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Regulatory fdi merger

Skill Klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/skills/regulatory-fdi-merger

⚠️ Experimentelle Skill-Sammlung für deutsches Recht (Arbeits-, Gesellschafts-, Insolvenz-, Datenschutz-, Prozessrecht u.a.) – inzwischen verbessert und im Alltag getestet, aber weiterhin Experiment. Bitte selber ausprobieren, Issues/PRs willkommen! Keine Rechtsberatung. Mandatsgeheimnis (§§ 203/204 StGB, § 43e BRAO), DSGVO, US-Transfer, KI-VO & Co

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Wenn es um Regulatory, FDI und Fusionskontrolle in Corporate-Kanzlei geht: zerlegt Ergebnis, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und Gegenposition; liefert eine Fristen- und Risikoampel mit Sofortschritten. Auswahlstichwort: Regulatory Fdi Merger; Arbeitsfeld: Corporate-Kanzlei.

SKILL.md

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Regulatory, FDI und Fusionskontrolle

Fachlicher Anker

  • Normen: §§ 3, §§ 76, §§ 105.
  • Entscheidungs-/Quellenanker: Tragende Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle einsetzen; keine Entscheidung aus Modellwissen erzwingen.
  • Quellenhygiene: references/quellenhygiene.md und references/zitierweise.md beachten.

Fachkern: Regulatory, FDI und Fusionskontrolle

  • Corporate-Aufgabe (Regulatory, FDI und Fusionskontrolle): M&A-Transaktion erfordert Clearance.
  • Norm-/Dealanker: GmbHG, AktG, HGB, BGB, UmwG, Registerrecht, Beurkundung, Signing/Closing-Mechanik, Beschlusslage, Vollmachten, Datenraum und Haftungsallokation fallbezogen trennen.
  • Entscheidende Weiche: Gesellschaftsrechtliche Wirksamkeit, Dealprozess, Mandatsführung, Gremienfreigabe, Dokumentenbeweis und Eskalation nicht vermischen.
  • Arbeitsprodukt: Partnerfähiges Memo, Closing-/Action-Liste, Redline-Hinweis oder PMO-Board mit Verantwortlichen und Blockern.

Wann wird dieser Skill aufgerufen

Typische Auslöser:

  • "Ich habe hier Regulatory, FDI und Fusionskontrolle und brauche einen belastbaren nächsten Schritt."
  • "Bitte prüfe das aus Sicht der Gesellschaft, Geschäftsführung, Gesellschafter oder Inhouse-Rechtsabteilung."
  • "Mach daraus eine Beschlussvorlage, Partnernotiz, Mandantenmail oder Organunterlage."
  • "Welche Register-, Beschluss-, Compliance- oder Fristpunkte fehlen noch?"

Nicht dieser Skill ist vorrangig, wenn zuerst die Gesellschaftsakte selbst angelegt, die Mandatsrolle bestimmt oder ein unklarer Upload triagiert werden muss. Dann beginne mit /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-kommandocenter oder /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-matter-file. Wenn der Nutzer nur eine Kurzfassung für interne Abstimmung will, arbeite bewusst kürzer und liefere keine lange Prüfarchitektur.

Voraussetzungen und Kontext laden

Lies zuerst, falls vorhanden, den Matter-Workspace unter ~/.config/claude-fuer-deutsches-recht/corporate-kanzlei/mandate/<slug>/: mandat.md, history.md, chronologie.md, fristen.yaml und den aktuellen Dokumentenlog. Wenn kein Workspace existiert, frage nur die Mindestdaten ab: Gesellschaft, Rechtsform, Rolle, Organstatus, Beschluss-/Registerlage, Frist, gewünschter Output und ob börsen-, konzern- oder regulierungsrelevante Bezüge bestehen.

Benötigte Unterlagen:

  • aktueller Vertragsentwurf, Markup, Term Sheet und Annex-/Schedule-Struktur.
  • CP-Tracker, Closing Deliverables, Gesellschafter-/Organfreigaben.
  • Disclosure Letter, Knowledge-Definition, W&I- oder Garantie-Struktur.

Arbeite mit diesen Variablen: gesellschaft, rolle, organ, beschlussdatum, registerstand, frist_oder_closing, materiality_threshold, owner, source_tag.

Workflow

  1. Corporate-Kontext fixieren. Bestimme Gesellschaft, Rechtsform, Organrolle, Anlass, Beschluss-/Registerstand und Entscheidungsempfänger. Wenn Rolle oder Rechtsform fehlen, frage genau eine Rückfrage; bei Fristdruck arbeite mit [Annahme - prüfen] weiter.
  2. Quellen inventarisieren. Liste Dokumente mit Datum, Version, Quelle, Register-/Urkunden-ID und Vertraulichkeitsstufe. Markiere Uploads als [Mandant], Register als [Register], Gerichts-/Behördenquellen als [Primärquelle] und Modellwissen als [Modellwissen - prüfen].
  3. Organ- und Kompetenzebene trennen. Unterscheide Geschäftsführung/Vorstand, Gesellschafterversammlung/Hauptversammlung, Aufsichtsrat/Beirat, Konzernleitung, Notar und Registergericht.
  4. Materiality-Schwelle setzen. Fehlt eine Vorgabe, arbeite mit Ampel: Nichtigkeit/Unwirksamkeit, Anfechtungs-/Haftungsrisiko, Registerhindernis, Zustimmungserfordernis, Housekeeping.
  5. Normenprüfung durchführen. Prüfe die unten genannten Normgruppen bezogen auf den konkreten Corporate-Schritt: Zuständigkeit, Form, Frist, Mehrheit, Vollmacht, Registerfähigkeit, Haftung und Beweisquelle.
  6. Belegkette bauen. Jede wesentliche Aussage braucht Quelle, Dokument, Fundstelle und Unsicherheitsmarker. Keine Fundstelle erfinden. Wenn Registerauszug, BGH-/EuGH-Entscheidung oder Behördenpraxis nicht abrufbar ist, steht [zu verifizieren].
  7. Risikomatrix erstellen. Gib pro Punkt aus: Sachverhalt, Rechtsfrage, Norm, Subsumtion, Risikoampel, Rechtsfolge, empfohlene Aktion, Owner, Deadline und Folge-Skill.
  8. Draft oder Review-Gate wählen. Wenn die Tatsachen reichen, liefere den gewünschten Output. Wenn nicht, liefere eine Information-Request-Liste oder eine Partner-/Organvorlage mit genau den offenen Entscheidungen.
  9. Hand-off vorbereiten. Überführe Findings in Beschlussentwurf, Board Paper, Registeranmeldung, SPA-Markup, CP-Tracker, Mandantenmail oder Closing Bible. Verweise auf den konkreten Anschluss-Skill unten.
  10. Abschlusskontrolle. Prüfe: keine ungeprüften Aktenzeichen, keine BeckRS-Blindzitate, keine automatische Außenkommunikation, keine vertraulichen Informationen außerhalb des Need-to-know-Kreises.

Prüfraster im Gutachtenstil

Obersatz: Zu prüfen ist, ob der im Skill bearbeitete Corporate-Schritt gesellschaftsrechtlich wirksam, registerfähig, organschaftlich vertretbar und für die Mandatsseite praktisch umsetzbar ist.

1. Mandats- und Rollenrahmen. Zunächst muss feststehen, wer vertreten wird: Gesellschaft, Organmitglied, Gesellschafter, Investor, Käufer, Verkäufer oder Konzernmutter. Ist die Rolle unklar, darf kein parteilicher Beschluss-, Vertrags- oder Verhandlungsoutput als final erscheinen; zulässig ist nur eine neutrale Struktur- oder Fragenliste.

2. Zuständigkeit, Form und Corporate Authority. Bei Anteils-, Beschluss- und Strukturmaßnahmen sind Vertretungsmacht, Zustimmungserfordernisse, Mehrheit, Form und Registerlage zu prüfen. Relevanter Kern:

  • BGB §§ 133, 157, 241 Abs. 2, 280, 311 Abs. 2, 433 und 453 für Kaufvertrag und Auslegung.
  • GmbHG §§ 15 und 16 für Anteilsübertragung und Gesellschafterliste.
  • AktG §§ 76, 93, 111 und 179a für Leitungs-/Kontrollpflichten und Strukturmaßnahmen.
  • BGB § 158 für Closing Conditions und Bedingungseintritt.

3. Organ- und Zuständigkeitsprüfung. Nur wenn der konkrete Arbeitsschritt eine Organentscheidung vorbereitet, Zuständigkeit, Zustimmungsvorbehalte, Interessenkonflikte, Informationsgrundlage und Dokumentation prüfen. Der fachlich passende Haftungs- oder Board-Paper-Skill liefert die dafür einschlägige Rechtsprechung; ARAG/Garmenbeck ist kein Universalanker.

4. Register- und Gesellschafterlistenlogik. Nur bei GmbH-Anteilen, Einziehung, Vollmachtskette oder streitiger Legitimation Paragraf 16 und 40 GmbHG sowie Registerstand und materielle Berechtigung getrennt prüfen. Ohne solche Title- oder Legitimationsfrage diesen Prüfstrang auslassen.

5. Vollzugshindernisse. Wenn Fusionskontrolle, AWV/FDI, MAR, GwG, Sanktionen, Bankzustimmung, Satzungszustimmung oder branchenspezifische Genehmigungen berührt sind, muss das Ergebnis lauten: Anmeldung erforderlich? Vollzugsverbot? Registerhindernis? Beschlussmangel? Long-Stop-Date gefährdet? Bußgeld-, Nichtigkeits- oder Haftungsfolge?

6. Subsumtion. Subsumtion erfolgt dokumentennah. Beispiel: § 15 GmbHG notarielle Form erfüllt? nur bejahen, wenn Entwurf/Urkunde/Notarbestätigung vorliegt. § 46 GmbHG Zustimmung erforderlich? nur bejahen, wenn Satzung, Geschäftsordnung und Maßnahme geprüft sind.

Zwischenergebnis: Formuliere als Ampel: grün mit Beleg, gelb mit offener Information, rot mit Handlungssperre. Rot bedeutet im Corporate-Kontext: nicht beschließen, nicht anmelden, nicht signieren, nicht closen oder nicht extern versenden, bevor Partner, Organ oder Spezialist freigegeben hat.

Output-Module

  • Corporate-Vermerk: Kurzbild, Sachverhalt, Normen, Subsumtion, Risikoampel, Empfehlung.
  • Beschluss-/Board-Paper-Modul: Zuständigkeit, Beschlussvorschlag, Informationsgrundlage, BJR-Dokumentation, Anlagenliste.
  • Issue List: Finding, Quelle, Risiko, Rechtsfolge, Register-/Vertragsfolge, Owner, Deadline.
  • Information Request: konkrete Fragen an Mandant, Organ, Notar, Registerteam, Steuerberater oder Gegenseite.
  • Matter-Update: kurzer Eintrag für history.md und ggf. Frist-/Owner-Eintrag für fristen.yaml.

Quellen und Zitierregel

Nutze nur frei prüfbare Quellen oder vom Nutzer bereitgestellte/lizenzierte Quellen. Rechtsprechung nur mit Gericht, Entscheidungsdatum, Aktenzeichen und Link auf dejure.org, openjur.de, bundesgerichtshof.de, bundesverfassungsgericht.de, curia.europa.eu oder eur-lex.europa.eu. Keine BeckRS-Alleinzitate, keine anwalt24-Belege, keine erfundenen Randnummern. Quellen-Tags: [Mandant], [Register], [BGH-Datenbank], [dejure.org], [EUR-Lex], [Web-Recherche - prüfen], [Modellwissen - prüfen].

Hand-Off zu anderen Skills

Nach diesem Skill weiter mit:

  • /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-spa-apa-entwurf - wenn der Befund in SPA/APA-Entwurf oder Klausellogik einfließen soll.
  • /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-vertragsmarkup-key-issues - wenn Markup-Abweichungen in Key Issues und Verhandlungslinien übersetzt werden müssen.
  • /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-disclosure-schedules - wenn Garantien, Knowledge und Disclosure Letter abgeglichen werden.
  • /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-signing-closing-conditions - wenn CPs, Closing Deliverables oder Signing Pack koordiniert werden.
  • /corporate-kanzlei:corporate-kanzlei-closing-bible-archiv - wenn executed documents, Registerbelege und Closing Bible gesichert werden müssen.

Was dieser Arbeitsgang nicht macht

  • Er ersetzt keine Partner-, Organ- oder Mandantenentscheidung über Beschluss, Signing, Registeranmeldung oder Closing.
  • Er führt keine automatische Außenkommunikation an Gegenseite, Behörde, Notar, Registergericht, Datenraumteilnehmer oder Mandant aus.
  • Er behauptet keine Registerlage, Behördenpraxis oder Rechtsprechung ohne prüfbare Quelle.
  • Er vermischt nicht Corporate-Befund, Vertragsrisiko und wirtschaftliche Bewertung; diese Ebenen bleiben getrennt.
  • Er trifft keine steuerliche, kartellrechtliche, sanktionsrechtliche oder ausländische Rechtsaussage final ohne Spezialisten-Review.
  • Er behandelt vertrauliche Daten nur innerhalb des Need-to-know-Kreises und markiert sensible Informationen für Clean-Room oder Insiderlisten.

Berufsrechtliche Hinweise

Vor Mandatsarbeit sind Interessenkonflikte nach § 43a BRAO und § 3 BORA, Verschwiegenheit nach § 43a Abs. 2 BRAO, Vergütungsrahmen nach § 49b BRAO und GwG-Sorgfaltspflichten zu beachten. Bei personenbezogenen Daten gelten DSGVO Art. 5, 6, 25 und 32. Bei Drittakten, Datenräumen, Akteneinsicht oder Clean-Room-Material ist der Zweckbindungsrahmen zu prüfen; Material aus einem Mandat darf nicht stillschweigend in ein anderes Mandat übernommen werden.

Bisheriger Skill-Kern, integriert und weiterzuverwenden

Regulatory, FDI und Fusionskontrolle

Triage — klaere vor Beginn

  1. Umsatzschwellen erreicht? → Bundeskartellamt (§§ 35 ff. GWB) oder EU-Kommission (Art. 1 FKVO)?
  2. Ausländischer Erwerber aus Nicht-EU-Land? → AWG/AWV-Investitionspruefung prüfen
  3. Branche: Ruestung, Verteidigung, Kritische Infrastruktur, Medien, Gesundheit, Cloud? → SektSchV oder besondere Prüfpflichten
  4. Timeline: Vollzugsverbot (Standstill Obligation) bis Freigabe; Gunst-Jumping-Risiko?
  5. Mehrere Jurisdiktionen (USA HSR Act, UK NSI Act, China SAMR)? → Multijurisdiktioneller Koordinationsbedarf
  6. FDI-Screening: Meldepflicht oder nur Prüfmoeglichkeit des BMWK?

Zentrale Normen

  • §§ 35-43 GWB — Zusammenschlusskontrolle; Aufgreifschwellen; Anmeldepflicht
  • § 36 GWB — Untersagungsvoraussetzungen; erhebliche Behinderung wirksamen Wettbewerbs
  • § 41 GWB — Vollzugsverbot; bis zur Freigabe kein Vollzug; Bussgeld bis 10 % Weltumsatz
  • Art. 1-21 FKVO (EG) 139/2004 — EU-Fusionskontrolle; Aufgreifschwellen; Alleinzuständigkeit
  • §§ 55 ff. AWG i.V.m. §§ 55 ff. AWV — Aussenhandelsgesetz; Investitionspruefung
  • SektSchV (Sicherheitsueberprueefungsverordnung) — Sektoren Kritische Infrastruktur; KRITIS-Unternehmen
  • § 56 AWV — Meldefrist 2 Monate ab sicherem Abschluss; Erwerb ab 10 % bei kritischen Sektoren
  • Verordnung (EU) 2019/452 — EU-FDI-Screening-Rahmen; nationale Stellen melden an EU-Kommission

Fusionskontrolle: Aufgreifschwellen

Bundeskartellamt (§ 35 GWB)

  • Kombinierter Weltumsatz aller Beteiligten > 500 Mio. EUR UND
  • Mindestens ein Beteiligter > 25 Mio. EUR Inlandsumsatz UND
  • Ein weiterer Beteiligter > 5 Mio. EUR Inlandsumsatz
  • ODER: 3. Aufgreifschwelle: Kaufpreis > 400 Mio. EUR + erhebliche Inlandstaetigkeit (§ 35 Ia GWB)

EU-Kommission (Art. 1 FKVO)

  • Tier 1: Weltumsatz > 5 Mrd. EUR + EU-Umsatz > 250 Mio. EUR für mind. zwei Beteiligte
  • Tier 2: Weltumsatz > 2.5 Mrd. EUR + EU-Umsatz > 100 Mio. EUR in mind. drei Mitgliedstaaten

Vollzugsverbot (§ 41 GWB / Art. 7 FKVO)

Kein Vollzug bis zur Freigabe oder Ablauf der Prüfdauer. Ausnahme: vorherige Genehmigung (Dispensantrag).

FDI-Screening (AWG/AWV): Sektoren und Schwellen

SektorAufgreifschwelleRechtsgrundlage
Kritische Infrastruktur (Energie, Wasser, IT, Verkehr)10 % Stimmrechte§ 56 AWV
Medien10 %§ 56 AWV
Gesundheit / Pharma10 %§ 56 AWV
Verteidigung / Ruestung10 %§ 60 AWV; SektSchV
KI / autonome Fahrzeuge / Robotik10 %§ 56 Ia AWV
Sonstige Unternehmen25 %§ 55 AWV

Meldefrist: 2 Monate nach Vertragsschluss. Prüfdauer: 4 Monate (verlaengerbar).

Schritt-für-Schritt-Workflow

  1. Schwellentest — Umsatzzahlen beider Parteien errechnen; GWB/FKVO/Drittlaender-Schwellen prüfen
  2. FDI-Check — Nationalitaet des Erwerbers; Sektor der Zielgesellschaft; AWV-Schwellen
  3. Timeline festlegen — Anmeldezeitpunkt (post-Signing); Prüfdauer Phase I (4 Wochen GWB; 25 Werktage FKVO)
  4. Gun-Jumping-Protokoll — Informationsaustausch beschraenken bis Freigabe; Clean Team wenn noetig
  5. Anmeldungsformulare — Bundeskartellamt: Formular A/B; EU-Kommission: Form CO/Short Form
  6. Pre-notification Contacts — informelle Voranfrage bei Behörde; Zeitplan abklaeren
  7. Anmeldung einreichen — mit vollstaendigen Informationen; Kooperationspflicht
  8. Phase-II-Risiko bewerten — wenn Bedenken: Abhilfemassnahmen (Auflagen) verhandeln
  9. Freigabe-Erlangung dokumentiert → dann Closing freigeben

Entscheidungsbaum: Zuständigkeit

Umsaetze erreichen EU-Schwellen (FKVO Tier 1 oder 2)?
 → Ja: EU-Kommission zuständig (One-Stop-Shop)
 → Ausnahme: Art. 9 FKVO Verweisung an nationale Behörde beantragt?
 → Nein: GWB-Schwellen erreicht?
 → Ja: Bundeskartellamt; ggf. simultane Nicht-EU-Anmeldungen
 → Nein: Keine Anmeldepflicht — trotzdem FDI-Screening pruefen!

Output-Template Regulatory-Memo

Adressat: Deal-Team / Mandant — Tonfall praezise, entscheidungsorientiert

REGULATORY MEMO — FUSIONSKONTROLLE UND FDI
Transaktion: [DEAL-NAME]
Datum: [DATUM]

1. FUSIONSKONTROLLE
 GWB-Schwellen: [Erreicht Ja/Nein; Details]
 FKVO-Schwellen: [Erreicht Ja/Nein; Details]
 Drittlaender-Anmeldungen: [USA HSR / UK / China / Sonstige]
 Vollzugsverbot: [Ja/Nein; ab wann aufgehoben]
 Erste-Phase-Dauer: [X Wochen]

2. FDI-SCREENING
 Erwerber-Nationalitaet: [Land]
 Zielsektor: [Sektor; AWV-Schwelle]
 Meldefrist: [Datum]
 Genehmigungspflicht: [Ja/Nein/Unsicher]

3. TIMELINE
 | Meilenstein | Datum | Zuständigkeit |
 |------------|-------|---------------|
 | Signing | [Datum] | Deal-Team |
 | Anmeldung | [Datum] | Kartellrecht-Team |
 | Phase-I-Frist | [Datum] | Behörde |
 | Voraussichtliches Closing | [Datum] | Alle |

4. EMPFEHLUNG
 [Strategie; Auflagen-Risiko; Zeitplan-Risiken]

Rote Schwellen

  • Vollzugsverbot missachtet — Gun Jumping; Bussgeld bis 10 % Weltumsatz
  • FDI-Meldefrist verpasst (2 Monate nach Vertragsschluss) → BMWK kann nachtraegliche Untersagung erwaegen
  • Phase-II-Risiko unterschaetzt → Closing verzoegert sich 6-18 Monate
  • Drittland-Anmeldungen (USA, China) vergessen → Separates Vollzugsverbot in diesen Ländern
  • SektSchV-Prüfung bei Ruestungsunternehmen vergessen → Genehmigungspflicht verpasst

Quellen

  • §§ 35-43 GWB; Art. 1-21 FKVO (EG) 139/2004; §§ 55, 56, 60 AWV; Verordnung (EU) 2019/452
  • Immenga/Mestmaecker GWB (6. Aufl. 2020) §§ 35 ff.; Ohler AWG/AWV (2021)

Quellenregel: Entscheidungen nur nach Prüfung einer amtlichen oder frei zugänglichen Quelle mit Gericht, Entscheidungsform, Datum, Aktenzeichen und tragender Aussage ausgeben.

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