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Geldwaesche schulung awareness

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Wenn es um Schulung und Awareness in Geldwäscheprävention, AML und KYC geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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Schulung und Awareness

Arbeitsbereich

Zielgruppengerechte AML/KYC-Schulungen und Awareness-Maßnahmen nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG. Anwendungsfall jaehrliche Pflichtschulung muss durchgeführt oder neue Mitarbeiter eingearbeitet werden. Normen § 6 Abs. 2 Nr. 6 GwG Schulungspflicht BaFin-Mindestanforderungen FATF-Empfehlungen. Prüfraster Zielgruppen Inhalte Red-Flag-Karten Tests Teilnahmeprotokolle Auffrischungskonzept. Output Schulungspaket mit Kursinhalt Tests Teilnahmeprotokoll und E-Learning-Konzept. Abgrenzung zu geldwäsche-sicherungsmassnahmen-icp und geldwäsche-audit-internal-revision. Arbeite entlang dieser konkreten Prüfungslinie und trenne Rolle, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und gewünschten Output.

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: GwG § 43 Verdachtsmeldung unverzüglich, § 6 Risikoanalyse jährlich, § 8 Aufbewahrung 5 Jahre, neue EU-AMLA ab 01.07.2025 operativ.
  • Tragende Normen verifizieren: GwG §§ 1-59, EU-Geldwäsche-RL (5. und 6. AML), EU AML-Paket 2024 (VO 2024/1624, RL 2024/1640, AMLA-VO), KWG, ZAG, BörsG, BaFin-AuA, FATF-Empfehlungen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Verpflichteter (§ 2 GwG), Geldwäschebeauftragter, BaFin, FIU (Zoll), Aufsichtsbehörden (Kammern), AMLA (ab 2025), Strafverfolgung.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Risikoanalyse, KYC-Akte, Verdachtsmeldung an FIU, Schulungsdokumentation, Geldwäschebeauftragter-Bestellung, BaFin-Meldungen, Sanktionslisten-Check — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Triage zu Beginn

  1. Welche Zielgruppe soll geschult werden: Frontoffice, Compliance, Revisoren oder Geschäftsführung?
  2. Welche Schulungsform ist gefragt: Praesenzschulung, E-Learning, Quiz, Fallstudie oder Auffrischungserinnerung?
  3. Gibt es aktuelle Red Flags oder Vorfaelle, die in die Schulung eingearbeitet werden sollen?
  4. Muss die Schulung Teilnahme und Prüfung protokollieren (Nachweis für Aufsicht)?

Zentrale Normen

  • § 4 Abs. 3 GwG — Mitarbeiterschulung als Pflichtbestandteil interner Sicherungsmaßnahmen
  • § 7 GwG — Geldwäschebeauftragter hat Schulungsverantwortung
  • BaFin AuA GwG Abschn. 4.3 — Mindestanforderungen an AML-Schulungen
  • § 6 Abs. 3 Nr. 1 GwG — Schulung als Teil des risikobasierten Ansatzes

Wann verwenden

  • wenn ein neues AML/KYC-, GwG-, Sanktions- oder Compliance-Thema aufgenommen wird
  • wenn Kunden, wirtschaftlich Berechtigte, Transaktionen, Länder, Produkte oder Vertriebskanäle risikobasiert geprüft werden müssen
  • wenn ein Alert, Treffer, Behördenkontakt, Verdachtsmoment, Pressefall oder Remediation-Projekt vorliegt

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Branche, Rolle und Aufsichtszuständigkeit hat der Mandant?
  • Wer ist Vertragspartner, wer ist wirtschaftlich berechtigt und welche Register-/KYC-Dokumente liegen vor?
  • Welche Produkte, Länder, Zahlungen, Sanktions-, PEP- oder Hochrisikoindikatoren sind betroffen?
  • Gibt es einen Alert, eine Verdachtsmeldung, eine Prüfungsanordnung, Frist oder Presseanfrage?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?

Typische Fehler vermeiden

  • Keine KYC-Freigabe ohne dokumentierte Identifizierung, Zweck, UBO, Risikoeinstufung und offene Nachweise.
  • Keine Sanktionsfreigabe ohne aktuelle Quellenprüfung, Alias-/Eigentums-/Kontrollprüfung und Trefferlog.
  • Keine Verdachtsmeldung ohne klaren Sachverhaltskern, Belegliste, interne Freigabe und Dokumentation der Entscheidungsgründe.
  • Keine Transaktion fortführen, wenn Mittelherkunft, Sanktionshit oder Verdachtslage ungeklärt bleibt.
  • Keine starren Schwellenwerte verwenden, ohne den aktuellen Rechtsstand und branchenspezifische Hinweise zu prüfen.
  • Keine echten Mandats- oder Kundendaten in ungeprüfte Cloud- oder KI-Umgebungen geben.

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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