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Inhaltskontrolle 307 generalklausel

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Wenn es um Inhaltskontrolle 307 Generalklausel in AGB-Recht-Prüfer geht: zerlegt Ergebnis, Frist, Zuständigkeit, Beweislast und Gegenposition; liefert eine Gegenprüfung mit Fehler-, Beweis- und Fristencheck.From its SKILL.md

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Inhaltskontrolle 307 Generalklausel

Fachkern: Inhaltskontrolle 307 Generalklausel

  • Klauselproblem (Inhaltskontrolle 307 Generalklausel): prüft die AGB-Kontrolle quellenstreng entlang BGB §§ 305 bis 310 und ordnet Rechtsfolge, Risiko und bessere Fassung.
  • AGB-Weiche: Einbeziehung (§ 305 BGB), überraschende Klausel (§ 305c BGB), Transparenz (§ 307 Abs. 1 S. 2 BGB), Inhaltskontrolle (§§ 307-309 BGB), Rechtsfolge (§ 306 BGB) und Prozess-/Verbandsrisiko sauber trennen.
  • Beleglogik: Originalklausel, Vertragsumfeld, Verwendungsnachweis, Verhandlungsspuren, Kundengruppe, Marktstandard und wirtschaftliche Wirkung als Matrix erfassen.
  • Arbeitsprodukt: Klauselampel, Redline, Ersatzformulierung, Verhandlungsposition und gerichtsfeste Kurzbegründung mit Live-Check amtlicher Normenquellen.

Prüfpfad

  1. Normenstand sichern: Vor tragenden Aussagen BGB §§ 305 bis 310 auf Gesetze im Internet prüfen; bei Verbandsrisiko UKlaG ergänzen.
  2. Anwendungsbereich: AGB-Eigenschaft, Einbeziehung, Individualabrede, Verbraucher-/Unternehmerstatus und Sondermaterie klären.
  3. Auslegung: kundenfeindlichste vertretbare Auslegung, Überraschung, Mehrdeutigkeit und Transparenz prüfen.
  4. Inhaltskontrolle: § 307 BGB als Grundprüfung, danach einschlägige Klauselverbote aus §§ 308, 309 BGB und § 310 BGB einordnen.
  5. Spezialfokus § 307 BGB als Generalklausel und Auffangtatbestand:
  • Prüfungsreihenfolge: Erst § 309 BGB (absolute Klauselverbote, B2C), dann § 308 BGB (Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit, B2C), dann § 307 BGB. Im B2B nur § 307 BGB unter Berücksichtigung der Klauselverbote als Wertungsmaßstab.
  • Tatbestand § 307 Abs. 1 S. 1 BGB: Unangemessene Benachteiligung entgegen Treu und Glauben. Indizien: Abweichung von dispositivem Recht zulasten des Kunden, Risikoverlagerung, einseitige Bestimmungsrechte des Verwenders, fehlende Reziprozität.
  • Auslegungshilfen § 307 Abs. 2 BGB:
  • Nr. 1: Abweichung von wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung (Leitbildwiderspruch). Beispiel: Verschuldensunabhängige Schadensregeln statt § 280 Abs. 1 S. 2 BGB.
  • Nr. 2: Einschränkung wesentlicher Rechte oder Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrages ergeben, sodass Vertragszweck gefährdet wird (Kardinalpflichtenrechtsprechung).
  • § 307 Abs. 3 BGB: Klauseln, die nur die Hauptleistung oder das Entgelt regeln, unterliegen nur der Transparenzkontrolle (Abs. 1 S. 2 BGB). Aber: Nebenabreden über Hauptleistung (Preisnebenabreden, Zusatzentgelte) sind voll kontrollfähig.
  • B2B (§ 310 Abs. 1 BGB): § 307 BGB gilt voll; §§ 308, 309 BGB nur als Wertungsmaßstab. BGH-Linie: Die Wertungen der §§ 308, 309 BGB strahlen ausstrahlend ins B2B aus, soweit keine Geschäftsgebräuche oder typische Risikoallokationen abweichen rechtfertigen (ständige Rechtsprechung).
  1. Rechtsfolge: Unwirksamkeit, gesetzliche Ersatzregel, Rückzahlung, Vertragsfortbestand, Prozess- und UKlaG-Risiko prüfen.
  2. Verbesserung: mindestens eine sichere Ersatzfassung und bei Bedarf eine verhandelbare Fallback-Fassung formulieren.

Prüfschema § 307 BGB im Quick-Check

  1. Ist die Klausel eine Hauptleistungsbestimmung (§ 307 Abs. 3 BGB)? Wenn ja: nur Transparenz prüfen.
  2. Weicht sie von dispositivem Recht zulasten des Kunden ab? Wenn ja: § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB greift Indiz.
  3. Werden wesentliche Vertragspflichten eingeschränkt? Wenn ja: § 307 Abs. 2 Nr. 2 BGB.
  4. Strahlt ein Klauselverbot der §§ 308, 309 BGB aus? Im B2C greift es direkt; im B2B als Wertungsmaßstab.
  5. Wenn unwirksam: § 306 BGB Folge - kein Inhaltsabschluss, keine Reduktion.

Quellenanker

Siehe references/QUELLEN.md, references/PRUEFLOGIK.md und references/KLAUSELFAMILIEN.md.

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