Mandat triage familienrecht
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⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co
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Wenn es um Mandat Triage Familienrecht in Fachanwalt Familienrecht geht: klärt Rolle, Ziel, Frist, Unterlagen und den passenden nächsten Fachskill; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.
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Eingangs-Triage für familienrechtliche Mandate: Routing zu Scheidung, Sorge, Umgang, Unterhalt, Zugewinn oder Versorgungsausgleich
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: FamFG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Eingangs-Triage für familienrechtliche Mandate: Routing zu Scheidung, Sorge, Umgang, Unterhalt, Zugewinn oder Versorgungsausgleich. Normen: Paragraf 63 FamFG (Beschwerde 1 Monat), Paragraf 1600b BGB (Vaterschaftsanfechtung 2 Jahre), Paragraf 1666 BGB (Kindeswohlgefaehrdung Eilantrag). Prüfraster: Konflikt-Check, Eilbedürftigkeit (Gewaltschutz, Sorge-Eilantrag), Streitwert, Komplexitaet. Output Triage-Protokoll, Fristen-Ampel, Folge-Skill-Empfehlung. Abgrenzung: Detailberechnung siehe Fachmodule; Schriftsatzkern siehe schriftsatzkern-substantiierung.
Mandat-Triage Familienrecht
Fachlicher Kern — Familienrecht
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
Mandat-Triage Familienrechtund löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - Normenradar: BGB Paragrafen 1360a, 1361, 1565 ff., 1570 ff., 1601 ff., 1626 ff., 1684, 1687, 1687a; FamFG Paragrafen 49 ff., 76, 86 ff., 112 ff.; VersAusglG Paragrafen 1, 2, 5, 10 ff., 27, 51; GewSchG.
- Arbeitsmodus: Zuerst Verfahrenstyp und Eilbedarf klären: Sorge/Umgang, Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich, Gewaltschutz; danach Kindesschutz, Titel, Fristen, Auskünfte, Beleglage und Vollstreckbarkeit.
- Outputpflicht: Eilvermerk, Unterhalts-/Zugewinntabelle, Antragsentwurf, Jugendamts-/Gegnerbrief, Vergleichsvorschlag oder Mandantenfahrplan.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Fachkern: Mandat-Triage Familienrecht
- Normen-/Quellenanker: BGB Familienrecht, FamFG, VersAusglG, Unterhaltsrecht, Zugewinn, Gewaltschutz, Kindschaft, internationale Verordnungen und Vollstreckung.
- Entscheidende Weiche: Beteiligte, Kind/Unterhalt/Vermögen/Versorgung, Frist, Auskunft, Beleg, Eilbedarf und familiengerichtliche Verfahrensart trennen.
- Arbeitsprodukt: Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.
Aktuelle Rechtsprechung (Triage-Orientierung, Stand 05/2026)
Verifizierte Eckpfeiler — Live-Verifikation vor Verwendung in Schriftsätzen zwingend:
- BGH 22.01.2025 - XII ZB 148/24 (Elternunterhalt, Selbstbehalt; Familienselbstbehalt)
- BVerfG 07.10.2025 - 1 BvR 746/23 (Umgangsausschluss: Begründungsanforderungen bei längerer Dauer)
- BVerfG, Beschluss vom 27.08.2025 - 1 BvR 1473/25: Nichtannahme wegen unzureichender Substantiierung; für die Hauptsache verlangt das Gericht eine zuverlässige Tatsachengrundlage und eine fachwissenschaftlich tragfähige Bewertung behaupteter Eltern-Kind-Entfremdung.
- Düsseldorfer Tabelle 2026 (in Kraft seit 01.01.2026)
Weitere Rechtsprechung nicht aus Modellwissen zitieren; vor Ausgabe über bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, dejure.org oder openjur.de mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage verifizieren.
Ablauf — sieben Fragen in fester Reihenfolge
Frage 1 — Wer ruft an und für wen?
- Selbst Betroffener
- Eltern eines Kindes
- Anderer Anwalt (Verweisungsmandat)
- Gericht (Verfahrensbeistand)
Routing: Bei Verweisungsmandat sofort an aufnehmenden Anwalt. Bei Verfahrensbeistand separater Vermerk.
Frage 2 — Akute Eilbedürftigkeit?
- Häusliche Gewalt — Schutzanordnung gewünscht
- Kindeswohl unmittelbar gefährdet
- Kind drohend ins Ausland verbracht (HKÜ-Fall)
- Wegweisung dringend
- Sorgerecht-Eilbedürftigkeit
Eskalation: Bei JA — Telefon-Sofort an Anwalt; binnen ein Stunde Eilantrag-Vorbereitung. Skill mandat-triage-familienrecht wechselt sofort in Eilmodus.
Frage 3 — Hauptanliegen?
- Scheidung
- Sorgerecht
- Umgangsrecht
- Kindesunterhalt
- Ehegattenunterhalt
- Zugewinnausgleich
- Versorgungsausgleich
- Vaterschaft (Anerkennung Anfechtung)
- Ehevertrag Scheidungsfolgenvereinbarung
- Adoption
- Betreuung Vorsorgevollmacht
Frage 4 — Stand des Verfahrens?
- Außergerichtlich keine Anzeige
- Schreiben des Gegners liegt vor
- Gerichtliches Verfahren läuft (Aktenzeichen Gericht)
- Erstinstanz abgeschlossen — Beschwerde erwogen
Frage 5 — Familienstatus?
- Verheiratet
- Getrennt lebend (Datum der Trennung)
- Geschieden
- Lebenspartnerschaft
- Nichtehelich
Frage 6 — Wirtschaftliche Verhältnisse?
- Nettoeinkommen beide Eheleute geschätzt
- Vermögen geschätzt (Immobilie Sparvermögen Unternehmensbeteiligungen)
- Streitwert-Schätzung
Routing PKH: Bei knappem Einkommen Hinweis auf Prozesskostenhilfe-Antrag. Sozialrechtliche Bedürftigkeits- und Leistungsfragen bei Bedarf an fachanwalt-sozialrecht routen; PKH-Antrag sonst als eigener Entwurf.
Frage 7 — Fristen?
- Letztes Anwaltsschreiben oder Beschluss empfangen am ?
- Beschwerdefrist Paragraf 63 FamFG ein Monat
- Vaterschaftsanfechtung Paragraf 1600b BGB zwei Jahre ab Kenntnis
Routing-Matrix
| Hauptanliegen | Folge-Skill | Frist-Sofort-Check |
|---|---|---|
| Scheidung | (Skill scheidungsverbund-vorbereiten — perspektivisch) | Versorgungsausgleichs-Auskunft anfordern |
| Kindesunterhalt | unterhalt-duesseldorfer-tabelle | Verzug Paragraf 1613 BGB durch Auskunftsschreiben |
| Ehegattenunterhalt | unterhalt-duesseldorfer-tabelle | Verzug Paragraf 1613 BGB |
| Sorge / Umgang | (Skill kindeswohl-prüfung — perspektivisch) | Eilantrag prüfen |
| Zugewinn | (Skill zugewinnausgleich-berechnen — perspektivisch) | Stichtag Zustellung Scheidungsantrag |
| Versorgungsausgleich | (Skill versorgungsausgleich — perspektivisch) | Auskunft DRV / Versorgungsträger |
| Vaterschaft | (Skill vaterschafts-verfahren — perspektivisch) | Paragraf 1600b BGB Zwei-Jahres-Frist |
| Gewaltschutz | EILMODUS — Antrag GewSchG Skill mandat-triage-familienrecht wechselt | sofort |
Mandatsannahme-Kriterien
- Konflikt-Check — keine Beratung des Gegners im selben Sachverhalt (Paragraf 43a Abs. 4 BRAO)
- Streitwert über EUR 30000 OLG Familiensenat erste Instanz bei Verbund
- Komplexität bei Auslandsbezug Selbstständigen-Einkommen Unternehmens-Beteiligungen Gesellschafter-Streit
Sofort-Fristen-Check
- Empfangsdatum letzter Beschluss notieren
- Bei Beschluss eingegangen heute: Beschwerdefrist nach FamFG (Paragrafen 63, 64 FamFG i.V.m. ZPO) — Zugang nach Vier-Tages-Fiktion (Paragraf 270 ZPO n.F., seit 1.1.2025 PostModG; bis 31.12.2024 drei Tage), danach Lauf der Beschwerdefrist von einem Monat (Paragraf 63 FamFG)
- Eintrag in
fristenbuch.yaml(Skillkanzlei-allgemein)
Eskalationspfad
- Telefon-Sofort Gewaltschutz Kindeswohlgefährdung HKÜ-Verbringung
- Binnen einer Stunde Eilantrag-Sorgerecht Wegweisung
- Heute Versorgungsausgleichs-Auskunft Verzug-Schreiben
- Diese Woche Schriftsatz-Erstentwurf Verbund-Antrag
Ausgabe
triage-protokoll-familienrecht.mdstrukturiert nach den sieben Fragen- Aktenanlage mit Az-Vorschlag
- Frist-Eintrag im Fristenbuch
- Empfehlung Folge-Skill plus zwei Sätze Begründung
- Mandantenbrief-Entwurf mit Sachstand und nächsten Schritten
<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie
[Name der Mandantin]werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.
Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (
1,1.1,1.1.1und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.
Quellen
- Paragrafen 111 ff. FamFG (Familiensachen)
- BGH XII. Zivilsenat
- Wendl/Dose
- Schwab Familienrecht