Fachanwalt it recht it vertrag verhandlung eu odr
⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co
npx -y skills add Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht --skill fachanwalt-it-recht-it-vertrag-verhandlung-eu-odrAssembled from the repository path, not quoted from the project. Check it against their README if it does not work.
What its author says it does
Copied from the file, not written here
Wenn es um IT-Vertrag-Verhandlung / EU-ODR in Fachanwalt It Recht geht: entwickelt Verhandlungsziel, Vergleichskorridor und Eskalationspfad; liefert eine Verhandlungs- oder Eskalationslinie mit Optionen.
SKILL.md
7.7 KB, as published. Nobody here has run it
IT-Vertrag-Verhandlung / EU-ODR
Zweck
IT-Vertrag-Verhandlung ist Verhandlungs-intensiv: SaaS, Cloud, Lizenz, IT-Projektvertrag. Spezifische ADR-Pfade: EU-ODR-Plattform (B2C), DGRI-Schiedsstelle (B2B), DPMA bei Patent-Streit.
Eingaben
- Vertragstyp (SaaS, IaaS, PaaS, On-Premise-Lizenz, IT-Projekt)
- Mandantenrolle (Anbieter / Kunde)
- Streit-Phase (Vor-Vertrag, laufender Vertrag, Beendigung, Post-Term)
- Streit-Gegenstand (Datenschutz, SLA, Mangelhaftung, Kündigung)
- Internationale Komponente
Rechtlicher Rahmen
- EU-ODR-VO (EU) 524/2013 — Online-Streitbeilegung B2C
- VSBG — Verbraucherschlichtung
- AI Act Art. 85 — Beschwerdebearbeitung
- Art. 28 DSGVO — AVV-Streitigkeiten
- DGRI-Schiedsstelle (Dt. Gesellschaft für Recht und Informatik)
- § 651a BGB — Pauschalreise (IT-Sonderfall)
- § 305 ff. BGB — AGB-Recht
ADR-Pfade
Pfad 1 — EU-ODR (B2C)
- Bei Online-Vertrag mit Verbraucher
- Plattform: ec.europa.eu/odr
- Streitwert beliebig
- Verfahrens-Dauer 90 Tage
Pfad 2 — DGRI-Schiedsstelle (B2B)
- IT-Streit zwischen Unternehmen
- Spezialisierte IT-Schiedsrichter
- Streitwerte 50.000-5 Mio. EUR typisch
Pfad 3 — Mediation IT-Projekt
- DGFM-IT-Mediator
- Bei laufenden IT-Projekten
- Cost-Effective: 5-15 Sitzungen
Pfad 4 — Vertragliche Eskalations-Klausel
- Multistage: PM → CTO → CEO → Schiedsverfahren
- Sehr verbreitet in IT-Verträgen
- Klare Fristen pro Stufe
Pfad 5 — Klassisches LG / OLG (UWG-, Marken-, Patent-Streit)
- Bei Patent: BPatG / BGH X-Senat
- Bei Marke: LG Markenkammer
Workflow
Vorab: Der untenstehende Workflow ist die typische Standardlinie. Wenn die Mandantenlage abweicht (siehe "Strategische Optionen" oben), sind die Schritte entsprechend zu verkuerzen, umzustellen oder durch ein anderes Skill zu ersetzen — der Workflow ist Leitfaden, nicht Pflichtprogramm.
Phase 1 — Vertragsanalyse
- Schiedsklausel im Vertrag?
- Eskalations-Klausel?
- AVV mit Streitschlichtungs-Klausel?
Phase 2 — Vorgerichtliche Verhandlung
- Anwalts-Schreiben mit Mangel-Beschreibung
- SLA-Kennzahl-Berechnung
- Vergleichs-Vorschlag
Phase 3 — ADR-Auswahl
- B2C: EU-ODR
- B2B IT: DGRI oder DIS
- Bei Cybersecurity-Vorfall: parallel BSI-Meldung
Phase 4 — Verfahren
- Schriftsatz-Wechsel
- Sachverständigen-Beweis (IT-Sachverständige BvDIT)
- Vergleichs-Vorschlag durch Schiedsrichter
Phase 5 — Vollstreckung / Umsetzung
- Vergleichs-Erfüllung
- Bei Daten: Migration, Löschung, Übergabe
Strategie und Taktik
- AGB-Falle: § 305c BGB-Überraschungsklausel oft Schiedsklauseln-tötend
- SLA-Kennzahlen zwingend bezifferbar (Verfügbarkeit %, Reaktionszeit, MTTR)
- Datenschutz-Streit parallel zu BfDI-Beschwerde (kombinierter Druck)
- Cloud-Exit-Klausel: schwerwiegender Punkt für Kunden
- Lizenz-Audit-Klausel: nicht zu weit (DSGVO-Konflikt)
Querverweise
fachanwalt-it-recht-orientierung— Triagefachanwalt-it-recht-saas-vertrag-verhandlung— Vertiefungfachanwalt-it-recht-ki-vo-hochrisiko-konformitaetsbewertung— KI-Sonderfallfachanwalt-it-recht-cyber-vorfall-sofortmassnahmen— Vorfall
Quellen und Updates
Stand: 05/2026. EU-ODR-VO 524/2013. VSBG. AI Act 2024/1689 Art. 85. DGRI-Schiedsordnung. Bei VSBG-Reform aktualisieren.
Zentrale Normen (Paragrafenkette)
- §§ 305–310 BGB — AGB-Recht; § 307 (Generalklausel), § 309 Nr. 7/8 (verbotene Klauseln)
- §§ 327–327u BGB — Digitale Produkte und Inhalte (Verbraucher)
- Art. 14 ODR-VO (524/2013) — Online-Streitbeilegung B2C
- §§ 826, 280 BGB — Schadensersatz bei IT-Vertragsverletzung
Triage zu Beginn
- B2C oder B2B? (§§ 327 ff. BGB bei Verbrauchern; ODR-Pflicht nur B2C)
- Standard-SaaS-AGB oder verhandelter Individualvertrag?
- Welche Klauseln sind kritisch? (SLA-Verfügbarkeit / Haftung / Exit / Datenschutz)
- Streitbeilegungsklausel: Schiedsverfahren / Schlichtung / ordentliches Gericht?
- Was will der Mandant wirklich erreichen? (Nicht: was steht im Standardweg, sondern: welches Ergebnis ist fuer den Mandanten persoenlich/wirtschaftlich das beste? Manchmal ist der schnellere Vergleich besser als der formal "richtige" Weg.)
Strategische Optionen (vor dem Template entscheiden)
Bevor das Template eins-zu-eins gefuellt wird, ist zu pruefen welche Variante zur Mandantenkonstellation passt. Das Template ist eine moegliche Form — nicht die einzige.
| Konstellation | Empfohlener Weg |
|---|---|
| Standard — IT-Vertragsverhandlung EU-ODR | Verhandlungsprotokoll; Template unten |
| Variante A — Mandant will Vergleich vermeiden | Aussergerichtliche Einigung; Mediationsklausel einbauen |
| Variante B — Geringer Streitwert unter 10000 EUR | Europaeisches ODR-Portal (eur-lex) als Alternative |
| Variante C — Dauerhafter Konflikt mit Vertragspartner | Vertragsausstieg + Neuausschreibung pruefen |
Wenn die Mandantenkonstellation nicht ins Standardschema passt, ist das Template anzupassen oder durch ein anderes Skill abzuloesen — nicht das Mandat in das Schema zu pressen.
Output-Template — IT-Vertragsverhandlungs-Protokoll
Adressat: Mandant / Vertragspartner — Tonfall: sachlich-juristisch
IT-Vertragsverhandlungs-Protokoll [DATUM]
Vertragstyp: SaaS / Cloud / Lizenz / Individualentwicklung
Parteien: [MANDANT] vs. [GEGENSEITE]
Verhandlungsstand: [DATUM / RUNDE X]
Offene Klauseln:
| Klausel | Ist-Position | Soll-Position | Bewertung | Status |
|-----------------|--------------|---------------|-----------|----------|
| SLA Verfuegbarkeit | [X]% | >= 99.5% | ROT | offen |
| Haftungsgrenze | 1 Monatsbetrag| 12 Monate | ROT | offen |
| Exit/Datenmigration | fehlt | 90-Tage-Klausel| ROT | offen |
| AVV Art. 28 | fehlt | Pflicht | ROT | offen |
Streitbeilegung: ODR-Plattform (B2C) / DGRI-Schlichtung / DIS-Schiedsverfahren
Nächster Termin: [DATUM]
--- vor Versand klaeren ---
- Welches Verhandlungsziel hat der Mandant? [Bestand / Abfindung / Reputation / Schnelle Loesung]
- Welche Kompromisslinien sind absolut? [Mindestabfindung / Freistellung / Zeugnisformulierung]
- Sind Anschlusswege erwuenscht? [Mediation / Direktgespraech / Settlement vor Klageerhebung]
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.