Fa inso drittstaaten anerkennung registervollzug
Wenn es um Fa Inso Drittstaaten Anerkennung Registervollzug in Fachanwalt Insolvenz- und Sanierungsrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Fachanwaltlicher Fachmodul für Drittstaateninsolvenz in Deutschland: Anerkennung nach §§ 335 ff., 343 InsO, Inzidentprüfung, office holder, debtor in possession, GmbH-Anteile, Grundbuch, Handelsregister und Nachweispaket.
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: Zuerst den im Skilltitel bezeichneten InsO- oder StaRUG-Tatbestand im aktuellen Gesetzestext prüfen. Eröffnungsantrag nach Paragraf 13 InsO, Gläubigerantrag nach Paragraf 14 InsO und Antragspflicht organschaftlicher Vertreter nach Paragraf 15a InsO strikt trennen; Steuerrecht, IDW-Standards oder Auslandsrecht nur bei einer konkreten Schnittstelle ergänzen.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Fachanwaltlicher Fachmodul für Drittstaateninsolvenz in Deutschland: Anerkennung nach §§ 335 ff., 343 InsO, Inzidentprüfung, office holder, debtor in possession, GmbH-Anteile, Grundbuch, Handelsregister und Nachweispaket.
Drittstaateninsolvenz in Deutschland — Anerkennung, Register, Vollzug
Fachlicher Kern — Insolvenz- und Sanierungsrecht
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
Drittstaateninsolvenz in Deutschland — Anerkennung, Register, Vollzugund löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - Arbeitsmodus: Zuerst Insolvenzgrund, Frist, Organpflicht, Verfahrensstand, Sicherheiten, Massebezug und Anfechtungszeitraum klären; dann Sanierungsfähigkeit, Plan/StaRUG, Haftung und Dokumentationsschutz.
- Outputpflicht: Krisenzeitachse, Liquiditätsstatus, Anfechtungsmatrix, Sicherheitenradar, IDW-S6-/Sanierungscheck, Register-/Grundbuch-Nachweispaket oder Schriftsatzbaustein.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Kernthese
Bei Drittstaaten gibt es in Deutschland kein dem US Chapter 15 entsprechendes zwingendes Anerkennungsvorverfahren. Die Anerkennung ausländischer Insolvenzverfahren erfolgt nach deutschem internationalem Insolvenzrecht grundsätzlich kraft § 343 InsO, sofern die ausländische internationale Zuständigkeit aus deutscher Sicht tragfähig ist und kein ordre-public-Verstoß vorliegt. Die deutsche Vollzugspraxis ist deshalb eine Inzidentprüfung: Jede Stelle prüft für ihre Handlung, ob Verfahren, office holder, Befugnis, Form und Nachweis genügen.
Prüfungsaufbau
I. Anwendungsbereich
- EuInsVO anwendbar? Wenn ja: automatische Anerkennung innerhalb der EU ohne Dänemark, eigene Regeln für Verwalterbefugnisse und Nachweise.
- Drittstaat? Dann §§ 335 ff. InsO.
- Sonderregeln? Banken, Versicherungen, Wertpapiere, IP, Register, Grundstücke, Schiedsverfahren, Prozesse.
II. Anerkennung nach § 343 InsO
- Ausländisches Insolvenzverfahren eröffnet?
- Zuständigkeit des Eröffnungsstaats nach deutschen Maßstäben plausibel?
- Kein offensichtlicher Verstoß gegen wesentliche Grundsätze des deutschen Rechts?
- Welche Entscheidungen/Sicherungsmaßnahmen sind vom Verfahren umfasst?
III. Befugnis der handelnden Person
- Amt genau bestimmen: trustee, debtor in possession, receiver, monitor, administrator, liquidator, plan administrator.
- Bestellung oder Status belegen.
- Umfang der Befugnis nach ausländischem Recht prüfen.
- Zustimmungen identifizieren: court approval, creditor committee, secured lender, plan terms, stay relief.
- Handeln im deutschen Vollzug von bloßer ausländischer Verfahrensmacht trennen.
IV. Deutscher Vollzug
| Gegenstand | Deutsche Schlüsselprüfung |
|---|---|
| GmbH-Anteile | § 15 GmbHG, notarielle Abtretung, Gesellschafterliste § 40 GmbHG, Satzung/Consent |
| Grundstück | §§ 873, 925, 311b BGB, § 29 GBO, Grundbuchnachweis, § 346 InsO |
| Forderung | Abtretbarkeit, Abtretungsverbote, Sicherungsrechte, Drittschuldneranzeige |
| Bankkonto | Legitimation, AML/Sanktionen, Kontosperren, Zahlungsauftrag |
| Prozess | Prozessführungsbefugnis, Vollmacht, ausländischer stay, Anerkennungsfragen |
| IP/Registerrecht | Registerstand, Umschreibungsvoraussetzungen, Priorität, Lizenzen |
Musterdokumentenanforderung an foreign counsel
Bitte anfordern:
- certified copy der Eröffnungsentscheidung;
- certified appointment/status certificate der handelnden Person;
- kurze Darstellung der konkreten gesetzlichen Befugnisse;
- Aussage, ob die geplante Transaktion court approval benötigt;
- vorhandene court orders/sale orders/plan provisions;
- Bestätigung, dass die Person im Amt ist und keine Beschränkung/Abberufung besteht;
- Übersetzungsvorschlag und Hinweis auf Apostille/Legalisation;
- bei Gruppenfällen: Eigentumskette und Organ-/Shareholder-Kompetenz sauber getrennt.
Typische Fachanwaltswarnungen
- Die Anerkennung des ausländischen Verfahrens löst nicht das deutsche Registerproblem.
- Die ausländische Mutterinsolvenz ersetzt nicht die Geschäftsführung der deutschen Tochter.
- Der Begriff „trustee“ ist nicht selbsterklärend; Amt, Statut und Befugnis müssen konkret nachgewiesen werden.
- Ein ausländischer Verkaufstitel kann materiell helfen, ersetzt aber nicht automatisch Auflassung, notarielle Form oder Eintragung.
- Bei Zweifeln ist ein enger Notar-/Registerdialog früher wertvoller als ein später Streit über Vollzugshindernisse.
Quellenregel
InsO §§ 335, 343, 346 bis 348, GBO § 29, GmbHG §§ 15, 40 und BGB §§ 873, 925, 311b live prüfen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate.
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