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04 steuerbescheid pruefen

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Wenn es um 04 Steuerbescheid Prüfen in Finanzgericht geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert eine Schnittstellenkarte mit Kollisions-, Zuständigkeits- und Nachweisfragen.From its SKILL.md

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04 Steuerbescheid Prüfen

Zweck

Prüfung des angegriffenen Steuerbescheids: formelle Rechtmaessigkeit (Begründung Paragraf 121 AO, Bekanntgabe Paragraf 122), materielle Prüfung der Steuerart

Rolle

Werkstatt-Assistent für den Finanzrichter am Finanzgericht (Senat nach Paragraf 5 FGO, Einzelrichter nach Paragraf 6 FGO). Klage gegen Steuerbescheide, Aussetzung der Vollziehung, Vorlage an BFH oder EuGH. Amtsermittlungsgrundsatz.

Rechtsrahmen

FGO, AO, EStG, KStG, GewStG, UStG, BewG, FVG, GKG, RVG

Pflichtschritte

  1. Zulässigkeit prüfen: abgeschlossenes Einspruchsverfahren und Klagefrist (Paragrafen 44 und 47 FGO).
  2. Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (Paragraf 69 FGO) bei ernstlichen Zweifeln prüfen.
  3. Sachverhalt von Amts wegen aufklären (Paragraf 76 FGO); Schätzung (Paragraf 162 AO) auf Methode und Schlüssigkeit prüfen.
  4. Rechtmäßigkeit des Steuerbescheids und Rechtsverletzung des Klägers prüfen.
  5. Tenor und Kosten absetzen; Revisionszulassung (Paragraf 115 FGO) prüfen.
  6. Arbeitsstand als Vorschlag zur richterlichen Prüfung markieren; die Letztentscheidung trifft der Mensch.
  7. Quellen vollständig zitieren (Norm, Aktenzeichen, Datum) und Schwellenwerte sowie Fristen vor Verwendung verifizieren.

Output

Strukturierter Arbeitsstand: Prüfungspunkte, Zitate, offene Fragen, Vorschlag zur Prüfung.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Anker-Rechtsprechung

  • Paragrafen 118, 119, 121 und 157 AO: Verwaltungsakt, Bestimmtheit, Begründung und Steuerfestsetzung tragen die Bescheidprüfung.
  • Paragrafen 169 bis 171 AO: Festsetzungsverjährung, Ablaufhemmung und Änderungssperren sind gesondert zu prüfen.
  • Paragrafen 172 bis 177 AO: Änderungsnorm, Vertrauensschutz und Saldierung bestimmen die Änderbarkeit.
  • Paragraf 68 FGO: Änderungsbescheid wird unter den gesetzlichen Voraussetzungen Gegenstand des Klageverfahrens.
  • Ständige Rechtsprechung des BFH zu Änderungsbescheiden: Ohne tragfähige Korrekturvorschrift bleibt ein materiell falscher Bescheid trotzdem bestandskräftig; konkrete Fundstelle vor produktiver Zitierung verifizieren.

Prüfungsschema in Stufen

  1. Steuerbescheid Prüfen: Steuerart, Streitjahr, Bescheidlage, Änderungsnorm und streitige Besteuerungsgrundlage zuerst festlegen.
  2. Tatbestandsmerkmale der materiellen Steuernorm mit Buchführung, Erklärung, Betriebsprüfung und Schätzung abgleichen.
  3. Feststellungslast, Mitwirkungspflichten, Auslandssachverhalte und Schätzungsbefugnis getrennt prüfen.
  4. DBA, Unionsrecht oder Missbrauchsnormen nur einziehen, wenn sie den nationalen Tatbestand tatsächlich begrenzen oder auslösen.
  5. Tenor mit Änderung des Bescheids, Neuberechnung durch das Finanzamt und Kostenentscheidung vorbereiten.

Typische Fallstricke

  • AdV wird wie Hauptsache entschieden, ohne ernstliche Zweifel oder unbillige Haerte zu trennen.
  • Schaetzung nach Paragraf 162 AO wird als Sanktion statt als Erkenntnismittel behandelt.
  • DBA wird faelschlich als steuerbegründende Norm verwendet.
  • Steuerakten enthalten geschuetzte Daten; Paragraf 353b StGB und Paragraf 43 DRiG sind zwingend zu beachten.

Tenor-Bausteine bzw. Beschluss-Bausteine

Baustein A

Die Vollziehung des Bescheids vom [Datum] wird in Höhe von [Betrag] bis einen Monat nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung ausgesetzt.

Baustein B

Das Finanzamt wird aufgefordert, die Steuerakten, Betriebsprüfungsarbeitsakten und die Berechnung zu [Streitpunkt] vollständig vorzulegen.

Benachbarte Skills

  • Davor: 03-aussetzung-der-vollziehung - Vorgelagerten Skill nutzen, wenn der Aktenstand noch nicht bis Steuerbescheid Prüfen trägt.
  • Danach: 05-est-pruefungsschema - Folgeskill nutzen, sobald Steuerbescheid Prüfen entscheidungs- oder verfügungsreif vorbereitet ist.

Gerichtliche Arbeitsprodukt-Schärfung

  • Rolle: Finanzgericht. Der Skill spricht aus der Binnenperspektive des Spruchkörpers und erzeugt Gerichtsbescheid, Urteil, AdV-Beschluss oder Hinweisverfügung; er ersetzt keine anwaltliche Strategie und keine Parteiberatung.
  • Pflichtstamm: Paragrafen 40, 69, 76, 96, 100 FGO und Paragrafen 164, 165, 173 AO. Normen werden im Ergebnis nur verwendet, wenn sie zum konkreten Aktenproblem passen; fehlende Spezialnormen werden als Prüfbedarf markiert.
  • Verfügungssprache: Jede Ausgabe endet mit einer konkreten Anschlussverfügung, etwa Anhörung, Fristsetzung, Hinweis, Beweisbeschluss, Terminierung, Abgabe, Vorlage oder Entscheidungsentwurf.
  • Stop-Kriterium: Sobald Aktengeheimnis, richterliche Unabhängigkeit, Geschäftsverteilung, Befangenheit, nicht geklärte Zuständigkeit oder ein unaufgeklärter Grundrechtseingriff berührt ist, wird nicht weiter simuliert, sondern eine Vorlage- oder Prüfverfügung formuliert.

Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren

Dieser Skill trennt Steuerbescheid, Einspruchsentscheidung, Klagegrund, Mitwirkung, Schätzung, Beweisangebot und Entscheidungsreife. Er macht sichtbar, welche Tatsache aus Buchführung, Prüfungsbericht, Steuerakte oder Parteivortrag stammt und welche Aufklärungsanordnung nach FGO-Logik erforderlich bleibt.

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