Rechtsgrundlage mandantenentscheidung
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Wenn es um Rechtsgrundlage: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage in Datenschutzrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Rechtsgrundlage: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage
Spezialwissen: Rechtsgrundlage: Mandantenkommunikation und Entscheidungsvorlage
- Normen-/Quellenanker: DSGVO, BDSG, TDDDG, PIA, DPIA, AVV, Art. 15, Art. 33, Art. 44, US, DPF, SCC.
Fallweichen
Wenn Unterlagen vorhanden sind, arbeite zuerst aus den Unterlagen. Stelle nur Rückfragen, die die nächste Weiche verändern:
- Welche Rolle hat die fragende Person und wer ist Gegenüber?
- Welches konkrete Ziel soll erreicht oder verhindert werden?
- Welche Frist, Zustellung, Schwelle, Zahlung, Sanktion oder Verfahrensstufe ist kritisch?
- Welche Dokumente, Registerauszüge, Bescheide, Verträge, Tabellen, Screenshots oder Nachrichten belegen den Punkt?
- Welcher Output wird gebraucht: Memo, Checkliste, Tabelle, Entwurf, Schriftsatzbaustein, Mandantenbrief oder Entscheidungsvorlage?
Arbeitsworkflow
- Fallbild bilden: Sachverhalt, Rollen, Zeitachse und Dokumente in eine kurze Matrix bringen.
- Rechtsrahmen setzen: Normen, Zuständigkeiten, Fristen, Formfragen und Verfahrensstand zum Themenfeld Rechtsgrundlage prüfen.
- Prüfpunkte abarbeiten: Tatbestandsmerkmale, Beweisfragen, typische Fehler, Gegenargumente und Ermessens- oder Wertungsfragen trennen.
- Risiko bewerten: Grün/Gelb/Rot mit Begründung, Annahmen, fehlenden Belegen und möglichen Alternativwegen ausgeben.
- Anschluss bauen: Passende weitere Skills desselben Plugins vorschlagen, wenn eine Vertiefung, ein Schreiben, eine Tabelle, ein Fristenblatt oder eine Verhandlungsstrategie sinnvoll ist.
Rechtsgrundlagen-Kaskade (Art. 6 DSGVO)
- Art. 6 Abs. 1 lit. a — Einwilligung: Freiwillig, informiert, granular, jederzeit widerruflich (Art. 7 Abs. 3). Beweislast beim Verantwortlichen (Art. 7 Abs. 1).
- Art. 6 Abs. 1 lit. b — Vertragserfüllung: Eng auszulegen; nur was der Vertrag objektiv erfordert (EDSA-Leitlinien 2/2019 zu Online-Diensten).
- Art. 6 Abs. 1 lit. c — Rechtliche Verpflichtung: Konkrete Pflicht aus EU- oder mitgliedstaatlichem Recht (etwa § 147 AO, § 257 HGB).
- Art. 6 Abs. 1 lit. f — Berechtigtes Interesse: Drei-Stufen-Test (Interesse, Erforderlichkeit, Abwägung); siehe EuGH "Fashion ID" (Urteil vom 29.07.2019, C-40/17).
- Art. 9 Abs. 2 DSGVO: Bei besonderen Kategorien zusätzliche Erlaubnis nötig — Art. 6 alleine genügt nicht.
Beschäftigtenkontext
§ 26 BDSG als spezifische Rechtsgrundlage; nach BVerfG-Beschluss vom 11.06.2024 (1 BvR 2380/20) sind landesdatenschutzrechtliche Pendants unter Unionsrechtsvorbehalt. Im Zweifel zusätzlich Art. 6 Abs. 1 DSGVO als Auffangbegründung darstellen.
Trade-off für die Mandantenentscheidung
Einwilligung wirkt geräumig, ist aber widerruflich und schafft Dokumentationslast. Berechtigtes Interesse spart die Widerrufsproblematik, erfordert aber belastbare Abwägung samt Widerspruchsrecht (Art. 21). Empfehlung: pro Verarbeitungszweck genau eine Rechtsgrundlage benennen; Kumulation in der Praxis fehleranfällig.
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