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Akteneinsicht strafrecht auswerten

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Wenn es um Strukturierte Auswertung der Strafakte nach Akteneinsicht Paragraf 147 StPO in Fachanwalt Strafrecht geht: ordnet Akteninhalt, Belege, Lücken und Nachforderungen; liefert eine Chronologie mit Belegmatrix und Widerspruchsliste.From its SKILL.md

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Strukturierte Auswertung der Strafakte nach Akteneinsicht § 147 StPO

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: StGB §§ 13, 22, 23, 25, 32, 35, 46, 47, 56, 57, StPO §§ 100a, 102, 105, 112, 136, 137, 140, 147, 152, 153a, 244, 257c, 261, 264, 265, 267, 304, 341, 344, 349; StPO; StGB — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fokus: Strukturierte Auswertung der Strafakte nach Akteneinsicht § 147 StPO. Erstellt Beweismittelverzeichnis (Urkunden Augenscheinsobjekte Zeugen Sachverständige) Personenregister Chronologie Aussagen-Synopse mit Inkonsistenzen Verwertungsverbots-Prüfung Belehrungsfehler § 136a StPO Beschuldigtenrechte § 136 StPO Beweisverwertungsverbote sowie Verteidigungsstrategie-Optionen. Ergebnis ist Aktenexzerpt zur Hauptverhandlungsvorbereitung mit Beweisanträgen Befangenheits-Prüfung und Vermerk für Beweisverwertung.

Akteneinsicht — Strafakte auswerten

Voraussetzung

  • Akteneinsicht § 147 StPO gewährt
  • Akte als PDF mit OCR
  • Mandantengespräch zur Sachlage erfolgt

Schritt 1 — Personenregister

Tabelle aller in der Akte erwähnten Personen:

RolleNameGeburtsdatumFunktion / Tat-BezugAussage Bl.Anschrift
Beschuldigter
Geschädigter
Zeuge
Polizeibeamter
Sachverständiger

Schritt 2 — Chronologie

Zeitleiste in Tag-Stunde-Format:

2025-11-12 23:15 — angeblicher Tatzeitpunkt
2025-11-12 23:47 — Zeugenanruf 110
2025-11-13 00:02 — Streifenwagen am Tatort
2025-11-13 00:14 — Festnahme Beschuldigter
2025-11-13 00:42 — Belehrung § 136 StPO laut Bl. 27
2025-11-13 01:35 — Beschuldigtenvernehmung beginnt Bl. 31
…

Schritt 3 — Beweismittelverzeichnis

Urkunden

  • Bl. 1–5 Anzeige
  • Bl. 27 Belehrungsprotokoll
  • Bl. 31–48 Beschuldigtenvernehmung
  • Bl. 49 ff. Vermessungs- und Spurensicherungs-Protokoll
  • Bl. … Sachverständigengutachten

Augenscheinsobjekte

  • Asservat 1 Tatwaffe
  • Asservat 2 Bekleidung
  • Video-DVD aus Überwachungskamera

Personalbeweise

  • Z1 Anzeigeerstatter
  • Z2 Augenzeuge
  • Z3 Lebensgefährtin Beschuldigter
  • SV1 Rechtsmediziner

Schritt 4 — Aussagen-Synopse

Pro Tat-Element (objektiver Tatbestand: Wer Wann Wo Wie):

ElementAussage Z1Aussage Z2BeschuldigterAnderes Beweismittel
TatortbestreitetSpurensicherung
Tatzeit23:1523:3023:00Handydaten

Inkonsistenzen markieren — jede Abweichung ist möglicher Ansatzpunkt.

Schritt 5 — Verwertungsverbote prüfen

Belehrungsfehler

  • § 136 StPO Beschuldigtenbelehrung — Schweigerecht Verteidiger-Hinzuziehung
  • § 136a StPO Misshandlung Ermüdung Täuschung Drohung Hypnose Versprechen — absolutes Verwertungsverbot
  • § 163a StPO Belehrung bei polizeilicher Vernehmung
  • § 52 ff. StPO Zeugnisverweigerungsrecht
  • § 110a StPO Verdeckte Ermittler — Trennungsgebot

Wohnungsdurchsuchung

  • § 102 StPO Beschuldigten-Wohnung
  • Fund von Beweismitteln über Anordnungs-Gegenstand hinaus — Zufallsfund § 108 StPO

Telekommunikationsüberwachung

  • § 100a StPO Katalogstraftaten Subsidiaritätsklausel
  • § 100e StPO richterliche Anordnung
  • Verwendung in anderen Verfahren § 100e Abs. 6 StPO

Beschuldigtenrecht

  • § 137 StPO Verteidigerwahl
  • § 140 StPO notwendige Verteidigung
  • § 141 StPO Pflichtverteidiger-Bestellung

Schritt 6 — Verteidigungsstrategie

Optionen aufstellen

  • Vollumfängliches Bestreiten
  • Teilgeständnis bezüglich Randdetails
  • Verfahrenseinstellung § 153 § 153a § 154 § 154a StPO (Bagatelle Auflage Teileinstellung)
  • Verständigung § 257c StPO
  • Beweisanträge zur Erschütterung der Belastungsbeweise

Beweisantragsvorbereitung

  • Beweisthema klar formuliert
  • Beweismittel konkret bezeichnet (Zeugen mit Anschrift, Augenscheinsobjekt)
  • Konnex zwischen Beweismittel und Tatumstand
  • Frist spätestens vor letzter Schließung der Beweisaufnahme

Schritt 7 — Sachverständigengutachten kritisch lesen

  • Anknüpfungstatsachen vollständig der SV mitgeteilt?
  • Methode anerkannt? (DNA mtDNA STR-Analyse Kapillarvergleich)
  • Schluss-folgerung zwingend oder eine von mehreren?
  • Gegengutachten denkbar?

Schritt 8 — Befangenheit prüfen

  • Richter § 24 StPO Ablehnungsgründe
  • Sachverständiger § 74 StPO

Ausgabe

  • aktenexzerpt-{az}.md Hauptdokument
  • personenregister.md Tabelle
  • chronologie.md Zeitleiste
  • aussagen-synopse.md Inkonsistenzen markiert
  • verwertungsverbote.md mit Begründung pro Beweismittel
  • verteidigungsstrategie.md Optionen plus Bewertung
  • Liste vorbereiteter Beweisanträge
  • Termin-Check Hauptverhandlung
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Quellen

  • StPO §§ 136 136a 137 140 141 147 163a
  • BGH 2. und 5. Strafsenat (Verwertungsverbote)
  • Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen zitieren. Literatur nur nutzen, wenn der Nutzer die Quelle bereitstellt oder ein lizenzierter Live-Zugriff sie verifiziert.
  • Beulke/Swoboda Strafprozessrecht

Aktuelle Rechtsprechung Aktenauswertung

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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