Datenbankrecht und informationsfreiheit
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Wenn es um Datenbankrecht und Informationsfreiheit — IFG versus Herstellerrecht in Datenbankrecht und Datenbankherstellerrecht geht: prüft Frist, Form, Zuständigkeit, Rechtsweg und Sofortmaßnahmen; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten.From its SKILL.md
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Datenbankrecht und Informationsfreiheit — IFG versus Herstellerrecht
Arbeitsweg
- Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
- Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
- Tragende Normen verifizieren: UrhG — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
- Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
- Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.
Mandantenfall
- Journalist stellt IFG-Antrag auf Zugang zu einer behördlichen Datenbank — die Behörde verweigert mit Hinweis auf Datenbankherstellerrecht.
- Behörde fragt, ob sie IFG-Antragstellern den Zugang zur vollständigen Datenbank verweigern kann, um ihr Datenbankherstellerrecht zu schützen.
- NGO will Teile einer Behördendatenbank veröffentlichen, die über IFG zugänglich geworden sind — darf sie das?
Erste Schritte
- IFG-Anspruch prüfen: § 1 IFG (Bund) oder Landes-IFG — hat der Antragsteller einen Anspruch auf Zugang zu Behördeninformationen?
- Datenbankherstellerrecht als IFG-Ausnahme: Schließen Schutzrechte Dritter (§ 6 IFG — Schutz geistigen Eigentums) den IFG-Anspruch aus?
- Eigenes Herstellerrecht der Behörde: Kann eine Behörde ihr eigenes Datenbankherstellerrecht dem IFG-Anspruch entgegenhalten?
- Reichweite des gewährten Zugangs: Wenn IFG-Zugang gewährt — darf der Antragsteller die Daten weiterveröffentlichen (IWG-Verhältnis)?
- Teilschwärzung vs. vollständige Verweigerung: Kann ein Teil der Datenbank herausgegeben werden, während Drittrechte an anderen Teilen den Rest schützen?
- Rechtsbehelfe: Verwaltungsgericht bei IFG-Verweigerung; Verhältnis zu datenbankrechtlichen Ansprüchen.
Rechtsrahmen
- § 1 IFG: Informationsfreiheitsrecht — Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen.
- § 6 IFG: Schutz geistigen Eigentums als IFG-Ausnahme — Drittrechte (Urheberrecht, Datenbankrecht) können IFG-Anspruch ausschließen.
- § 9 IFG: Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse als weiterer Ausschlussgrund.
- § 87a UrhG: Datenbankherstellerrecht — kann Behörde eigenes Recht dem IFG-Antrag entgegenhalten?
- IWG § 3: Weiterverwendungsrecht — IFG-Zugang eröffnet nicht automatisch Weiterverwendungsrecht.
- DSGVO Art. 86: Öffentlichkeitszugang zu amtlichen Dokumenten — Verhältnis zu DSGVO bei personenbezogenen Daten.
Prüfraster
- Liegt ein wirksamer IFG-Anspruch vor — ist die Behörde auskunftspflichtig nach § 1 IFG?
- Schützt § 6 IFG Schutzrechte Dritter (z. B. Urheberrecht an eingebetteten Berichten) gegenüber dem IFG-Anspruch?
- Kann die Behörde ihr eigenes Datenbankherstellerrecht dem IFG-Antrag entgegenhalten — oder gilt es nur gegenüber privaten Dritten?
- Enthält die Datenbank personenbezogene Daten — schließt DSGVO den vollständigen IFG-Zugang aus?
- Wenn IFG-Zugang gewährt: Darf der Antragsteller die Datenbankinformationen veröffentlichen oder weiterverarbeiten (IWG-Abgrenzung)?
- Besteht die Möglichkeit einer Teilschwärzung — nicht-schutzrechtsbeschränkte Teile herausgeben?
- Welches Verwaltungsgericht ist für eine IFG-Klage bei Verweigerung zuständig?
Typische Fallstricke
- Behörden können ihr eigenes Datenbankherstellerrecht nicht ohne weiteres dem IFG-Anspruch entgegenhalten — Sinn und Zweck des IFG-Grundsatzes überwiegt.
- § 6 IFG schützt nur Drittrechte (Urheberrechte der Autor), nicht eigene Behördenrechte.
- IFG-Zugang gewährt Einsichtsrecht, nicht automatisch Weiterverwendungsrecht — IWG-Antrag muss zusätzlich gestellt werden.
- Personenbezogene Daten in Behördendatenbanken sind DSGVO-geschützt — vollständige Datenbank nicht IFG-zugänglich.
- Schwärzungsentscheidungen der Behörde müssen begründet werden — pauschale Verweigerung ist rechtswidrig.
Quellen
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