agentsclimarketplace

13 beweislastverteilung pruefen

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/gerichtsplugins/relationstechnik-zivilrecht/skills/13-beweislastverteilung-pruefen

Wenn es um 13 Beweislastverteilung Prüfen in Relationstechnik Zivilrecht geht: ordnet Sachverhalt, Norm, Beweislast, Gegenargumente und nächsten Schritt; liefert eine Beweislast- und Substantiierungsmatrix.From its SKILL.md

Install
npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill 13-beweislastverteilung-pruefen

Assembled from the repository path, not quoted from the project. Check it against their README if it does not work.

SKILL.md

10.9 KB, ~3.5k tokens by cl100k_base, as published. Nobody here has run it

13 Beweislastverteilung Prüfen

Zweck

Der Skill ordnet jede streitige und erhebliche Tatsache einer beweisbelasteten Partei zu. Er trennt Darlegungslast, Beweislast, Beweiserleichterung, sekundäre Darlegungslast, Anscheinsbeweis, Schadensschätzung, Beweisvereitelung und non liquet, bevor ein Beweisbeschluss formuliert wird.

Rolle

Arbeitsmodus für die richterliche Beweisstation. Der Skill verhindert, dass die Beweisaufnahme zur Ausforschung wird, und zeigt für jeden Streitpunkt, wer bei offenbleibender Tatsache verliert.

Rechtsrahmen

ZPO, BGB, HGB, Methodenlehre des Bürgerlichen Rechts

Pflichtschritte

  1. Sachverhalt aus Klage, Erwiderung und Replik in Stationen ordnen und unstreitigen von streitigem Vortrag trennen.
  2. Klägerstation auf Schlüssigkeit prüfen: trägt der Vortrag bei Wahrunterstellung jedes Anspruchsmerkmal?
  3. Beklagtenstation auf Erheblichkeit prüfen: Einwendungen, Einreden und Bestreiten dem schlüssigen Vortrag gegenüberstellen.
  4. Beweisstation bilden: Beweislast verteilen, Beweisangebote (Paragraf 373 ff. ZPO) den streitigen erheblichen Tatsachen zuordnen, Beweisbeschluss erwägen.
  5. Tenor, Kostenfolge (Paragrafen 91 ff. ZPO) und vorläufige Vollstreckbarkeit aus dem Relationsergebnis ableiten.
  6. Tatbestand und Entscheidungsgründe (Paragraf 313 ZPO) revisionsfest absetzen.
  7. Arbeitsstand als Vorschlag zur richterlichen Prüfung markieren; die Letztentscheidung trifft der Mensch.
  8. Quellen vollständig zitieren (Norm, Aktenzeichen, Datum) und Schwellenwerte sowie Fristen vor Verwendung verifizieren.

Output

Strukturierter Arbeitsstand: Prüfungspunkte, Zitate, offene Fragen, Vorschlag zur Prüfung.

<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Anker-Rechtsprechung

  • BVerfG, Beschluss vom 30.04.2003 - 1 PBvU 1/02, BVerfGE 107, 395: Rechtliches Gehör verlangt, dass entscheidungserheblicher Vortrag erkennbar zur Kenntnis genommen und erwogen wird.

Prüfungsschema in Stufen

  1. Beweislastverteilung Prüfen: Nur streitige, erhebliche und beweisbedürftige Tatsachen in das Beweisprogramm aufnehmen.
  2. Beweislast für jedes Tatbestandsmerkmal, jede Einwendung und jede Einrede getrennt festlegen; Beweiserleichterungen ausdrücklich benennen.
  3. Beweismittel nach Urkunde, Zeuge, Sachverständiger, Augenschein und Parteivernehmung ordnen; Ausforschungsbeweis aussortieren.
  4. Beweisbeschluss mit Beweisthema, Beweismittel, Kostenvorschuss und Fristen gerichtsfest formulieren.
  5. Nach Beweisaufnahme die Würdigung nach Paragraf 286 ZPO nicht mit Beweislastentscheidung verwechseln.

Beweislast-Matrix

TatsacheRegelTypische ParteiPrüfhinweis
AnspruchsbegründendWer die günstige Rechtsfolge will, trägt die Tatsachen.KlägerAnspruchsmerkmal erst aus Klägerstation übernehmen, wenn es schlüssig und erheblich ist.
RechtshinderndTatsachen, die das Entstehen verhindern.BeklagterGeschäftsunfähigkeit, Formmangel, Gesetzesverbot oder fehlende Genehmigung gesondert prüfen.
RechtsvernichtendTatsachen, die einen entstandenen Anspruch beseitigen.BeklagterErfüllung, Aufrechnung, Erlass, Rücktritt oder Anfechtung mit Zugang und Zeitpunkt versehen.
RechtshemmendEinreden gegen Durchsetzbarkeit.BeklagterVerjährung, Zurückbehaltung und Stundung nur auf Einrede oder prozessual wirksamen Vortrag.
Höhe und SchadenParagraf 287 ZPO kann die Überzeugungsanforderung senken.Meist KlägerSchätzung braucht Anknüpfungstatsachen; reine Spekulation reicht nicht.
BeweisnäheSekundäre Darlegungslast kann Vortragspflichten verschieben.Sachnähere ParteiVerschiebt nicht automatisch die Beweislast; non liquet bleibt gesondert zuordnen.

Non-liquet-Satz

Bleibt nach Ausschöpfung der angebotenen und gebotenen Beweise offen, ob [Tatsache] vorliegt, wirkt dies zulasten von [Partei], weil diese für [Tatbestandsmerkmal/Einwendung/Einrede] beweisbelastet ist.

Typische Fallstricke

  • Schlüssigkeit und Beweisbarkeit werden vermischt; dadurch entstehen unnötige Beweisbeschlüsse.
  • Ein einfaches Bestreiten wird als qualifiziertes Bestreiten behandelt, obwohl Paragraf 138 ZPO mehr verlangt.
  • Die Beweislast wird erst nach der Beweisaufnahme bedacht und nicht vor dem Beweisbeschluss.
  • Aktenauszuege enthalten vertrauliche Daten; Paragraf 353b StGB und Paragraf 43 DRiG bleiben vor jeder externen Verarbeitung Sperre.

Tenor-Bausteine bzw. Beschluss-Bausteine

Baustein A

Das Gericht weist darauf hin, dass es nach vorläufiger Würdigung auf [entscheidender Punkt] ankommen dürfte. Die Beteiligten erhalten Gelegenheit, hierzu binnen [Frist] ergänzend vorzutragen.

Baustein B

Es soll Beweis erhoben werden über die Behauptung, dass [Beweisthema], durch Vernehmung des Zeugen [Name] beziehungsweise durch Einholung eines schriftlichen Sachverständigengutachtens zu [Gutachtenfrage].

Benachbarte Skills

  • Davor: 12-beweisbeduerftige-tatsachen-isolieren - Vorgelagerten Skill nutzen, wenn der Aktenstand noch nicht bis Beweislastverteilung Prüfen trägt.
  • Danach: 14-beweismittel-wuerdigen - Folgeskill nutzen, sobald Beweislastverteilung Prüfen entscheidungs- oder verfügungsreif vorbereitet ist.

Relations-Pflichtfelder

Dieser Skill arbeitet in der Station Beweisstation. Er erzeugt kein abstraktes Gutachten, sondern einen verwertbaren Relationsbaustein zu: Beweisthema, Beweislast, Beweismittel, Beweisbeschluss und Würdigung.

  1. Aktenfundstelle sichern.
    • Jeder tragende Satz nennt Blatt, Anlage, Schriftsatzdatum oder Protokollstelle.
  2. Vortrag trennen.
    • Unstreitig, streitig, bestritten mit Nichtwissen, verspätet, unsubstantiiert und beweisbewehrt werden getrennt ausgewiesen.
  3. Norm und Tatbestand koppeln.
    • Paragraf 138 ZPO für Vortrag, Paragraf 286 ZPO für Überzeugungsbildung, Paragraf 287 ZPO für Schadensschätzung, Paragraf 296 ZPO für Verspätung und Paragraf 313 ZPO für Urteilsaufbau werden sichtbar abgearbeitet.
  4. Arbeitsprodukt formulieren.
    • Ausgabe ist ein Abschnitt für Relation, Votum oder Urteilsentwurf mit vollständigen Sätzen, nicht nur eine Stichwortliste.
  5. Anschlussentscheidung treffen.
    • Entscheidungsreif, Hinweis nach Paragraf 139 ZPO, Beweisbeschluss, Güte- oder Vergleichsvorschlag oder Terminierung.

Zivilprozessuale Anker

  • Paragrafen 253, 256, 263, 264, 269, 286, 287, 296, 313 ZPO bilden den Pflichtstamm für Antrag, Feststellung, Klageänderung, Rücknahme, Beweiswürdigung, Schätzung, Präklusion und Urteilsaufbau.

Skelett für den Relationsbaustein

Beweisstation: Nach dem derzeitigen Aktenstand ist [Tatsache] unstreitig, weil [Fundstelle]. Streitig bleibt [Tatsache]. Beweisbelastet ist [Partei], da [Norm/Anspruchsmerkmal]. Das angebotene Beweismittel [Beweismittel] ist erheblich, weil die Tatsache bei Wahrunterstellung zu [Rechtsfolge] führt. Anschluss: [Hinweis/Beweisbeschluss/Entscheidung].

Beitrag zum Streitstoff in diesem Verfahren

Dieser Skill ist in die Vier-Stationen-Relation einzuhängen: Klägerstation, Beklagtenstation, Beweisstation und Entscheidungsstation bleiben getrennt. Er benennt zu jedem Streitpunkt die tragende Tatsache, den Vortrag der Gegenseite, das Beweisangebot, die Beweislast und die Rechtsfolge. Fehlt eine Station, wird nicht frei ergänzt, sondern als Lücke mit Anschlussverfügung ausgewiesen.

v392 Beweislastregel

Die Beweisstation enthält nur erhebliche und streitige Tatsachen. Ordne zuerst die Tatsache ein: anspruchsbegründend, rechtshindernd, rechtsvernichtend oder rechtshemmend. Danach prüfe Sonderregeln, sekundäre Darlegungslast, Anscheinsbeweis, Beweisvereitelung und Beweisnähe. Jede Beweisfrage wird als konkrete Tatsachenfrage formuliert.

Doktrinäre Schärfung der Beweislastverteilung

Grundregel nach der Rosenberg-Formel: Jede Partei trägt die Beweislast für die tatsächlichen Voraussetzungen der ihr günstigen Norm. Der Anspruchsteller beweist die anspruchsbegründenden Tatsachen, der Gegner die rechtshindernden, rechtsvernichtenden und rechtshemmenden. Diese Grundregel wird nie mechanisch stehen gelassen, sondern auf Durchbrechungen geprüft:

  1. Gesetzliche Umkehr: Vertretenmüssen wird nach Paragraf 280 Absatz 1 Satz 2 BGB vermutet; weitere Sonderregeln sind Paragraf 477 BGB für den Verbrauchsgüterkauf und Paragraf 363 BGB nach Annahme als Erfüllung.
  2. Anscheinsbeweis: Bei typischem Geschehensablauf wird von einem feststehenden Sachverhalt auf Ursache oder Verschulden geschlossen; der Gegner erschüttert ihn durch ernsthaft mögliche atypische Verläufe. Er kehrt nicht die Beweislast um, sondern wirkt in der Beweiswürdigung.
  3. Gefahr- und Verantwortungsbereich: Liegt die Ursache im beherrschbaren Gefahren- oder Organisationsbereich einer Partei, kann ihr die Beweislast für Sorgfalt oder Verschulden zugewiesen sein.
  4. Beweisvereitelung und Beweisnähe: Schuldhafte Vereitelung der gegnerischen Beweisführung kann Beweiserleichterungen bis zur Umkehr auslösen.

Trenne das Beweismaß: Paragraf 286 ZPO (volle Überzeugung mit praktisch brauchbarem Gewissheitsgrad) für Haftungsgrund und anspruchsbegründende Tatsachen, Paragraf 287 ZPO (Schätzung auf gesicherter Grundlage) für Schadenshöhe und haftungsausfüllende Kausalität. Bleibt eine erhebliche, streitige Tatsache unaufgeklärt (non liquet), entscheidet die Beweislast zu Lasten der beweisbelasteten Partei; das ist von der Beweiswürdigung nach Paragraf 286 ZPO zu unterscheiden.

Leitentscheidungen als Anker nur mit Verifikationshinweis verwenden; keine Aktenzeichen oder Fundstellen aus dem Gedächtnis bilden.

Votum-Schema je Beweisthema: Tatsachentyp und beweisbelastete Partei — anwendbare Durchbrechung mit ihrer Wirkung (echte Umkehr oder bloße Erleichterung) — Beweismaß nach Paragraf 286 oder Paragraf 287 ZPO — Folge bei non liquet.

What ships with it

Read from the repository

Just SKILL.md. No reference files, no scripts.

Keep looking

Skills are one crate of 326,059. Ordering is by how many stacks a row turns up in, so the top of any crate is what has actually been picked rather than what has the most stars.