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Ki trainingsdaten und urheberrecht spezial

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Wenn es um Ki Trainingsdaten Und Urheberrecht Spezial in Fachanwalt Gewerblicher Rechtsschutz geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: Text and Data Mining (TDM) §§ 44a, 44b UrhG, Opt-out-Vorbehalt, KI-generierte Werke und Schutzfähigkeit, EU AI Act, Haftung für KI-Output, Datenbankschutz § 87a UrhG, aktuelle EuGH-/BGH-Leitlinien.

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: die im Plugin-Kontext einschlägigen Normen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, eur-lex.europa.eu und die amtlichen Bundes-/Landesportale live prüfen — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fokus: KI-Trainingsdaten und Urheberrecht: Text and Data Mining (TDM) §§ 44a, 44b UrhG, Opt-out-Vorbehalt, KI-generierte Werke und Schutzfähigkeit, EU AI Act, Haftung für KI-Output, Datenbankschutz § 87a UrhG, aktuelle EuGH-/BGH-Leitlinien.

KI-Trainingsdaten und Urheberrecht

Rechtsrahmen

NormInhalt
§ 44a UrhGVorübergehende Vervielfältigungshandlungen (Caching, Pufferung)
§ 44b UrhGText und Data Mining (TDM): Privilegierung + Opt-out
§ 60d UrhGTDM für wissenschaftliche Forschung
§ 87a UrhGDatenbankherstellerrecht: schutzwürdige Investition
§ 87b UrhGAusschließliches Recht des Datenbankerstellers
§ 97 UrhGUnterlassung und Schadensersatz bei UrhR-Verletzung
DSM-RL (RL 2019/790)Richtlinie Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt; TDM Art. 3–4
EU AI Act (VO 2024/1689)Risikobasierter Rahmen für KI-Systeme

Text and Data Mining (TDM) – § 44b UrhG

Privilegierung (§ 44b Abs. 1 UrhG)

  • Vervielfältigung zum Zweck des TDM ist erlaubt, wenn rechtmäßiger Zugang zu den Werken besteht.
  • Gilt für alle Nutzer (kommerziell und nichtkommerziell).

Opt-out-Vorbehalt (§ 44b Abs. 3 UrhG)

  • Rechteinhaber können TDM durch maschinenlesbare Erklärung vorbehalten (z.B. robots.txt, Metadaten, AGB-Klausel).
  • Wenn Vorbehalt klar und maschinenlesbar kommuniziert: TDM ohne Erlaubnis unzulässig.
  • Praxishinweis: Zeitpunkt des Vorbehalts entscheidend; nachträglicher Vorbehalt gilt nur für zukünftige Zugriffe.

Wissenschaftliches TDM (§ 60d UrhG)

  • Privilegierung für Forschungseinrichtungen.
  • Kopien nach Abschluss der Forschung zu löschen oder Zugang einzuschränken.

KI-generierte Werke: Schutzfähigkeit

Urheberrechtlicher Schutz setzt menschliche Schöpfung voraus

KonstellationSchutzfähigkeit
Mensch nutzt KI als Werkzeug (gestalterische Entscheidungen beim Menschen)Urheberrechtlich schutzfähig (§ 2 UrhG), sofern Schöpfungshöhe erreicht
Vollständig autonom KI-generierter Output ohne menschliches ZutunKeine urheberrechtliche Schutzfähigkeit nach aktuellem dt. Recht (§ 7 UrhG: Urheber = natürliche Person)
KI-Output mit erheblichem menschlichem KreativbeitragSchutzfähig, soweit menschlicher Anteil überwiegt

EuGH-Linie (Painer, Cofemel, Brompton): Schutzfähigkeit bei persönlichem geistigen Schöpfungsakt; keine rein technischen Routinen. Auf KI-generierten Output übertragbar: Ohne menschliche Kreativität kein Schutz.

Haftung für KI-Output

SzenarioHaftungsgrundlage
KI generiert rechtsverletzenden Text / BildAnbieter: ggf. § 97 UrhG wenn Werk genutzt wurde; Nutzer: Mitverantwortung
Trainingsdaten enthalten geschütztes MaterialAnbieter: Verletzung § 97 UrhG, es sei denn TDM-Privilege greift
KI-Output verletzt Marke§ 14 MarkenG; ggf. § 15 MarkenG (Unternehmenskennzeichen)
Fehlerhafte KI-Empfehlung im RechtsbereichKeine spezifische KI-Norm; allgemeines Deliktsrecht §§ 823 ff. BGB

EU AI Act (Verordnung 2024/1689)

Relevanz für IP-Praktiker:

  • Art. 53 EU AI Act: Anbieter von Allzweck-KI-Modellen müssen Trainingsrichtlinien und TDM-Compliance dokumentieren.
  • Opt-out-Vorbehalte müssen respektiert werden (Verbindung zu § 44b UrhG).
  • Hochrisiko-KI-Systeme: zusätzliche Transparenz- und Dokumentationspflichten.
  • Bußgelder: bis 35 Mio. € / 7 % des globalen Jahresumsatzes.

Praktische Handlungsoptionen

Für Rechteinhaber (Schutz vor KI-Training ohne Erlaubnis)

  1. Maschinenlesbaren Opt-out-Vorbehalt implementieren (robots.txt, noai-Direktive, Metadaten).
  2. AGB-Klausel: „Verarbeitung durch KI-Systeme ausdrücklich untersagt."
  3. Bei Verstoß: Unterlassungsklage § 97 UrhG + Auskunft § 101 UrhG.

Für KI-Anbieter / Nutzer

  1. TDM-Compliance prüfen: Opt-out-Vorbehalte systematisch respektieren.
  2. Datenbankherstellerrecht § 87b UrhG beachten (erhebliche Investition).
  3. Lizenzierung von Trainingsdaten vereinbaren.

Einstieg

  1. Wessen Rechte sind betroffen: Rechteinhaber (Schutz) oder KI-Anbieter / Nutzer (Compliance)?
  2. Geht es um Trainingsdaten-Nutzung oder KI-generierten Output?
  3. Besteht ein Opt-out-Vorbehalt des Rechteinhabers?
  4. Welcher konkrete Verstoß (TDM ohne Erlaubnis / UrhR-verletzender Output)?
  5. Output: Compliance-Memo, Abmahnungs-Entwurf, Opt-out-Muster, Risikoampel?

Plugin-Kontext

Anschluss-Skills: spezial-urhg-livequellen-und-rechtsprechungscheck, uwg-systematik-und-anwendung, fachanwalt-gewrechts-ki-vo-50-genai.

Was dieser Arbeitsgang nicht macht

  • Keine technische Beratung zu KI-Architekturen.
  • Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.

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