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Foerdercheck kaltstart

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/forschungszulage-antragstellung/skills/foerdercheck-kaltstart

Wenn es um Fördercheck Kaltstart in Forschungszulage-Antragstellung geht: klärt Rolle, Ziel, Frist, Unterlagen und den passenden nächsten Fachskill; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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Fördercheck Kaltstart

Direktstart: lesen, entscheiden, liefern

Beginne nicht mit einem Fragenkatalog. Wenn Material vorliegt, lies es zuerst und starte mit einer verwertbaren Arbeitshypothese:

  • Frist oder Sofortrisiko.
  • erkannte Rolle, Zielrichtung und Verfahrensstand.
  • tragende Tatsachen aus dem Material.
  • bester nächster Arbeitsschritt mit direkt nutzbarem Output.

Frage höchstens zwei Punkte nach, und nur wenn ohne diese Antwort der nächste Schritt falsch oder riskant würde. Fehlt Material vollständig, verlange nicht allgemein alle Unterlagen, sondern nenne die drei wichtigsten Dokumente und arbeite mit sichtbaren Annahmen weiter.

Starte mit einem Arbeitsprodukt, nicht mit einer Inventarliste: Kurzvermerk, Fristenblatt, Prüfmatrix, Entwurf, Fragenliste oder Entscheidungsvorschlag. Routing ist nur Mittel zum Zweck. Wenn ein Fachskill eindeutig passt, arbeite unmittelbar in dessen Richtung weiter.

Arbeitsmodus: Liefere zuerst einen nutzbaren Zwischenstand in höchstens sieben Sätzen und dann den nächsten konkreten Schritt. Frage nur nach, wenn Frist, Zuständigkeit, Beweis, Betrag oder Rechtsfolge sonst nicht belastbar bestimmbar sind. Tabellen nur für Fristen, Belege, Beträge, Varianten oder Streitstoff.

Worum geht es

Vor jedem FZulG-Antrag steht eine Wirtschaftlichkeitsfrage: lohnt der Aufwand für BSFZ-Antrag, Stundenerfassung, Personalkostenrechnung und Finanzamt-Antrag? Liefere nach maximal zehn Minuten eine belastbare Erstaussage als Ampel und benennt den nächsten Arbeitsblock.

Wann dieses Modul hilft / Kaltstart-Fragen

Sie nutzen fz-foerdercheck-kaltstart:

  • Erstkontakt mit einem potenziellen Antragsteller.
  • Sanity-Check vor BSFZ-Investition.
  • Re-Assessment, wenn Vorjahr abgelehnt wurde.
  • Vor Mandatszusage, um Honorarmodell und Erwartung zu kalibrieren.

7-Fragen-Diagnose

  1. FuE nach Frascati? Neuheit, Schöpferisch, Ungewisses Ergebnis, Systematisch, Übertragbar/Reproduzierbar. Mindestens drei der fünf Kriterien tragend?
  2. Personaleinsatz für FuE-Vorhaben: wie viele Mitarbeiter, welche Anteile, welche Bruttogehälter?
  3. Auftragsforschung mit Externen? In EU/EWR? Vertrag oder nur Bestellung?
  4. KMU-Status nach EU-Definition (Mitarbeiterzahl, Umsatz, Bilanzsumme — vom Antragsteller mit Empfehlung 2003/361/EG zu prüfen)?
  5. Jahresumsatz und steuerliche Situation: Gewinn, Verlust, Holding-Struktur?
  6. Verlustsituation aktuell und für die nächsten zwei Jahre?
  7. Antragshistorie: schon einmal BSFZ-Antrag gestellt, Bescheinigung erhalten, Finanzamt-Antrag gestellt?

Praxisleitfaden

Faustregel Wirtschaftlichkeit

  • FuE-Personalkosten gering: nicht automatisch verwerfen. Schlank prüfen, ob Stunden ohnehin vorhanden sind und ob mehrere verwandte Vorhaben zusammen eine saubere Förderstory ergeben.
  • Mittlerer Jahresaufwand: regulären BSFZ-Antrag mit sauberer Stundenerfassung aufsetzen; Aufwand und Honorarmodell aber immer gegen die erwartete Förderung spiegeln.
  • Über 500k Euro/Jahr: Mehrjahresstrategie, Roadmap aufsetzen (fz-roadmap-mehrjahresantrag).

BSFZ-Trigger als rote Flaggen im Vorhaben

Wenn der Mandant nur folgendes liefert, ist das Vorhaben aus BSFZ-Sicht nicht förderfähig:

  • "Innovative Plattform" ohne klare technische Aufgabe.
  • "KI-basiert" ohne konkretes ML-Modell, Trainingsproblem, Datengrundlage.
  • "Industrie 4.0" als Schlagwort, ohne neuartiges Steuerungs-/Sensorproblem.
  • "ERP-Anpassung" oder "Customizing" einer bekannten Software.
  • Lastenheft mit Anforderungsliste statt Beschreibung des technischen Problems.

Schnelltests für die Ampel

  • Grün: echtes technisches Problem, dokumentiertes Risiko, eigener Personaleinsatz, Stundenerfassung machbar, kein AGVO-Konflikt.
  • Gelb: FuE plausibel, aber Belege fehlen; Auftragsforschungsanteil hoch; KMU-Status unklar; alte Wirtschaftsjahre offen.
  • Rot: reines Customizing, Routine, Auftragsforschung außerhalb EU/EWR, alle Förderquellen schon ausgeschöpft.

Trade-off-Matrix

Trade-offPfad APfad BEmpfehlung
Jetzt Antrag vs. Quartal wartensofort BSFZ stellenwarten auf neues Personal/Klarheitsofort, wenn Vorhaben technisch klar
Ein Vorhaben vs. Bündelnur das stärkste Projektmehrere Projekte in einem AntragBündel, wenn technisch zusammenhängend
Eigen- vs. Auftragsforschungnur Eigen (BMG 100 Prozent)Auftrag (BMG 70 Prozent)Mix bewusst kalkulieren
Antrag selbst vs. BeraterInhouseSpezialberaterBerater bei Erstantrag und über 500k Euro BMG

Schritt für Schritt

  1. 7-Fragen-Diagnose mit Mandanten in 15 Minuten durchgehen.
  2. FuE-Personalkosten grob schätzen (Köpfe × Bruttogehalt × FuE-Anteil).
  3. Bemessungsgrundlage abschätzen: Eigenpersonal + 70 Prozent Auftrag + Eigenleistung + 20 Prozent Pauschale.
  4. Fördersumme schätzen: BMG × 25 Prozent (KMU eventuell 35 Prozent — Voraussetzungen prüfen).
  5. Engpass benennen: BSFZ-Text, Stundenerfassung, Auftragsforschung, AGVO-Kumulierung.
  6. Ampel setzen. Bei Grün direkt zu fz-bsfz-bescheinigung-projektbeschreibung. Bei Gelb zu fz-fue-definition-frascati-abgrenzung. Bei Rot Mandanten ehrlich beraten.

Mustertexte

Kurzbild-Email an Mandant (Vorlage):

"Sehr geehrte/r [Name], auf Basis Ihrer Angaben ([Vorhaben], [FuE-Personalkosten ca. X Euro/Jahr], [BSFZ-Antrag noch nicht gestellt]) sehen wir die Forschungszulage als [grün/gelb/rot]. Die geschätzte Förderung liegt bei [Y Euro/Jahr] über [Z Jahre]. Nächster Schritt ist [BSFZ-Projektbeschreibung / Stundenerfassung / Klärung KMU-Status]. Fristkritisch ist [Wirtschaftsjahr/Festsetzungsfrist]."

Ampel-Tabelle für Memo:

KriteriumStatusBegründung
FuE-Eigenschaftgrün/gelb/rotkonkretes technisches Problem?
Personalkostengrün/gelb/rotwirtschaftlich genug oder schlanker Antrag?
KMUgrün/gelb/rotunter/über 250 Mitarbeiter, 50 Mio. Euro Umsatz?
Kumulierunggrün/gelb/rotandere Förderungen? AGVO-Reserve?
Dokumentationgrün/gelb/rotStundenerfassung vorhanden?

Typische Fehler

  • Mandant beschreibt nur das Produkt und nicht das technische Problem.
  • Auftragsforschungsanteil wird übersehen — 70-Prozent-Kürzung kostet Förderung.
  • Eigenleistung des Geschäftsführers nicht berücksichtigt.
  • BMG wird nur grob geschätzt, ohne Personalkostenformel.
  • Kumulierung mit ZIM/BMBF wird vergessen, später AGVO-Konflikt.
  • KMU-Status pauschal angenommen, ohne Schwellenprüfung über die EU-Definition.
  • Antragshistorie nicht abgefragt — Vorablehnungen vergiften die Folgeanträge.
  • Rückwirkende Jahre vergessen, obwohl Belege noch greifbar wären.

Praxis-Trick — die fünf Fragen für die Eingangs-Email

Wenn ein Interessent meldet "wir wollen Forschungszulage", reichen diese fünf Fragen für eine Erstantwort innerhalb einer halben Stunde:

  1. "Welches konkrete technische Problem wollen Sie lösen, das mit bekannten Verfahren nicht lösbar ist?"
  2. "Wie viele Mitarbeiter arbeiten daran, und welcher Bruttoaufwand pro Jahr entsteht für diese FuE-Tätigkeit?"
  3. "Haben Sie für dieses Vorhaben bereits andere Förderungen erhalten oder beantragt (ZIM, BMBF, Land, EU, Bayern Innovativ etc.)?"
  4. "Sind Sie KMU im Sinne der EU-Definition (Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme)?"
  5. "Welche Wirtschaftsjahre sind betroffen, und wie steht es um die Stundenaufzeichnung Ihrer FuE-Mitarbeiter?"

Die Antworten geben in Verbindung mit der 7-Fragen-Diagnose oben ein belastbares Bild.

Normenanker

Arbeitsfokus: Fördercheck Kaltstart. Prüfe diese Anker am Sachverhalt; ergänze nur Normen, die denselben Output, dieselbe Frist oder dieselbe Beweisfrage tragen:

  • § 1 FZulG — Anspruchsberechtigung.
  • § 2 Abs. 1 FZulG — begünstigtes F&E-Vorhaben.
  • § 3 FZulG — förderfähige Aufwendungen.
  • § 4 FZulG — Höhe der Zulage.
  • § 5 FZulG — Antrag.
  • § 6 FZulG — Bescheinigung.
  • § 10 FZulG — Festsetzung/Auszahlung.
  • § 90 Abs. 1 AO — Mitwirkung und Belege.

Rechtsprechung nur ergänzen, wenn Gericht, Datum, Aktenzeichen und eine frei prüfbare Quelle vorliegen; keine BeckRS-/juris-Blindzitate verwenden.

Quellen Stand 05/2026

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