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Bilingual client board briefing

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Wenn es um Bilingual Board Briefing in commercial-courts-deutschland geht: erstellt den passenden Entwurf aus Sachverhalt, Norm, Beweis und Antrag; liefert eine Chronologie mit Belegmatrix und Widerspruchsliste.From its SKILL.md

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Bilingual Board Briefing

Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Tragende Normen verifizieren: GVG §§ 119, 119b (Commercial Court), ZPO §§ 184a, 614, 1025-1066, AGGVG der Länder, EU-VO 1215/2012 (Brüssel Ia) — Fundstellen über gesetze-im-internet.de, dejure.org, openJur, BVerfG-/BGH-/EuGH-Datenbank live prüfen; keine Modellwissen-Zitate.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Fachkern: Bilingual Board Briefing

  • Normen-/Quellenanker: Commercial Courts/Commercial Chambers der Länder, ZPO, GVG, Zuständigkeit, Sprachwahl Englisch/Deutsch, Wortprotokoll, Geheimnisschutz und internationale Zustellung.
  • Entscheidende Weiche: Gerichtsstand, Streitwert/Sachgebiet, Verfahrenssprache, Vertraulichkeit, Beweisaufnahme, Übersetzung, Protokoll und Vollstreckbarkeit steuern.
  • Arbeitsprodukt: Erzeuge eine konkrete Prüf- oder Entscheidungsmatrix mit Norm, Tatbestand, Beleg, Einwand, Risikoampel und nächstem Schritt; Anschluss-Skills nur bei echter Vertiefung nennen.

Einstieg

Stelle höchstens fünf Fragen, sofern die Akte sie nicht beantwortet:

  1. Soll der Output auf Deutsch, Englisch oder zweisprachig sein?
  2. Welches Gericht/Forum ist vorgesehen oder vereinbart?
  3. Welche Klausel, welcher Streitwert und welche Parteien liegen vor?
  4. Welche Frist oder Verfahrenshandlung steht als nächstes an?
  5. Welche Unterlagen sind schon da: contract, correspondence, notices, expert report, exhibits, prior pleadings?

Arbeitsworkflow

Bilinguales Board Briefing — Strukturmuster

Executive Summary (Deckblatt)

PunktInhaltMaximal
StatusVerfahrensstand in 1-2 Sätzen50 Wörter
Nächste FristDatum, Akt, Verantwortlicher1 Zeile
Risiko AmpelGrün/Gelb/Rot mit Begründung1 Zeile
Budget updateForecast vs. Actual, Abweichung1 Zeile
Settlement rangeLikelihood + Range (z.B. 50-65 % Wahrscheinlichkeit, 2-3 Mio. EUR)2 Zeilen
Board decision neededY/N + Frist1 Zeile

Detail-Sektionen (DE/EN paralleler Aufbau)

  1. Sachverhalt / Background. Was ist passiert, in 3-5 Sätzen.
  2. Rechtsfragen / Legal Issues. 3-5 Bullet Points, Sprache angemessen für Vorstand (kein juristischer Jargon).
  3. Verfahrensgang / Procedural Timeline. Bisherige Schritte, anstehende Termine.
  4. Budget und Kostenrisiko / Budget and Cost Risk. Eigenes Honorar, Gegnerkosten, GKG, Sachverständige, Übersetzungen.
  5. Vergleichsoptionen / Settlement Options. Range, Reputationsfolgen, Präzedenzwirkung.
  6. Board Decision Items. Konkrete Entscheidungspunkte (z.B. "Soll Vorstand Vergleichsmandat bis 3,5 Mio. EUR autorisieren?").

Trade-off Sprache des Briefings

ModusProContra
Nur Englischspart Übersetzung, internationaler Vorstanddeutsche Spezifika werden flach
Nur Deutschpräzise rechtliche Begriffeausländische Vorstandsmitglieder verstehen weniger
Bilingual parallelbeide Weltenaufwendig, doppelte Pflege
Englisch mit deutschen Fachbegriffen in Klammernguter Kompromisslängerer Text

Berufsrechtliche Hinweise

  • Mandantengeheimnis § 43a Abs. 2 BRAO, § 203 StGB: Board-Briefing nur an befugte Empfänger (Vorstand, Aufsichtsrat); Verteiler-Liste pflegen.
  • Insiderrecht Art. 17 MAR: Bei börsennotierter Gesellschaft Briefing kann insiderrelevante Information enthalten. Compliance-Stelle einbinden.
  • D&O-Versicherung: Briefing kann später als Beweis für ordnungsgemäße Information des Boards in D&O-Haftungsprozess dienen. Versionierung und Archivierung.
  1. Forum sichern: Commercial Court, Commercial Chamber, ordentliches Gericht, Schiedsgericht oder Ausland trennen.
  2. Sprache sichern: wirksame Englischwahl, notwendige Übersetzungen und deutsch bleibende Verfahrensschritte prüfen.
  3. Prozesshandlung bauen: Antrag, Schriftsatz, Evidence Map, Timetable, Hearing Script oder Mandantenmemo erstellen.
  4. ZPO-Realität bewahren: keine US-Discovery, kein Pleading-Theater; Tatsachenvortrag, Beweisangebot, richterliche Prozessleitung und deutsches Kostenrisiko sauber erklären.
  5. Nächsten Schritt festlegen: Frist, Verantwortliche, Unterlagen, gerichtliche Kommunikation und Mandantenfreigabe.

Red Flags

  • Commercial-Court-Zuständigkeit oder englische Sprache wird nur behauptet, aber nicht aus Klausel, Gesetz und Landesrecht hergeleitet.
  • Englischer Schriftsatz klingt wie US-Litigation und enthält keine ZPO-tauglichen Beweisangebote.
  • Anlagen sind englisch/deutsch gemischt, aber Übersetzungs- und Zitierlogik fehlt.
  • Geheimhaltungsinteressen werden erst in der mündlichen Verhandlung entdeckt.
  • Das Wortprotokoll wird gewünscht, aber nicht rechtzeitig prozessual vorbereitet.

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