepflicht-Fristen
  5. Filing-Vorbereitung: Zusammenschlusserklaerung für BKartA/Kommission; Kontakte zu Behörden aufnehmen; Remedies-Szenarien vordenken
  6. Zeitplan in CP-Tracker einbauen: Filing-Datum, Phase-I-Ablauf, Phase-II-Risiko; Longstop-Date anpassen
  7. Vollzugsverbot einhalten: bis Freigabe kein wirtschaftlicher Einfluss des Erwerbers; Information Barriers; Gun Jumping-Protokoll

Entscheidungsbaum

  • Schwelle GWB Paragraf 35 erreicht → Filing BKartA → Phase I 1 Monat → Phase II Risiko? → ggf. 4 Monate
  • EU-Schwelle FKVO Art. 1 erreicht → Kommission zuständig (one-stop-shop) → keine nationalen Filings
  • Erwerber ausserhalb EU mit >25 % Anteil → Paragraf 60 AWV FDI-Prüfung → ggf. Genehmigungsvorbehalt; BMWK
  • Sektor Verteidigung/kritische Infra → Paragraf 55 AWV → strenges sektorbezogenes Screening

Output-Template: Freigabe-Landkarte

Adressat: Deal-Team, Compliance — Tonfall sachlich-analytisch

FREIGABE-LANDKARTE
Deal: [DEALNAME] — Datum: [DATUM]

| Jurisdiktion | Schwelle | Filing erforderlich | Behörde | Phase I | Phase II | Status |
|-------------|---------|---------------------|---------|---------|---------|--------|
| Deutschland | Paragraf 35 GWB | ja / nein | Bundeskartellamt | 1 Monat | 4 Monate | offen: Umsatzschwellen belegen |
| EU | Art. 1 FKVO | ja / nein | Europäische Kommission | 25 Arbeitstage | 90 Arbeitstage | offen: EU-Dimension prüfen |
| AWV/FDI | Paragraf 55, 60 AWV | ja / nein | BMWK | 2 Monate | 4 Monate | offen: sektorbezogenen Bezug prüfen |
| USA | HSR Act | ja / nein | FTC/DOJ | 30 Tage | variabel | offen: US-Nexus prüfen |

VOLLZUGSVERBOT: [ ] Aktiv — kein wirtschaftlicher Vollzug bis [DATUM]
CLEAN TEAM: [ ] eingerichtet — Information Barriers aktiv

Rote Schwellen

  • Filing unterlassen trotz Pflicht: Bussgeldhaftung (Paragraf 81 GWB: bis 1 Mio. EUR; Art. 14 FKVO: bis 10 % Konzernumsatz)
  • Gun Jumping (Vollzug vor Freigabe): zivilrechtliche Nichtigkeit; Bussgeld; Rueckabwicklung
  • FDI-Screening nicht erkannt: Untersagung nach Closing möglich; Behördenzwang zur Entflechtung

Standardausgabe

  • Freigabe-Landkarte (Multi-Jurisdiction)
  • CP-Tracker mit Behorderden-Fristen
  • Gun Jumping-Protokoll

Übergabe an andere Skills

  • CPs → grosskanzlei-corporate-ma-signing-closing-conditions
  • Fristen → grosskanzlei-ma-fristen-cp-kalender
  • Konflikt/Sanktionen → grosskanzlei-corporate-ma-conflict-gwg-sanctions

Vorlagen

  • assets/templates/freigabe-landkarte-multijurisdiction.md
  • assets/templates/gun-jumping-protokoll.md

What ships with it

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Just SKILL.md. No reference files, no scripts.

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