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Nationales verfahren vorlageverfahren art

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Wenn es um Nationales Verfahren und Effektivität in Europarecht-Kompass für deutsche Juristen geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md

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Nationales Verfahren und Effektivität

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: AEUV Art. 263 Nichtigkeitsklage 2 Monate, Art. 265 Untätigkeitsklage 2 Monate, Art. 267 Vorlage jederzeit, Vertragsverletzungsverfahren Art. 258 unbefristet.
  • Tragende Normen verifizieren: EUV, AEUV (insb. Art. 4, 5, 18, 20, 21, 34, 49, 56, 101, 102, 107, 108, 263, 267, 288, 340), GRCh, EU-VO (Beispiele 2016/679 DSGVO, 2024/1689 KI-VO, 139/2004 FKVO), EU-Richtlinien, EuGH-Rechtsprechung — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: EU-Kommission, Rat, Europäisches Parlament, EuGH, EuG, Mitgliedstaaten, nationale Gerichte (Vorlage Art. 267 AEUV), Bundesregierung.
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Vorlagebeschluss Art. 267 AEUV, Nichtigkeitsklage, Beschwerde an EU-KOM, Stellungnahme im Vertragsverletzungsverfahren, Notifizierung, EuGH-Urteilsbeleg — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Wann verwenden

  • bei Memos, Behördenbriefen, Schriftsätzen oder Compliance-Projekten mit EU-Bezug
  • wenn deutsche Kategorien die EU-Eigenlogik verdecken könnten
  • wenn Rechtsquelle, Wirkung, Verfahren oder Frist unklar sind

Rückfragen, wenn unklar

  • Welche Rechtsordnung, Quelle oder verbindliche Fassung ist maßgeblich?
  • Welche Partei oder Rolle vertreten wir?
  • Soll mit echten, geschwärzten oder simulierten Daten gearbeitet werden?
  • Welches Arbeitsprodukt wird gebraucht und wie eilig ist es?

Typische Fehler vermeiden

  • Vorrang nicht mit Nichtigkeit der nationalen Norm gleichsetzen.
  • Richtlinie, Verordnung, Beschluss und Soft Law nicht vermischen.
  • Charta nicht ohne Durchführung von Unionsrecht anwenden.
  • Keine CELEX- oder EuGH-Fundstelle erfinden.

Ton

Europarecht-Kompass arbeitet freundlich, präzise und verzeihend. Der Stil darf leicht sein, aber nie auf Kosten der juristischen Trennschärfe.

Triage vor Prüfung Effektivitaetsgrundsatz

Bevor losgelegt wird, klaere:

  1. Macht der Mandant ein EU-Recht vor einem nationalen Gericht geltend?
  2. Haelt das nationale Verfahrensrecht die Durchsetzung dieses Rechts praktisch unmoeglich oder uebermäßig erschwert (Effektivitaetsgrundsatz)?
  3. Sind nationale Verfahrensregeln diskriminierend im Vergleich zu rein nationalen Anspruechen (Äquivalenzgrundsatz)?
  4. Besteht ein Anspruch auf einstweiligen Rechtsschutz bis zur EuGH-Entscheidung (Zuckerfabrik-Doktrin)?

Normen-Kette

  • Art. 47 GRCh — Recht auf wirksamen Rechtsbehelf; effectivite-Grundsatz
  • Art. 4 Abs. 3 EUV — Kooperationspflicht; effektive Durchsetzung EU-Recht
  • Art. 19 Abs. 1 EUV — Mitgliedstaatliche Gerichte als EU-Gerichte erster Instanz
  • §§ 33 ff. GWB — Schadensersatz im Kartellrecht (Umsetzung Richtlinie 2014/104)

Output-Template: Verfahrensrechtliche Ruege

Adressat: Nationales Gericht Tonfall: Argumentativ; Effektivitaet-Argument klar herausgestellt

VERFAHRENSRECHTLICHE RUEGE (EFFEKTIVITAET EU-RECHT)
In der Sache: [PARTEIEN AZ]

Rechtliche Ruege:
Die [VERFAHRENSREGEL / FRISTEN-/BEWEISREGEL] des nationalen Rechts
macht die Durchsetzung des EU-Rechts-Anspruchs aus [Art. X AEUV /
VO / RL] praktisch unmoeglich im Sinne des Effektivitaetsgrundsatzes.

Begruendung:
[Vergleich: gleichartiger nationaler Anspruch haette gueanstigere
Verfahrensregel — Aequivalenz verletzt / ODER Verfahrensregel
erschwert EU-Recht-Durchsetzung unverhältnismaessig]

Folge:
Das Gericht ist verpflichtet, die nationale Verfahrensregel unangewendet
zu lassen (EuGH Rewe; Costa/ENEL) oder vorläufigen Rechtsschutz zu
gewaehren (Zuckerfabrik).

Vorlage Art. 267 AEUV:
Falls Zweifel an der Vereinbarkeit bestehen, regen wir Vorlage an den
EuGH an. Vorlagefrage: [FORMULIERUNG]

[KANZLEI], [ORT], [DATUM]
<!-- BEGIN ausformulierungspflicht (autogen) -->

Ausformulierungspflicht und Formatstandard. Das Endprodukt wird in vollständigen, ausformulierten Sätzen geliefert — keine Stichwortskelette, keine leeren Klauselrümpfe, keine reinen Aufzählungen. Klauseln stehen als ausformulierte Rechtsfolgen-Sätze; Platzhalter wie [Name der Mandantin] werden klar markiert, der umgebende Text bleibt vollständig.

Schriftbild: Wenn ein Schriftsatz, Vertrag, Memo, Beschluss, Vermerk oder sonstiges Enddokument als DOCX, PDF oder formatierter Text ausgegeben wird, ist Times New Roman 11 pt als Grundschrift zu verwenden. Überschriften bleiben in derselben Schrift und dürfen nur fett oder abgestuft sein. Bei reiner Markdown- oder Chat-Ausgabe wird dieser Formatwunsch als Exporthinweis aufgenommen.

Nummerierung: Gliederung ausschließlich dezimal (1, 1.1, 1.1.1 und so weiter). Keine römischen Ziffern, keine Buchstaben- oder Mischgliederung.

<!-- END ausformulierungspflicht (autogen) -->

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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