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Tdm 44b urhg ki training opt out

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Wenn es um Tdm 44b Urhg Ki Training Opt Out in Fachanwalt Urheber Medienrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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Text- und Data-Mining-Opt-out nach § 44b UrhG erklären wenn KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Werken verhindert werden soll

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: UrhG § 102 Verjährung 3/10 Jahre, § 97a Abmahnung Erstattung nur bei Berechtigung, § 41 Rückrufsrecht nach 2 Jahren, FAO § 5 36 Monate Praxis.
  • Tragende Normen verifizieren: FAO § 14k, UrhG §§ 1-69, 72, 73, 81, 87a-h, 95a, 97, 97a, 101, 103, VGG, KUG §§ 22, 23, MStV, JMStV, NetzDG (auslaufend), TMG/DDG, EU-RL 2019/790 (DSM) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Urheber, Verwertungsgesellschaft (VG Wort, GEMA, GVL), Verleger, Sendeunternehmen, Plattformbetreiber, Landesmedienanstalt, ZAK, LG (Urheber-/Medienkammer).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Lizenzvertrag, Wahrnehmungsvertrag VG, Abmahnung, Unterlassungserklärung, einstweilige Verfügung, Schadensersatzklage, Gegendarstellung, NetzDG/DSA-Meldung — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fokus: Text- und Data-Mining-Opt-out nach § 44b UrhG erklären wenn KI-Training mit urheberrechtlich geschützten Werken verhindert werden soll. § 44b UrhG TDM §§ 87a ff. UrhG Datenbankschutz DSA. Prüfraster: Opt-out-Erklärung Maschinenlesbarkeit Robots.txt rechtliche Wirkung Rechteinhaber. Output: Opt-out-Erklärung technische Anleitung Prüfprotokoll. Abgrenzung: nicht für allgemeine KI-Lizenzfragen.

TDM § 44b UrhG – KI-Training und Opt-out

Kernsachverhalt & Mandantenfragen

Das Training großer KI-Modelle (LLMs, Bildgeneratoren, Musikgeneratoren) erfordert riesige Datenmengen. Diese werden aus dem öffentlichen Internet geerntet – oft ohne Einwilligung der Rechteinhaber. § 44b UrhG erlaubt Text- und Data-Mining grundsätzlich als Schranke, aber nur wenn der Rechteinhaber kein maschinenlesbares Opt-out gesetzt hat. Diese neue Rechtslage schafft erheblichen Beratungsbedarf für Verlage, Fotografen, Musiker, Datenbankbetreiber und Plattformbetreiber.

8 Kaltstart-Rückfragen:

  1. Was ist die Art des Werks (Text, Bild, Musik, Datenbank) und wo ist es online verfügbar?
  2. Wurde ein maschinenlesbares Opt-out gesetzt (Robots.txt, Meta-Tag, TDM-Reservation-Notice)?
  3. Falls kein Opt-out vorhanden: Was war der Zeitpunkt der Erstellung des Werks und wann wurde es online gestellt?
  4. Gibt es Anhaltspunkte, dass ein spezifisches KI-Modell mit dem Werk trainiert wurde (Output-Test, Datensatz-Listen)?
  5. Wer ist der KI-Anbieter und hat er einen EU-Sitz oder Auftragsverarbeiter in der EU?
  6. Hat der KI-Anbieter im Rahmen der KI-Verordnung (VO (EU) 2024/1689) Transparenzpflichten zu erfüllen?
  7. Besteht Interesse an einer nachträglichen Lizenzverhandlung oder primär an Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen?
  8. Ist der Mandant Einzelurheber oder Mitglied einer Verwertungsgesellschaft (VG Wort, GEMA, VG Bild-Kunst)?

  • Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist für den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)

Rechtsgrundlagen

NormInhalt
§ 44b UrhGText- und Data-Mining-Ausnahme: erlaubt Vervielfältigung für TDM wenn kein Opt-out; in Kraft seit 07.06.2021
§ 44b Abs. 3 UrhGOpt-out-Möglichkeit des Rechteinhabers: maschinenlesbar; Wirkung nur für zukünftige TDM-Vorgänge
§ 60d UrhGTDM für wissenschaftliche Forschung: weitreichendere Erlaubnis; kommerzieller KI-Anbieter greift hier nicht
§ 87a ff. UrhGDatenbankschutz: Datenbankwerk und einfache Datenbank; TDM-Ausnahme gilt auch für § 87b UrhG (§ 87c Abs. 1 Nr. 3 UrhG)
§ 97 UrhGUnterlassungsanspruch bei Verletzung
§ 97a UrhGAbmahnung und Abmahnkosten
§ 101 UrhGAuskunftsanspruch gegen KI-Anbieter über Umfang der Werknutzung
Art. 4 DSM-RL (EU) 2019/790Vorlage für § 44b UrhG; maschinenlesbares Opt-out als Option für Rechteinhaber
Art. 53 KI-VO (VO (EU) 2024/1689)Transparenzpflichten für Anbieter allgemeiner KI-Modelle (General-Purpose AI); Veröffentlichung von Zusammenfassung der Trainingsdaten
DSGVO Art. 5, 6Wenn TDM personenbezogene Daten enthält: Rechtsgrundlage für Verarbeitung notwendig

Leitentscheidungen

AktenzeichenGericht / DatumLeitsatz
US District Court NY (Reuters vs. Ross)US District Court, 11.02.2025Fair Use abgelehnt: Training eines KI-Recherchetools mit Rechtsartikeln ist keine transformative Nutzung; kommerzieller Zweck schadet

Prüfschema TDM / Opt-out

SchrittInhaltGrundlage
1Werkschutz prüfen: Urheberrechtlich geschütztes Werk (§ 2 UrhG) oder Datenbankschutz (§ 87a UrhG)?§ 2, § 87a UrhG
2TDM-Handlung identifizieren: Welche KI-Anbieter haben das Werk erfasst? Common-Data-Index, LAION, Books3, Pile-Datensätze?§ 44b Abs. 1 UrhG
3Opt-out-Status zum Trainings-Zeitpunkt: War ein maschinenlesbares Opt-out vorhanden (Robots.txt, Meta-Tag, TDM-Notice)?§ 44b Abs. 3 UrhG
4Wissenschaftliche vs. kommerzielle Nutzung: § 60d UrhG (Forschung) oder § 44b UrhG (allgemein)? Kommerzieller Anbieter = § 44b einschlägig§ 60d, § 44b UrhG
5Nachweis der Nutzung: Output-Test des KI-Modells; Datensatz-Audits (LAION-Explorer, HuggingFace-Datensets); Wasserzeichenanalyse§ 101 UrhG
6KI-VO Transparenzpflicht Art. 53: Hat Anbieter Trainingsdaten-Zusammenfassung veröffentlicht? Anhaltspunkte für Werk im Datenset?Art. 53 KI-VO
7Auskunftsanspruch § 101 UrhG: Anspruch gegen KI-Anbieter auf Auskunft über Verwendung des Werks§ 101 UrhG
8Abmahnung formulieren § 97a UrhG: Verletzungshandlung benennen; Opt-out und dessen Umgehung konkret§ 97a UrhG
9Opt-out sofort nachrüsten: Robots.txt alle relevanten Bots; Meta-Tags auf allen Seiten; TDM-Notice§ 44b Abs. 3 UrhG
10Lizenzverhandlung: Rückwirkende Lizenz; Media-Manager-Programme der KI-Anbieter nutzen§ 44b UrhG
11Kollektivwahrnehmung: VG Wort, GEMA, VG Bild-Kunst – Pflichtmitgliedschaft prüfen; kollektive Lizenzierung§ 51c UrhG
12Schadensersatz berechnen: Lizenzanalogie; fehlender Opt-out → kein Anspruch; Opt-out vorhanden → voller Schadensersatz§ 97 Abs. 2 UrhG

Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)

Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu prüfen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.

KonstellationEmpfohlener Weg
Standard — TDM § 44b UrhG KI-Training Opt-OutOpt-Out-Erklaerung; Template unten
Variante A — Mandant will KI-Training erlaubenLizenzvertrag statt Opt-Out; gesonderte Vergütung
Variante B — Bereits laufendes KI-TrainingOpt-Out für Zukunft; Schadensersatz für Vergangenheit prüfen
Variante C — EU-DSA / Digital-Markets-Act beruehrtPlattform-spezifische Opt-Out-Mechanismen zusaetzlich

Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.

Schriftsatzbausteine

Baustein 1 – TDM Reservation Notice (maschinenlesbar)

<!-- Einbinden in <head> jeder HTML-Seite -->
<meta name="robots" content="noai, noimageai">

<!-- Für alle bekannten KI-Abrufwerkzeuge: Robots.txt -->
User-agent: GPTBot
Disallow: /

User-agent: ChatGPT-User
Disallow: /

User-agent: Google-Extended
Disallow: /

User-agent: CCBot
Disallow: /

User-agent: anthropic-ai
Disallow: /

User-agent: Claude-Web
Disallow: /

User-agent: cohere-ai
Disallow: /

User-agent: Omgilibot
Disallow: /

User-agent: FacebookBot
Disallow: /

### Generelle TDM-Reservation gemäß § 44b Abs. 3 UrhG /
### Art. 4 Abs. 3 DSM-RL / Art. 53 KI-VO
### Text and Data Mining for AI Training: PROHIBITED
### TDM Reservation Notice: no AI training on this content
### Stand: [Datum]
<!-- EXIF/Metadaten für Bilder -->
Copyright: [Name] [Jahr]
Rights: TDM Reservation § 44b Abs. 3 UrhG.
 AI Training PROHIBITED.
 Contact: [E-Mail] for licensing.

Baustein 2 – Abmahnung KI-Anbieter (§ 97a UrhG)

An [KI-Anbieter, Rechtsabteilung]
[Anschrift; ggf. EU-Repräsentant]

Per Einschreiben mit Rückschein

Abmahnung gemäß § 97a UrhG
wegen Verletzung des Text- und Data-Mining-Vorbehalts
§ 44b Abs. 3 UrhG

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir zeigen die anwaltliche Vertretung von [Rechteinhaber] an.

I. SACHVERHALT

Unsere Mandantschaft ist Inhaberin der urheberrechtlichen
Nutzungsrechte an folgenden Werken:
[Liste der Werke / URL / Beschreibung]

Auf unserer Website [URL] war zum Zeitpunkt der
Datenerhebung durch Ihren Abrufwerkzeuge [Bot-Name] am [Datum
gem. Wayback Machine / Server-Log] ein maschinenlesbarer
TDM-Vorbehalt in der Datei robots.txt gesetzt:

User-agent: [Bot-Name]
Disallow: /

Dieser Vorbehalt ist maschinenlesbar i.S.d. § 44b Abs. 3
UrhG und Art. 4 Abs. 3 DSM-RL.

Durch die Überwindung dieses Vorbehalts und die Verwendung
der Werke für das Training Ihres KI-Modells [Modellname]
haben Sie das ausschließliche Vervielfältigungsrecht
§ 16 UrhG verletzt.

II. FORDERUNGEN

Wir fordern Sie auf binnen [14 Tagen]:

1. Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung
 bzgl. jeglicher Verwendung der genannten Werke für
 KI-Trainingszwecke ohne ausdrückliche Einwilligung.

2. Erteilung von Auskunft gemäß § 101 UrhG über:
 – Welche Werke wurden in welchem Datenset verwendet?
 – Welche KI-Modelle wurden damit trainiert?
 – Wann und in welchem Umfang erfolgte die Erhebung?

3. Zahlung von Schadensersatz (§ 97 Abs. 2 UrhG,
 Lizenzanalogie). Unser vorläufiger Ansatz beträgt
 EUR [X].

[Ort, Datum, Unterschrift Kanzlei]

Baustein 3 – Opt-out-Dokumentation (Nachweis für Rechtsstreit)


--- vor Versand klaeren ---
1. Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
2. Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
3. Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
OPT-OUT-DOKUMENTATIONSPROTOKOLL

Rechteinhaber: [Name]
Website: [URL]
Erstellungsdatum robots.txt: [Datum]
TDM-Vorbehalt enthalten seit: [Datum]

Gesperrte Bots zum [Datum]:
- GPTBot (OpenAI) seit [Datum]
- CCBot (Common-Data-Index) seit [Datum]
- Claude-Web (Anthropic) seit [Datum]
- Google-Extended (Google) seit [Datum]
- [weitere]

Nachweise:
- robots.txt Volltext-Archiv: [Wayback Machine URL]
- Server-Log-Auswertung: [Anlage 1]
- Zeitstempel-zertifizierte Kopie: [notarielle Bestätigung]
- EXIF-Daten der Bilder: [Anlage 2]

prospektiv; für Trainingsdaten erhoben vor Opt-out-Setzung
gelten Ansprüche nach § 44b Abs. 3 UrhG nicht.
Rückwirkungsklage erfordert anderen Anspruchsweg (§ 97 UrhG
direkt wenn § 44b Abs. 1 UrhG nicht greift).

Beweislast

KonstellationBeweislast
WerkschutzRechteinhaber; bei bekannten Werktypen vermutet
Opt-out vorhanden zum Trainings-ZeitpunktRechteinhaber; Nachweis durch Wayback Machine, Server-Logs, zeitgestempelte Zertifizierung
TDM-Handlung des KI-AnbietersRechteinhaber muss Verwendung im Datenset nachweisen (LAION-Explorer, Output-Test, Datensatz-Audit); § 101 UrhG-Auskunftsanspruch hilft
KI-VO Art. 53 TransparenzpflichtKI-Anbieter muss Trainingsdaten-Zusammenfassung veröffentlichen; Verletzung davon kann Beweisvermutung begründen

Fristen und Verjährung

FristInhaltNorm
SofortOpt-out nachrüsten wenn noch nicht vorhanden§ 44b Abs. 3 UrhG
Abmahnfrist (gesetzt)Typisch 14 Tage; EV bei KI-Anbietern selten sofort durchsetzbar§ 97a UrhG
3 JahreVerjährung Schadensersatz ab Kenntnis von Verletzung und KI-Anbieter§ 102 UrhG, § 195 BGB
Ab Inkrafttreten KI-VO (2025)Transparenzpflicht Art. 53 KI-VO gilt für Anbieter allgemeiner KI-ModelleArt. 113 KI-VO

Typische Gegenargumente

GegenargumentErwiderung
"Wir sind in den USA und US-Recht gilt"EU-Niederlassung oder Auftragsverarbeiter in EU begründet EU-Gerichtsstand; zudem: EU-Nutzer sind betroffen → Marktortprinzip

Streitwert / Kosten

PositionBerechnung
Streitwert UnterlassungHoch: EUR 50.000–500.000 je nach Werk und Verbreitung des KI-Modells
Schadensersatz LizenzanalogieFehlendes Opt-out → § 44b UrhG greift → kein Anspruch; bei wirksamem Opt-out: voller Lizenzbetrag
Lizenzverhandlung (rückwirkend)0.5–5 % des KI-Anbieter-Umsatzes im Bereich des Schöpferkreises (grober Anhaltspunkt)
VG-KollektivlizenzVG Wort, GEMA, VG Bild-Kunst verhandeln mit Plattformen; individuelle Ansprüche ggf. durch VG geltend zu machen
GerichtskostenLG Hamburg zuständig für viele KI-Urheberrechtsklagen; hohe Streitwerte → erhebliche Gerichtskosten

Strategische Empfehlung

SituationEmpfehlung
Kein Opt-out vorhandenOpt-out sofort nachrüsten für künftige Verbotenheit; Schaden aus Vergangenheit nur angreifbar wenn § 44b Abs. 1 UrhG selbst nicht greift (z.B. kein rechtmäßiger Zugang)
Opt-out vorhanden zum Trainings-ZeitpunktStarke Anspruchsposition; Abmahnung + Klage; Auskunft § 101 UrhG erzwingen
VG-MitgliedVG koordiniert oft Sammelklage; individuell prüfen ob zusätzliche direkte Ansprüche möglich
Rückwirkende Lizenzierung angestrebtDirekte Verhandlung mit OpenAI, Google, Anthropic usw.; Media-Manager-Programme nutzen
US-Anbieter ohne EU-SitzKI-VO Marktortprinzip; EU-Vertreter nach Art. 22 KI-VO benennen lassen; ggf. Blockade des Modells in EU beantragen

Anschluss-Skills

  • urheber-abmahnung-pruefen – allgemeine Abmahnprüfung
  • fachanwalt-urheber-medienrecht-abmahnung-pruefen – vertiefte Abmahnanalyse
  • fachanwalt-it-recht-ki-vo-hochrisiko-konformitaetsbewertung – KI-Verordnung Compliance
  • fachanwalt-urheber-medienrecht-mod-erklaerung – Unterlassungserklärung im TDM-Kontext

Triage-Fragen bei TDM/KI-Training-Opt-out-Mandat

Bevor die Opt-out-Strategie und ggf. Klage eingeleitet wird, klaere:

  1. War das urheberrechtlich geschuetzte Werk öffentlich zugaenglich (§ 44b I UrhG — Erlaubnis nur bei rechtmäßigem Zugang)?
  2. Wurde ein Opt-out vor dem Trainings-Zeitpunkt erklaert (maschinenlesbar: robots.txt, TDM Reserved Right)?
  3. Liegen Nachweise dafür vor, dass ein KI-Anbieter das Werk tatsaechlich verwendet hat (Modellergebnis, Trainingsdaten-Erklaerung)?
  4. Ist § 60d UrhG (Wissenschaftliches TDM) als Privilegierungstatbestand einschlaegig?

Faktische Updates (Stand 05/2026)

  • § 44b UrhG / Art. 4 Abs. 3 DSM-RL: TDM-Opt-out muss "maschinenlesbar" sein. Welche Form (robots.txt, ai.txt, TDM Reservation Protocol, REP-Erweiterungen, EXIF/IPTC, Sidecar-Files, NoAI-Meta-Tag) ausreichend ist, ist hoechstrichterlich nicht abschliessend geklaert. Konkrete EuGH- und BGH-Verfahren live über curia.europa.eu / dejure.org verifizieren (Stichworte: TDM, Art. 4 DSM-RL).
  • KI-VO Art. 53 Abs. 1 lit. c und d: Seit 02.08.2025 müssen GPAI-Anbieter eine Urheberrechts-Compliance-Strategie implementieren und eine Trainingsdaten-Zusammenfassung im EU-AI-Office-Template veröffentlichen. Quelle: VO (EU) 2024/1689 — eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1689/oj. Stand des Templates und Veroeffentlichungs-Status der einzelnen Modelle live prüfen.
  • GPAI Code of Practice — Saeule Urheberrecht: Der EU-AI-Office-Code enthaelt eine Urheberrechts-Saeule (TDM-Vorbehalt-Detektion, Lizenz-Trail, Take-down-Verfahren); bei Anschluss Anbieter-Vermutung der Compliance. Aktuelle Fassung live über digital-strategy.ec.europa.eu prüfen.
  • Auskunftsanspruch § 101 UrhG bei KI-Trainingsdaten: Linie der Instanzgerichte (LG / OLG) sowie BGH-Linie zu TDM und Auskunft / Schadensersatz live über dejure.org und openjur.de verifizieren.
  • CDPA, KI-Office, Verlegerklagen: Mehrere Verlegerklagen gegen GPAI-Anbieter sind in EU-Mitgliedstaaten anhaengig. Konkrete Aktenzeichen und Verfahrensstand live über nationale Gerichtsdatenbanken und curia.europa.eu prüfen.
  • DSA + Empfehlungssysteme: Falls KI-generierte Inhalte über VLOPs verbreitet werden, parallele DSA-Pflichten beachten (Art. 28 Abs. 2 DSA — Minderjaehrigenschutz, Art. 34 DSA — Risikobewertung).

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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