Ar konkurrenzklausel spezial
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Wenn es um Ar Konkurrenzklausel Spezial in Fachanwalt Arbeitsrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Nachvertragliches Wettbewerbsverbot Paragrafen 74–75d HGB analog: Karenzentschädigung ≥ 50 %, Schriftform, Verbindlichkeit, Freistellung durch Arbeitgeber, Verwirkung, Verstoß und Vertragsstrafe
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: KSchG; BetrVG; TzBfG; EntgTranspG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Fokus: Nachvertragliches Wettbewerbsverbot Paragrafen 74–75d HGB analog: Karenzentschädigung ≥ 50 %, Schriftform, Verbindlichkeit, Freistellung durch Arbeitgeber, Verwirkung, Verstoß und Vertragsstrafe. Prüfraster und Musterklausel.
AR: Konkurrenzklausel / Nachvertragliches Wettbewerbsverbot (Spezial)
Fachlicher Kern — Arbeitsrecht
- Problemfokus dieses Skills: Bleibe beim konkreten Titel
AR: Konkurrenzklausel / Nachvertragliches Wettbewerbsverbot (Spezial)und löse die dort angelegte Fachfrage; arbeite mit konkreten Tatbestandsmerkmalen, Beweisfragen und dem unmittelbar benötigten Arbeitsprodukt. Routingfragen bleiben Hilfsmittel, wenn Frist, Zuständigkeit oder Verfahrensart offen sind. - Arbeitsmodus: Zuerst Status, Zugang, Frist, Beteiligungsrechte, Sonderkündigungsschutz, Beweislast und prozessualen nächsten Schritt sichern; dann erst Materiellrecht vertiefen.
- Outputpflicht: Fristenblatt, Zugangsmatrix, Beweisangebot, Mandantenmail, Betriebsrats-/Gegnerbrief oder Klage-/Erwiderungsbaustein.
- Fehlerbremse: Tragende Normen/Entscheidungen live oder aus der Akte verifizieren; Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle. Keine BeckRS-, juris-, Kommentar- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
Einstieg
Wenn Vertragsklausel vorliegt, diese zuerst auswerten. Minimalfragen:
- Was liegt vor? Wettbewerbsverbot im Arbeitsvertrag oder separate Vereinbarung? Zeitraum und räumlicher Umfang?
- Karenzentschädigungsregelung? Ist eine Entschädigung vereinbart? Beträgt sie mindestens 50 % der zuletzt bezogenen vertraglichen Leistungen?
- Rolle des Mandanten: Arbeitnehmer (Wirksamkeitsprüfung, Anspruch auf Entschädigung) oder Arbeitgeber (Freistellung, Durchsetzung, Unterlassung)?
- Aktueller Stand: Arbeitsverhältnis beendet? Aufnahme neuer Tätigkeit bereits erfolgt?
- Schriftform: Ist die Klausel schriftlich vereinbart und vom Arbeitgeber unterzeichnet? (Paragraf 74 Abs. 1 HGB)
Rechtsrahmen Paragrafen 74–75d HGB (analog für Angestellte)
Anwendung auf Arbeitnehmer
Die Paragrafen 74 ff. HGB gelten unmittelbar für Handlungsgehilfen (Paragraf 59 HGB) und entsprechend für alle Arbeitnehmer. Im Arbeitsverhältnis sind die Vorschriften als zwingendes Mindestrecht anzusehen.
Wirksamkeitsvoraussetzungen
| Voraussetzung | Norm | Folge bei Fehlen |
|---|---|---|
| Schriftliche Vereinbarung mit Arbeitgebersignatur | Paragraf 74 Abs. 1 HGB | Nichtigkeit der Klausel |
| Karenzentschädigung ≥ 50 % der letzten Vergütung | Paragraf 74 Abs. 2 HGB | Unverbindlichkeit (Paragraf 74a Abs. 1 HGB) |
| Berechtigtes Interesse des Arbeitgebers | Paragraf 74a Abs. 1 HGB | Unverbindlichkeit |
| Max. 2 Jahre Dauer | Paragraf 74a Abs. 1 HGB | Unverbindlichkeit für die überschießende Zeit |
| Aushändigung einer Ausfertigungsurkunde | Paragraf 74 Abs. 1 HGB | Unverbindlichkeit |
Unverbindlich vs. Nichtig
- Nichtig: Kein Anspruch auf Entschädigung; Arbeitnehmer muss sich nicht daran halten
- Unverbindlich: Arbeitnehmer kann wählen: sich binden (und Entschädigung verlangen) oder sich lösen
Karenzentschädigung — Berechnung
Bezugsgröße
50 % der zuletzt bezogenen vertragsmäßigen Leistungen (Paragraf 74 Abs. 2 HGB), also:
- Grundgehalt (Durchschnitt der letzten 12 Monate)
- Regelmäßige Provisionen und Prämien
- Geldwerte Sonderleistungen (Dienstwagen zur privaten Nutzung, Zuschüsse)
- Nicht: unregelmäßige Sonderzahlungen, einmalige Boni
Anrechnung anderweitigen Erwerbs Paragraf 74c HGB
Anderweitiger Verdienst wird angerechnet, soweit die Summe aus Entschädigung und Erwerb 110 % des letzten Gehalts übersteigt. Arbeitnehmer muss anderweitigen Erwerb mitteilen.
Musterberechnung
Letztes Brutto-Monatsgehalt: 4.000 €
Zuletzt bezogene Provision (Ø): + 500 €
Maßgebliche Vergütung: 4.500 €/Monat
Karenzentschädigung (50 %): 2.250 €/Monat
Deckungsgrenze (110 %): 4.950 €/Monat
Neuer Verdienst: 3.500 €/Monat
Anrechnung (3.500 + 2.250 = 5.750 > 4.950): 800 € werden angerechnet
Effektive Entschädigung: 1.450 €/Monat
Freistellung durch Arbeitgeber
Freistellungsrecht Paragraf 75a HGB
Der Arbeitgeber kann den Arbeitnehmer vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses schriftlich vom Wettbewerbsverbot freistellen. Dann:
- Kein Entschädigungsanspruch ab dem Zeitpunkt der Freistellung
- Ausnahme: Freistellung in der Absicht, den Arbeitnehmer in seiner wirtschaftlichen Freiheit zu schädigen (treuwidrig)
Freistellungserklärung nach Vertragsende
Nicht möglich; das Wettbewerbsverbot entsteht mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Verstoß und Rechtsfolgen
Arbeitgeber-Seite
- Unterlassungsanspruch + Schadensersatz (Paragrafen 74b, 280 BGB)
- Vertragsstrafe, wenn vereinbart (AGB-Kontrolle beachten: Höhe muss angemessen sein)
- Einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht
Arbeitnehmer-Seite bei Verstoß
- Verlust des Entschädigungsanspruchs für die Zeit des Verstoßes
- Schadensersatzpflicht; bei Vereinbarung einer Vertragsstrafe diese als Mindestsatz
AGB-Kontrolle Vertragsstrafe
Klauseln mit Vertragsstrafe unterliegen Paragraf 307 BGB. Unangemessen hoch → Reduzierung auf das zulässige Maß (nicht Nichtigkeit im Arbeitsrecht, da Paragraf 343 BGB-Kontrolle durch Gericht).
Prüfschema Konkurrenzklausel
- Schriftform und Aushändigung gewahrt? (Paragraf 74 Abs. 1 HGB)
- Karenzentschädigung vereinbart? Mindestens 50 %?
- Dauer max. 2 Jahre?
- Berechtigtes Interesse des Arbeitgebers erkennbar? (Paragraf 74a Abs. 1 HGB)
- Ergebnis: Nichtig / Unverbindlich / Verbindlich?
- Wenn verbindlich: Anrechnungsberechnung nach Paragraf 74c HGB
- Wenn Verstoß behauptet: Beweis des Verstoßes, Schadensberechnung, Vertragsstrafe
Muster: Freistellungserklärung (Kurzform)
„Die [Arbeitgeberin] erklärt hiermit, die [Arbeitnehmerin / den Arbeitnehmer] mit sofortiger Wirkung von dem im Arbeitsvertrag vom [Datum] vereinbarten nachvertraglichen Wettbewerbsverbot freizustellen. Die Pflicht zur Zahlung der Karenzentschädigung entfällt ab dem [Datum] der Zustellung dieser Erklärung."
Anschluss-Skills
ar-aufhebungsvertrag-praxiswenn das Wettbewerbsverbot in einen Aufhebungsvertrag eingebettet istspezial-freistellungsklausel-sonderfall-und-edge-casefür Freistellungsklausel und AGB-Prüfungworkflow-redteam-qualitygatefür kritische Klauselprüfung
Was dieser Arbeitsgang nicht macht
- Kein Ersatz für vollständige Mandantenberatung.
- Keine individuelle Steuerberatung zur Versteuerung der Karenzentschädigung.
- Keine Aussage über gewerblichen Rechtsschutz oder Betriebsgeheimnis (Paragrafen 1 ff. GeschGehG) ohne separaten Prüfauftrag.
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