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Fachanwalt insolvenz glaeubigerverhandlung sanierung

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Wenn es um Gläubigerverhandlung in der Sanierung — StaRUG / Schutzschirm in Fachanwalt Insolvenz- und Sanierungsrecht geht: entwickelt Verhandlungsziel, Vergleichskorridor und Eskalationspfad; liefert eine Verhandlungs- oder Eskalationslinie mit Optionen.

SKILL.md

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Gläubigerverhandlung in der Sanierung — StaRUG / Schutzschirm

Zweck

Insolvenz-Sanierungs-Verhandlungen sind im Wesentlichen Gläubiger-Management: persönliche Verhandlungen, Vergleichsvorschläge, Plan-Mehrheiten. StaRUG (seit 1.1.2021) eröffnete neue Verhandlungs-Werkzeuge ohne Insolvenz-Eröffnung.

Eingaben

  • Schuldner-Lage (drohende Z-Unf. § 18 InsO, Z-Unf. § 17, Überschuldung § 19)
  • Gläubigerstruktur (Bank, Lieferanten, FA, Sozialkasse, Pensionssicherungsverein)
  • Sanierungskonzept-Status: Fortbestehensprognose, Sanierungsfähigkeit, Leitbild, Maßnahmen, integrierte Planung, Dokumentation
  • Geplanter Pfad (StaRUG, Schutzschirm, Eigenverwaltung, Regelinsolvenz)
  • Wirtschaftliches Sanierungs-Potenzial

Rechtlicher Rahmen

  • StaRUG §§ 4-65 (Restrukturierungs-Plan ohne Insolvenz)
  • § 270b InsO — Eigenverwaltung
  • § 270d InsO — Schutzschirm
  • § 217 InsO — Insolvenz-Plan
  • § 245 InsO — Mehrheitserfordernisse
  • Paragraf 245 InsO — Obstruktionsverbot im Insolvenzplan; davon getrennt Paragrafen 26 bis 28 StaRUG für die gruppenübergreifende Mehrheitsentscheidung
  • IDW S 6 — Sanierungskonzept-Standard
  • INSOL Practice Statement Mediation in Insolvency

ADR-Pfade

Pfad 1 — Außergerichtlicher Vergleich

  • Vor Antragstellung
  • Stillhalte-Vereinbarung (Standstill) typisch 90 Tage
  • Vergleichs-Quoten 30-70 %
  • Vorteil: Kein Stigma der Insolvenz

Pfad 2 — StaRUG-Restrukturierungs-Plan

  • Drohende Z-Unf. § 18 InsO
  • 75 %-Mehrheit pro Klasse + Cross-Class Cramdown möglich
  • Restrukturierungs-Gericht bestätigt
  • Gläubiger werden in Klassen verhandelt

Pfad 3 — Schutzschirm § 270d InsO

  • 3-Monats-Schutz vor Vollstreckung
  • Insolvenz-Plan parallel
  • Eigene Sachwalter

Pfad 4 — Eigenverwaltung § 270b InsO

  • Gerichtlicher Sachwalter überwacht
  • Schuldner führt weiter
  • Sanierung mit Insolvenz-Plan

Pfad 5 — Mediation (Insolvenz-Mediator)

  • Bei komplexer Gläubigerstruktur
  • INSOL-Standard-Mediator
  • Vor Schutzschirm-Antrag

Workflow

Phase 1 — Lage-Analyse

  • Liquiditätsstatus 3 Wochen / 13 Wochen / 24 Monate
  • Fortbestehensprognose und Sanierungsfähigkeits-Check
  • Pfad-Wahl

Phase 2 — Gläubigerliste + Vergleichs-Skizze

  • Gläubiger sortieren (gesichert, ungesichert, nachrangig)
  • Vergleichsquoten je Klasse
  • Bedingungen (Zahlungsplan, Stundung, Zinsverzicht)

Phase 3 — Vorgerichtliche Verhandlung Schlüssel-Gläubiger

  • Bank zuerst (häufig größter Sicherungsnehmer)
  • Lieferanten in Gruppen
  • FA / Sozialkasse (oft restriktiv)
  • Pensionssicherungsverein (BetrAVG)

Phase 4 — Plan-Aufstellung

  • Schriftlicher Plan StaRUG / InsO
  • Klassen-Bildung
  • Mehrheits-Pflichten

Phase 5 — Plan-Abstimmung / Bestätigung

  • Erörterungs-Termin
  • Klassen-Abstimmung
  • Gerichtsbestätigung

Strategie und Taktik

  • Stillhalte-Vereinbarung als Vor-Verhandlungs-Anker
  • Bank-Sicherheiten kostentreu verhandeln (sonst Insolvenz vorgezogen)
  • Pensionssicherungsverein früh einbeziehen (Anwartschaften)
  • Cram-Down mit Klassenbildung strategisch nutzen (separate Klasse renitenter Gläubiger)
  • Sanierungskonzept auf IDW-S-6-Niveau als Verhandlungsbasis: Krisenursachen, Leitbild, Maßnahmen, integrierte Planung und Nachweise so aufbereiten, dass Banken und Gläubiger nicht nur eine Quote, sondern die wirtschaftliche Logik prüfen können.
  • Insolvenzgeld § 165 SGB III als Liquiditätsbrücke nutzen
  • Steuerberater + Anwalt parallel: stb-warnschreiben → anw-haftungswarn-15a → Sanierung

Querverweise

  • fachanwalt-insolvenz-sanierungsrecht-orientierung — Triage
  • fachanwalt-insolvenz-idw-s6-sanierungskonzept — Sanierungskonzept und Sanierungsfähigkeit vor Bank- oder Gläubigerverhandlung plausibilisieren
  • fachanwalt-insolvenz-sanierungsrecht-schutzschirmverfahren — Vertiefung
  • fachanwalt-insolvenz-sanierungsrecht-restrukturierungsplan — StaRUG-Plan
  • fachanwalt-insolvenz-krypto-verwertung — Krypto-Sonderfall
  • liquiditaetsplanung — Planungs-Tool

Quellen und Updates

Vor Verwendung aktuellen Rechtsstand und berufsständische Standards prüfen. Für Paragraf 19 Absatz 2 InsO gilt seit 01.01.2024 wieder der regelmäßige Zwölfmonatszeitraum; die SanInsKG-Sonderregelung ist ausgelaufen.

Triage — Verhandlungs-Einstieg

Bevor losgelegt wird, klaere:

  1. Krisenstadium? Drohende ZU (§ 18) → StaRUG; eingetretene ZU (§ 17) → Insolvenz; Ueberschuldung (§ 19) → InsO oder Schutzschirm.
  2. Glaeubigerstruktur? Bank (gesichert), Lieferanten (ungesichert), FA/Sozialkasse (Privilegierung § 39 InsO), PSV (Pensionen BetrAVG).
  3. BATNA der Gegenseite? Was passiert wenn Glaeubiger nicht einwilligen → Insolvenzeröffnung, Liquidation, Quote-Prognose.
  4. Zeitfenster? Stillhalte-Vereinbarung (Standstill, typisch 90 Tage) als Verhandlungs-Voraussetzung.
  5. Handlungsunfaehigkeit der Schuldnerin? § 15a InsO Antragspflicht — kein Verhandlungsexzess auf Kosten der Antragspflicht.

Aktuelle Leitentscheidungen (Stand Mai 2026)

Paragrafenkette Glaeubigerverhandlung

Paragraf 18 InsO (drohende Zahlungsunfähigkeit) → Paragrafen 29 bis 31 StaRUG (Instrument, Restrukturierungsfähigkeit, Anzeige) → Paragrafen 2 bis 28 StaRUG (Plan und Annahme) → Paragraf 25 StaRUG (Mehrheiten) → Paragrafen 26 bis 28 StaRUG (gruppenübergreifende Mehrheitsentscheidung) → Paragraf 39 Absatz 4 InsO (Sanierungsprivileg) → Paragraf 142 InsO (Bargeschäft) → Paragraf 133 InsO (Vorsatzanfechtung) → Paragraf 165 SGB III (Insolvenzgeld)

Quellenregel

Quellenregel: Keine Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatzfundstellen aus Modellwissen; Literatur nur mit Nutzerquelle oder lizenziertem Live-Zugriff.

Workflow — 5-Phasen-Glaeubigerverhandlung

  1. Lageanalyse: Liquiditaetsstatus 3-Wochen und 13-Wochen-Forecast; Fortbestehensprognose § 19 Abs. 2 InsO; Sanierungskonzept auf IDW-S-6-Niveau vorbereiten, wenn Banken, Warenkreditversicherer oder Schluesselglaeubiger mittragen sollen.
  2. Glaeubigerstruktur: Rangtabelle erstellen: gesichert (§§ 49-51 InsO) → Masseforderungen → unsecured → Nachrang § 39 InsO; BATNA je Glaeubiger errechnen.
  3. Vorverhandlung Schluessel-Glaeubiger: Bank zuerst (groesstes Sicherheitenvolumen); Stillhalte-Vereinbarung 90 Tage; Term Sheet Vergleichsquoten.
  4. Plan-Aufstellung: StaRUG-Plan oder InsO-Plan; Klassenbildung; Vergleichsrechnung; Mehrheiten-Simulation.
  5. Abstimmung und Bestaetigung: Eroerungs- und Abstimmungstermin; § 25 StaRUG (75%) oder § 244 InsO (50% Kopf + Summe); Cramdown § 26 StaRUG / § 245 InsO.

Output-Template Verhandlungsnotiz Schluessel-Glaeubiger

Adressat: Intern (Handakte) — Tonfall: strukturiert-sachlich

VERHANDLUNGSNOTIZ — VERTRAULICH
Datum: [DATUM]
Mandant: [FIRMA]
Glaeubiger: [BANK / LIEFERANT]
Vertreter: [NAME]

BATNA unserer Seite: [z.B. Antrag auf Eigenverwaltung sofort]
BATNA Gegenseite: [z.B. Vollstreckung Sicherheit, Quote ca. XX% in Liquidation]
ZOPA: [Vergleichsquote zwischen XX% und YY%]

ERGEBNIS DER VERHANDLUNG:
Forderungsbetrag: EUR [BETRAG]
Angebot Schuldnerin: [XX% in Z Raten]
Glaeubiger-Position: [...]
Naechster Schritt: [...]
Frist: [DATUM]
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

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