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15 beweisstation votum

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Wenn es um 15 Beweisstation Votum in Relationstechnik Zivilrecht geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.From its SKILL.md

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15 Beweisstation Votum

Zweck

Der Skill erstellt ein Beweisstationsvotum, das unmittelbar für Terminvorbereitung, Hinweisbeschluss, Beweisbeschluss oder Urteil weiterverwendet werden kann. Es wird nur über Tatsachen Beweis erhoben, die streitig, erheblich, beweisbedürftig und mit einem zulässigen Beweismittel unterlegt sind.

Rolle

Arbeitsmodus für die Beweisstation im zivilgerichtlichen Votum. Der Skill führt vom Streitpunkt zur beweisrechtlich sauberen Anschlussentscheidung und schützt vor Ausforschungsbeweis, verfrühter Würdigung und unklarer Beweisthemenfassung.

Rechtsrahmen

ZPO, BGB, HGB, Methodenlehre des Bürgerlichen Rechts

Pflichtschritte

  1. Sachverhalt aus Klage, Erwiderung und Replik in Stationen ordnen und unstreitigen von streitigem Vortrag trennen.
  2. Klägerstation auf Schlüssigkeit prüfen: trägt der Vortrag bei Wahrunterstellung jedes Anspruchsmerkmal?
  3. Beklagtenstation auf Erheblichkeit prüfen: Einwendungen, Einreden und Bestreiten dem schlüssigen Vortrag gegenüberstellen.
  4. Beweisstation bilden: Beweislast verteilen, Beweisangebote (Paragraf 373 ff. ZPO) den streitigen erheblichen Tatsachen zuordnen, Beweisbeschluss erwägen.
  5. Tenor, Kostenfolge (Paragrafen 91 ff. ZPO) und vorläufige Vollstreckbarkeit aus dem Relationsergebnis ableiten.
  6. Tatbestand und Entscheidungsgründe (Paragraf 313 ZPO) revisionsfest absetzen.
  7. Arbeitsstand als Vorschlag zur richterlichen Prüfung markieren; die Letztentscheidung trifft der Mensch.
  8. Quellen vollständig zitieren (Norm, Aktenzeichen, Datum) und Schwellenwerte sowie Fristen vor Verwendung verifizieren.

Output

Strukturierter Arbeitsstand: Prüfungspunkte, Zitate, offene Fragen, Vorschlag zur Prüfung.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Anker-Rechtsprechung

  • BVerfG, Beschluss vom 30.04.2003 - 1 PBvU 1/02, BVerfGE 107, 395: Rechtliches Gehör verlangt, dass entscheidungserheblicher Vortrag erkennbar zur Kenntnis genommen und erwogen wird.
  • BGH, Urteil vom 1. Oktober 2019, VI ZR 164/18: Auch bei behaupteter Unfallmanipulation bleibt eine Überzeugung nach Paragraf 286 ZPO erforderlich. Keine starre Indizienliste verwenden; sämtliche Beweisanzeichen in einer Gesamtschau würdigen und plausible Erklärungen nicht nur isoliert betrachten.

Prüfungsschema in Stufen

  1. Beweisstation Votum: Nur streitige, erhebliche und beweisbedürftige Tatsachen in das Beweisprogramm aufnehmen.
  2. Beweislast für jedes Tatbestandsmerkmal, jede Einwendung und jede Einrede getrennt festlegen; Beweiserleichterungen ausdrücklich benennen.
  3. Beweismittel nach Urkunde, Zeuge, Sachverständiger, Augenschein und Parteivernehmung ordnen; Ausforschungsbeweis aussortieren.
  4. Beweisbeschluss mit Beweisthema, Beweismittel, Kostenvorschuss und Fristen gerichtsfest formulieren.
  5. Nach Beweisaufnahme die Würdigung nach Paragraf 286 ZPO nicht mit Beweislastentscheidung verwechseln.

Beweisstations-Fahrplan

SchrittLeitfrageFehlerbremse
StreitpunktWelche konkrete Tatsache ist nach Kläger- und Beklagtenstation offen?Rechtsfragen und Wertungen nicht als Beweisthema formulieren.
ErheblichkeitWürde die Tatsache bei Beweis oder Gegenbeweis die Entscheidung ändern?Unerhebliche Tatsachen nicht in den Beschluss aufnehmen.
BeweisbedürftigkeitIst die Tatsache streitig, bestritten und nicht offenkundig?Unstreitiges wird festgestellt, nicht bewiesen.
BeweislastWer trägt das Risiko des Offenbleibens?Beweislast vor Beweismittelprüfung festlegen.
BeweismittelIst das Mittel zulässig, erreichbar und geeignet?Ausforschungsbeweis, Zeuge vom Hörensagen und unbestimmte Urkunden sauber kennzeichnen.
BeschlussIst das Beweisthema knapp, tatsachenbezogen und vollstreckbar?Keine Sammelthemen, keine Rechtsbegriffe ohne Tatsachenkern.
WürdigungWas ist nach Paragraf 286 oder Paragraf 287 ZPO zu bewerten?Glaubhaftigkeit, Glaubwürdigkeit, Plausibilität, Widersprüche und Aktenfundstellen getrennt würdigen.

Muster für den Beweisbeschluss

Es soll Beweis erhoben werden über die Behauptung der [Partei], [konkrete Tatsache], durch [Beweismittel]. Die Tatsache ist entscheidungserheblich, weil [Auswirkung auf Anspruch/Einwendung/Einrede]. Beweisbelastet ist [Partei].

Typische Fallstricke

  • Schlüssigkeit und Beweisbarkeit werden vermischt; dadurch entstehen unnötige Beweisbeschlüsse.
  • Ein einfaches Bestreiten wird als qualifiziertes Bestreiten behandelt, obwohl Paragraf 138 ZPO mehr verlangt.
  • Die Beweislast wird erst nach der Beweisaufnahme bedacht und nicht vor dem Beweisbeschluss.
  • Aktenauszuege enthalten vertrauliche Daten; Paragraf 353b StGB und Paragraf 43 DRiG bleiben vor jeder externen Verarbeitung Sperre.

Tenor-Bausteine bzw. Beschluss-Bausteine

Baustein A

Das Gericht weist darauf hin, dass es nach vorläufiger Würdigung auf [entscheidender Punkt] ankommen dürfte. Die Beteiligten erhalten Gelegenheit, hierzu binnen [Frist] ergänzend vorzutragen.

Baustein B

Es soll Beweis erhoben werden über die Behauptung, dass [Beweisthema], durch Vernehmung des Zeugen [Name] beziehungsweise durch Einholung eines schriftlichen Sachverständigengutachtens zu [Gutachtenfrage].

Benachbarte Skills

  • Davor: 14-beweismittel-wuerdigen - Vorgelagerten Skill nutzen, wenn der Aktenstand noch nicht bis Beweisstation Votum trägt.
  • Danach: 16-tenor-formulieren - Folgeskill nutzen, sobald Beweisstation Votum entscheidungs- oder verfügungsreif vorbereitet ist.

Relations-Pflichtfelder

Dieser Skill arbeitet in der Station Beweisstation. Er erzeugt kein abstraktes Gutachten, sondern einen verwertbaren Relationsbaustein zu: Beweisthema, Beweislast, Beweismittel, Beweisbeschluss und Würdigung.

  1. Aktenfundstelle sichern.
    • Jeder tragende Satz nennt Blatt, Anlage, Schriftsatzdatum oder Protokollstelle.
  2. Vortrag trennen.
    • Unstreitig, streitig, bestritten mit Nichtwissen, verspätet, unsubstantiiert und beweisbewehrt werden getrennt ausgewiesen.
  3. Norm und Tatbestand koppeln.
    • Paragraf 138 ZPO für Vortrag, Paragraf 286 ZPO für Überzeugungsbildung, Paragraf 287 ZPO für Schadensschätzung, Paragraf 296 ZPO für Verspätung und Paragraf 313 ZPO für Urteilsaufbau werden sichtbar abgearbeitet.
  4. Arbeitsprodukt formulieren.
    • Ausgabe ist ein Abschnitt für Relation, Votum oder Urteilsentwurf mit vollständigen Sätzen, nicht nur eine Stichwortliste.
  5. Anschlussentscheidung treffen.
    • Entscheidungsreif, Hinweis nach Paragraf 139 ZPO, Beweisbeschluss, Güte- oder Vergleichsvorschlag oder Terminierung.

Zivilprozessuale Anker

  • Paragrafen 253, 256, 263, 264, 269, 286, 287, 296, 313 ZPO bilden den Pflichtstamm für Antrag, Feststellung, Klageänderung, Rücknahme, Beweiswürdigung, Schätzung, Präklusion und Urteilsaufbau.

Skelett für den Relationsbaustein

Beweisstation: Nach dem derzeitigen Aktenstand ist [Tatsache] unstreitig, weil [Fundstelle]. Streitig bleibt [Tatsache]. Beweisbelastet ist [Partei], da [Norm/Anspruchsmerkmal]. Das angebotene Beweismittel [Beweismittel] ist erheblich, weil die Tatsache bei Wahrunterstellung zu [Rechtsfolge] führt. Anschluss: [Hinweis/Beweisbeschluss/Entscheidung].

Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren

Dieser Skill ist in die Vier-Stationen-Relation einzuhängen: Klägerstation, Beklagtenstation, Beweisstation und Entscheidungsstation bleiben getrennt. Er benennt zu jedem Streitpunkt die tragende Tatsache, den Vortrag der Gegenseite, das Beweisangebot, die Beweislast und die Rechtsfolge. Fehlt eine Station, wird nicht frei ergänzt, sondern als Lücke mit Anschlussverfügung ausgewiesen.

v392 Votumsstandard

Das Votum nennt je Beweisthema: streitige Tatsache, Erheblichkeit, Beweislast, angebotenes Beweismittel, voraussichtlicher Beweisbeschluss und mögliche Folgen nach Beweisaufnahme. Eine rechtliche Bewertung ersetzt keinen Beweis. Antizipierte Beweiswürdigung wird nur als Risiko, nicht als Ergebnis ausgegeben.

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